(PM) Stuttgart , 05.04.2011 - Im Rahmen des Kaminabends wird der Projektleiter des EU-Projekts "ConImit" (contra Imitation), Oliver Köster, Plagiatschutz-Experte vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, die wichtigsten Ergebnisse aus diesem Projekt zum Schutz vor Produktpiraterie vorstellen.
Produktpiraterie verursacht erhebliche Schäden in der deutschen Wirtschaft und weltweit. DIHK und VDMA geben für 2007/2008 folgende Schäden mit steigender Tendenz an:
- 67 % der Unternehmen sind betroffen
- Arbeitsplatzverluste 70000 per annum
- volkswirtschaftlicher Schaden 30 Mrd. € p.a.
- Im Maschinen- und Anlagenbau beläuft sich der Schaden auf 7 Mrd. € p.a. - Tendenz steigend
Im Mittelpunkt des Projekts "ConImit" steht eine Beratungsplattform zum präventiven Schutz vor Produktpiraterie. Diese enthält sowohl Literaturempfehlungen und Beratungsmöglichkeiten als auch einen Katalog von Schutzmaßnahmen, der im Rahmen des Projekts entstanden ist. Die Schutzmaßnahmen können auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen. Neben Strategien zum Thema Intellectual Property, sondern beispielsweise durch geheime Kennzeichnungen, besondere Chips und Software, Management-Maßnahmen, intelligente Gestaltung von Produkt und Verpackung oder Selbstzerstörung bei nicht autorisierten Öffnungsversuchungen.
Zur Person
Dipl.-Wirt.-Ing. Oliver Köster, Jahrgang 1976, studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der Universität Paderborn. Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Herrn Prof. Gausemeier am Heinz Nixdorf Institut. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Strategischen Planung und dem Innovationsmanagement. Seit Februar 2009 ist Herr Köster Geschäftsführer der SPP GmbH. Die SPP GmbH betreibt das Fachportal für Strategie- und Innovationswissen innovations-wissen.de.
EU-Projekt "ConImit"
Zwischen 2008 und 2010 förderte das BMBF die Forschungsoffensive „Innovationen gegen Produktpiraterie“, in dessen Rahmen zehn Verbundprojekte wirkungsvolle Mechanismen für den präventiven Schutz vor Produktpiraterie erforschen. Begleitend wurde die Transfermaßnahme „ConImit – Contra Imitatio“ gefördert. ConImit verankert die Ergebnisse der Forschungsprojekte in der Industrie und erhöht dadurch die Breitenwirkung der Forschungsoffensive.
Termin
29. Juni 2011
IBZ der Universität Stuttgart »Eulenhof«, Robert-Leicht-Straße 161, 70569 Stuttgart
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 50 € pro Person.