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Jodmangel bei Schwangeren

(PM) , 20.03.2007 - (fet) – Jod ist fr die Aufrechterhaltung der Funktionen der Schilddrse zustndig, welche lebensnotwendige Hormone produziert. Ein Jodmangel kann zu Fehlfunktionen und somit zu Gesundheitsstrungen fhren. Der Arbeitskreis Jodmangel weist nun darauf hin, dass sich die Jodversorgung von Schwangeren wieder verschlechtert. Zwar hat sich die Jodversorgung in Deutschland in den letzten Jahren verbessert, Schwangere und Stillende scheinen jedoch zu wenig von dem Spurenelement zu sich zu nehmen. So ergaben Untersuchungen von rund 1.000 Frauen im Raum Rostock, dass bei einem Drittel der Patientinnen eine vergrerte Schilddrse beziehungsweise bei 60 Prozent auffllige Schilddrsenbefunde vorlagen. Auch im Hamburger Raum zeichnet sich in einer hnlichen Untersuchung der Trend zu einer schlechteren Versorgung ab. Intensive Aufklrungsarbeit seit den neunziger Jahren fhrte dazu, dass die Zahl der werdenden Mtter, die an einer Schilddrsenunterfunktion litten, stark zurckging. Seit 2002 steigt die Hufigkeit der Unterfunktionsrate bei Schwangeren jedoch wieder an. Um eine optimale Versorgung des Krpers zu gewhrleisten, ist eine tgliche Zufuhr von 200 Mikrogramm Jod notwendig. Schwangere und Stillende bentigen 230-260 Mikrogramm tglich. Folgen der Unterversorgung betreffen sowohl die Mtter als auch die Neugeborenen. So knnen diese bereits einen Kropf bilden, wenn die Mutter whrend der Schwangerschaft und Stillzeit mit Jod unterversorgt ist. Zudem bt Jod einen Einfluss auf die krperliche und geistige Entwicklung des Kindes aus. Der Arbeitskreis Jodmangel betont, dass eine nachhaltige Sicherung der Jodversorgung notwendig ist. Obwohl Deutschland heute nicht mehr zu den ausgeprgten Mangelgebieten zhlt, besteht weiterhin Optimierungsbedarf. Zu den Hauptquellen von Jod gehrt die Verwendung von jodiertem Speisesalz, was in vielen Privathaushalten Verwendung findet. Auch in Fertigprodukten kommt Jodsalz zum Einsatz, dies ist auf dem Produkt zu deklarieren. Allerdings knnte der Einsatz von Jodsalz in der Lebensmittelindustrie weitaus grer sein, fordert der Arbeitskreis Jodmangel. So ist die kontinuierliche Verwendung von Jod-Pkelsalz in der Fleischindustrie sinnvoll. Auch Backwaren und Fertigprodukte sollten noch hufiger mit jodiertem Speisesalz angereichert sein. Damit wre ein wichtiger Beitrag zur flchendeckenden Jodversorgung getan. Auch Seefisch ist mit einem Gehalt von durchschnittlich 200 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm ein bedeutender Jod-Lieferant und steht bestenfalls zweimal pro Woche auf dem Speiseplan. Ist die Jodversorgung ber die Nahrung nicht zu gewhrleisten, ist eine Rcksprache mit dem Arzt, hinsichtlich einer Supplementation, zu empfehlen. Befrchtungen einer berversorgung mit Jod sind meist unbegrndet. Die Aufnahme von Jod ber die Nahrung reicht nicht aus, um eine berdosis zu sich zu nehmen. So gelten bis zu 500 Mikrogramm Jod pro Tag als nicht gesundheitsgefhrdend. Weitere Informationen zu Jod sind unter www.jodmangel.de erhltlich. 3.017 Zeichen Redaktion: Verena Schttig
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