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Ist Alkohol gesund?

(PM) , 29.06.2006 - Die schlechte Nachricht vorweg - Alkohol hemmt die Fettverdauung, das Verdauungsschnpschen tut seinem Namen also keine Ehre. Besser wre es, weniger fettreich zu essen, betonte Frau Doktor Brbel beim dritten Internationalen Ditetik Kongress in Aachen. Der aufgenommene Alkohol gelangt ber das Blut in die Leber und wird dort durch das Enzym Alkohol-Dehydrogenase abgebaut. Ab 0,45 Promille ist der Krper nicht mehr in der Lage, den Organen, vor allem dem Gehirn und den Muskelzellen, Glucose zur Verfgung zu stellen, da die Glucosespeicher in der Leber geschlossen bleiben. In leichten Fllen fhrt dies zu Kopfschmerzen und Gereiztheit, in extremen zu Bewusstlosigkeit und Koma. Aber die gute Nachricht folgt: Moderat konsumierter Alkohol erhht nach Statistiken tatschlich die Lebenserwartung. In den 20er Jahren fiel Pathologen auf, dass Blutgefe von Alkoholikern, die an Leberzirrhose verstorben waren, auffallend saubere Innenwnde aufwiesen. Zwischenzeitlich lie sich dieser positive Einfluss auf die Blutgefe durch eine Vielzahl von Studien belegen. Alkohol erhht die Werte fr HDL-Cholesterin, so dass sich weniger LDL-Cholesterin an den Gefwnden ablagert. Durch Aggregationshemmung und gesteigerte fibrinolytische Aktivitt wirkt Alkohol zudem gerinnungshemmend. Darber hinaus senkt Alkohol den Lipoprotein-Blutspiegel. Im New England Journal of Medicine verffentlichten Forscher, dass Abstinenzler im Vergleich zu moderaten Genieern ein um zwanzig Prozent hheres Sterberisiko aufwiesen. Welche Alkoholmenge als risikoarm einzustufen ist, ist umstritten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO legt die Obergrenze bei 30 Gramm tglich fr Mnner und 20 Gramm fr Frauen fest, whrend die Deutsche Hauptstelle fr Suchtfragen diese Werte als zu hoch erachtet. In der Fachdiskussion sind 10 bis 12 Gramm fr Frauen und 20 bis 24 Gramm fr Mnner bei tglichem Konsum als risikoarm einzustufen. 20 Gramm Alkohol entsprechen etwa einem halben Liter Bier, einem Viertel Liter Wein oder 60 Milliliter Spirituosen. Diese Werte gelten selbstverstndlich nur fr gesunde Erwachsene. Leberkranke, Schwangere, Alkoholkranke oder Patienten mit genetischen Risiken fr Brust- oder Eierstockkrebs sollten grundstzlich keinen Alkohol trinken. Am 7. und 8. Oktober findet der nchste Internationale Ditetik Kongress in Aachen statt, bei dem Rheuma und Gelenkerkrankungen, Osteoporose, Allergien und Nahrungsmittelunvertrglichkeiten sowie sekundre Pflanzenstoffe und Mikronhrstoffe zu den Schwerpunktthemen zhlen. Mehr Informationen sind unter www.ernaehrungsmed.de erhltlich.
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