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Instandhaltungsstrategien auf einen Blick

Die Instandhaltung umfasst gemäß DIN 31051 alle „Maßnahmen zur Bewahrung und Wiederherstellung des Soll-Zustandes sowie zur Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes von technischen Mitteln eines Systems“.
(PM) Ulm, 31.08.2009 - Diese Manahmen werden seitens der DIN 31051 in 4 Grundmanahmen untergliedert:
1. Wartung
2. Inspektion
3. Instandsetzung
4. Schwachstellenbeseitigung oder auch Verbesserung
Manahmen, welche der Kategorie Wartung zugeordnet werden, dienen zur Verzgerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrats.
Inspektionsmanahmen helfen bei der Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes einer Betrachtungseinheit inklusive der Bestimmung der Ursache der Abnutzung und dem Ableiten der notwendigen Konsequenz fr eine knftige Nutzung.
Instandsetzungsmanahmen finden zur Erstellung der geforderten Abnutzungsvorrte einer Betrachtungseinheit ohne technische Verbesserung ihren Einsatz.
Manahmen der Schwachstellenbeseitigung untersttzen die technische Betrachtungseinheit in der Weise, dass das Erreichen einer festgelegten Abnutzungsgrenze nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, die im Rahmen der geforderten Verfgbarkeit liegt.
In der unternehmerischen Praxis werden unterschiedliche Instandhaltungsstrategien genutzt, wobei es sich bei den nachfolgenden Strategien um die gngigsten handelt:
• Reparatur nach Ausfall
• Prventive Wartung
• Vorausschauende Wartung
Im Falle von Reparaturen nach Ausfllen, wird von Seiten des Unternehmens keinerlei Instandhaltung betrieben. Hierbei spricht man auch von „korrektiver“ Wartung. Nachteilig an dieser Strategie sind erhhte Kosten durch unvorhergesehene Stillstnde, eventuell aufkommende berstunden oder auch die Suche beziehungsweise den Umbau von Ausweichanlagen.
Bei der prventiven Wartung werden vorbeugende Manahmen durchgefhrt, um gegebenenfalls vor dem Auftreten eines Fehlers Manahmen zu ergreifen. Als Nachteil dieser Strategie kann es zu erhhtem Personalaufwand oder auch hohen Kosten fr Ersatzteile, da Komponenten mit geringer Abnutzung auch „prventiv“ ausgetauscht werden, kommen.
Die vorausschauende Wartung beinhaltet die Bestimmung von notwendigen Zeitpunkten zur Durchfhrung der ntigen Manahmen basierend auf erhobenen und vorliegenden Informationen. Unvorteilhaft erweist sich bei der vorausschauenden Wartung, dass das Vorgehen sehr zeitintensiv ist, hohe Anforderungen an die Instandhalter bestehen sowie Schulung und Training derselben erforderlich sind.
Allen Instandhaltungsstrategien sind jedoch gemein, dass einerseits eine Erhhung der Anlagenverfgbarkeit und andererseits eine Reduzierung der Instandhaltungskosten erzielt werden soll.
Zustzlich zu den bislang benannten Standardstrategien der Instandhaltung etablieren sich nach und nach neue „innovative“ Strategien in den Unternehmen.
Dabei handelt es sich um zum einen um
• die „Risikobasierte Instandhaltung“ (Risk Based Maintenance RBM) und zum anderen um
• die „Zuverlssigkeitsorientierte Instandhaltung“ (Reliability Centered Maintenance RCM).
Die risikobasierte Instandhaltung ist ein Verfahren, welches hinsichtlich der Reduzierung des Aufwandes in der Instandhaltung, unter Einhaltung des vorgegeben Sicherheitsniveaus, zum Einsatz kommt. RBM dient zur Ermittlung und Priorisierung der Risiken eines potenziellen Anlagenausfalls. Diejenigen Anlagen oder Maschinen, die das grte Risiko tragen, gilt es bevorzugt zu behandeln. Zielsetzung von RBM ist die Ermittlung von wirkungsvollen Wartungs- und Instandhaltungsmanahmen sowie deren Hufigkeiten zur Minimierung des Risikos eines Anlagenausfalls.
Die zuverlssigkeitsorientierte Instandhaltung bedient sich der RBM- oder auch der FMEA/ FMECA-Methoden (Failure Mode and Effects Analysis/ Failure Mode, Effects and Criticality Analysis). RCM ist ein Instandhaltungskonzept, mit dem ein optimaler Einsatz verschiedener Instandhaltungsstrategien je nach Situation oder Anlagentyp erreicht werden soll. Im Gegensatz zur risikobasierten Instandhaltung wird nicht das Ausfallrisiko von Anlagen oder Maschinen, sondern die Mglichkeit von Funktionsstrungen der einzelnen Anlagenkomponenten ermittelt sowie die Auswirkungen einer Strung anschlieend definiert. Dabei werden vorhandene Anlagen so beschrieben, dass festgelegt werden kann, welche Instandhaltungsstrategie oder Schwachstellenanalyse im Einzelfall angewendet werden kann.
RBM und RCM dienen zweifelsohne der Planung und Strukturierung. Sie basieren auf Abschtzungen beziehungsweise Erfahrungen hinsichtlich des Verfgbarkeitsverhaltens von Anlagen und Maschinen. Speziell bei Anlagen oder Maschinen, deren Zusammenspiel der Einheiten beziehungsweise Bauteile sehr komplex ist, bietet sich ein Einsatz von RBM oder RCM an.
Unabhngig davon, fr welche Instandhaltungsstrategie ein Unternehmen sich auch entscheiden mag, ist in jedem Fall eine Dokumentation der Wartungs- und Instandhaltungsttigkeiten erforderlich. Diesbezglich greifen viele Unternehmen bereits auf Softwarelsungen zurck, welche neben der Dokumentation auch bei der Planung sowie lckenlosen Nachweisfhrung untersttzen.
Der TPM-Manager – die Wartungsmanagement Software von BITE – liefert genau diese Untersttzung.
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