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Pressemitteilung

Insolvenzen in Europa, Jahr 2011/12

Zentraleuropäische Länder und Peripherieländer mit unterschiedlicher Entwicklung - Insolvenzen, ein Spiegel der Krise
(PM) Neuss, 07.02.2012 - In den Staaten der EU-15 plus Norwegen und der Schweiz wurden im Jahr 2011 174.917 Unternehmensinsolvenzen gezhlt. Das entspricht einem Zuwachs um 0,3 Prozent gegenber 2010 (174.463 Flle).

Das westeuropische Insolvenzgeschehen ist zweigeteilt. Auf der einen Seite wurden krftige Zuwchse bei den Unternehmensinsolvenzen in den Peripherielndern Griechenland (plus 27,3 Prozent), Spanien (plus 18,7 Prozent), Italien (plus 16,9 Prozent) und Portugal (plus 17,1 Prozent) registriert. Auf der anderen Seite entspannte sich die Insolvenzsituation in den zentraleuropischen Lndern Deutschland (minus 5,8 Prozent), Frankreich (minus 3,0 Prozent), sterreich (minus 7,0 Prozent) und den Niederlanden (minus 2,9 Prozent).

Dabei waren im Verarbeitenden Gewerbe (minus 3,2 Prozent) und im Dienstleistungssektor (minus 1,7 Prozent) rcklufige Insolvenzzahlen gemeldet worden. Im Bausektor (plus 2,2 Prozent) und im Handelsgewerbe (plus 2,4 Prozent) schlug die angespannte wirtschaftliche Lage durch.

Die Zahl der zahlungsunfhigen natrlichen Personen ist in Westeuropa auf rund 373.300 gefallen. Damit wurden 1,5 Prozent weniger Flle gemeldet als im Vorjahr (ca. 379.000 Flle). Den strksten Zuwachs an Privatinsolvenzfllen verzeichneten Frankreich (plus 26,4 Prozent), gefolgt von den Niederlanden (plus 26,0 Prozent) und Finnland (plus 19,7 Prozent).

Angespannte Situation in Osteuropa – mehr Arbeitsplatzverluste durch Insolvenzen

Die Zahl der Firmenzusammenbrche in Osteuropa hat zugenommen; um 6,1 Prozent auf 39.423 Flle (2010: 37.139 Flle). Die grten Zuwchse konnten in Bulgarien (plus 114,3 Prozent; 1.500 Flle), Slowenien (plus 32,4 Prozent; 675 Flle) und Tschechien (plus 21,5 Prozent; 6.753 Flle) verzeichnet werden. Ein deutlicher Rckgang wurde in Lettland (minus 66,8 Prozent; 800 Flle) und Estland (minus 49,2 Prozent; 256 Flle) registriert.

Die Verschrfung der Lage im europischen Insolvenzgeschehen hat sich auf die insolvenzbedingte Arbeitslosigkeit ausgewirkt. So ist die Zahl der drohenden Arbeitsplatzverluste im Jahr 2011 um 7,1 Prozent auf 1,5 Millionen gestiegen (2010: 1,4 Millionen). In Osteuropa drften 230.000 Stellen durch eine Insolvenz gefhrdet sein (2010: 200.000).
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