Pressemitteilung, 28.06.2012 - 11:52 Uhr
Perspektive Mittelstand
Insolvenzen in Deutschland, 1. Halbjahr 2012
Bei den Unternehmensinsolvenzen zeigt sich ein leichter Zuwachs im 1. Halbjahr 2012 gegenüber 2011. Die Privatinsolvenzen dagegen haben ein wenig abgenommen. Noch ist es zu früh von einer Trendwende zu sprechen - ein Warnsignal ist es allerdings.
(PM) Neuss/Düsseldorf, 28.06.2012 - Die Insolvenzzahlen steigen moderat. Im ersten Halbjahr 2012 haben 15.200 Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (15.090 Fälle). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist weiter rückläufig. 50.800 Verbraucher erklärten in den ersten sechs Monaten ihre Zahlungsunfähigkeit (Vorjahreszeitraum: 51.520). Insgesamt ist die Zahl der Insolvenzen von 79.780 auf 78.900 Fälle gesunken.Insolvenzschäden steigen auf 16,2 Mrd. EuroDer volkswirtschaftliche Schaden durch Insolvenzen beläuft sich allein im ersten Halbjahr 2012 auf 16,2 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 10,4 Mrd. Euro). Schätzungsweise 150.000 Arbeitsplätze sind bedroht. Aufgrund der Zunahme der größeren Insolvenzen erhöht sich die Zahl der gefährdeten Stellen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (110.000) um 36,6 Prozent.Händler mit größtem Insolvenzzuwachs Im Bausektor sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 8,9 Prozent auf 2.160 Fälle (Vorjahr: 2.370 Fälle). Im Verarbeitenden Gewerbe wurde ebenfalls ein Rückgang registriert: In den ersten sechs Monaten in 2012 wurden 1.200 betroffene Betriebe gezählt, nachdem es im vergangenen Jahr noch 1.260 Unternehmen waren – ein Minus von 4,8 Prozent. Anders stellt sich die Situation im Handel und im Dienstleistungssektor dar. Die Zahl der insolventen Händler stieg um 7,9 Prozent von 2.910 Fällen im Vorjahr auf aktuell 3.140 Fälle. Im Dienstleistungssektor wurde mit 8.700 Insolvenzfällen eine Zunahme von 1,8 Prozent notiert (Vorjahr: 8.550 Fälle).Die Zahl der Insolvenzen bei größeren Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro ist um 33,3 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr hatten nur 60 Großunternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es schon 80 Insolvenzfälle in dieser Umsatzgrößenklasse.


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