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Ingenieure auf der Fahndungsliste – Deutschen Maschinenbauunternehmen fehlen 7.000 Spezialisten

(PM) , 26.07.2006 - Bonn/Frankfurt am Main – Den deutschen Maschinenbauunternehmen fehlen 7.000 Ingenieure. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) www.vdma.de Anfang Juli bei seinen Mitgliedsunternehmen durchfhrte. Auf der „Fahndungsliste“ stehen insbesondere Spezialisten aus den Bereichen Elektro-, Verfahrens-, Kraftwerks-, Fertigungs-, Bergbau-, Luft- und Raumfahrt-, Strmungs-, Werkstoff- und Kunststofftechnik sowie Wirtschaftsingenieure. „Um unbesetzte Ingenieurkapazitt zu fllen, frdern 40 von 100 Maschinenbauunternehmen gezielt die Weiterbildung von Facharbeitern und Technikern“, erklrte der Hauptgeschftsfhrer des VDMA, Hannes Hesse. „41 Prozent der befragten Unternehmen mssen aufgrund des Ingenieurmangels Unterauftrge an andere Unternehmen vergeben, 39 Prozent beschftigen Leiharbeitskrfte, 18 Prozent lsen das Problem, in dem sie lngere Lieferzeiten vereinbaren und elf Prozent verlagern Ingenieurkapazitt ins Ausland.“ Hauptgrund fr die Nichtbesetzung der offenen Stellen waren bei mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen (70 Prozent) „zu wenig Bewerber“. Als weitere Grnde nannten die Unternehmen mangelnde Fachkenntnisse (39 Prozent), mangelnde Berufserfahrung (29 Prozent) und zu hohe Gehaltsvorstellungen (27 Prozent). Bemngelt wurde auch die „Umzugsscheu" vieler Bewerber. „Die Arbeitsagenturen mssen verstrkt darauf achten, dass die geringe Mobilitt arbeitsloser Ingenieure nicht durch die Zahlung von Arbeitslosengeld untersttzt wird", betonte Hesse. Um Ingenieure in Zukunft nicht am Bedarf vorbei auszubilden, fordern die Maschinenbauunternehmen vor allem eine hhere Praxisorientierung whrend des Studiums sowie die Modernisierung der Forschungseinrichtungen. „Wir stellen aber auch Mngel bei der Wissensvermittlung von Grundlagenfchern fest. Vermisst wird unter anderem auch betriebswirtschaftliches Grundwissen", erklrte Hesse. „Um die Weltmarktfhrung in den Bereichen des Maschinenbaus halten zu knnen, fordern wir die Hochschulpolitiker in Bund und Lndern auf, die Ingenieurwissenschaften deutlich zu strken. Technische Studiengnge mssen attraktiver werden fr Studierende." Dazu gehre auch, dass die Fremdsprachenausbildung verbessert werde. "Die Internationalitt erfordert es, dass sich Ingenieure nicht nur in Englisch, sondern in Zukunft auch in Russisch, Chinesisch oder Spanisch verstndigen knnen", sagte der VDMA Hauptgeschftsfhrer. „Ingenieure knnen immer noch mit hohen Einstiegsgehltern rechnen“, sagte Udo Nadolski, Geschftsfhrer des Dsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de. „Nach Angaben der Vergtungsberatung Personalmarkt liegen sie fr Elektrotechnik-Ingenieure bei durchschnittlich fast 38.000 Euro. Fr Professionals mit sieben bis zehn Jahren Berufserfahrung steigt die Vergtung sogar auf fast 52.000 Euro. Maschinenbau-Ingenieure verdienen mit einem Einstiegsgehalt von 40.000 Euro noch besser. Selbstverstndlich ist der gute Verdienst in dieser Branche an exzellente Fachkenntnisse gekoppelt.“ Diese qualifizierten Arbeitskrfte stnden in Deutschland nicht in ausreichendem Mae zur Verfgung. So planten 30 Prozent der IT-Unternehmen derzeit, Hochschulabsolventen aus dem Ausland einzustellen, um sie in Deutschland einzusetzen. Studium und Ausbildungsberufe sollten mglichst breit angelegt sein. Auch die freiberuflichen Berater drften sich nicht nur auf bestimmte Technologien spezialisieren. Das wre eine Einbahnstrae, weil dann in der Regel die technologiebegleitenden Prozesskenntnisse fehlten. Nadolski fordert eine Art Dreiklang: Ingenieure htten die Bringschuld, ihre teilweise bemngelte „Umzugsscheu“ abzulegen. Doch es sei noch wichtiger, den Praxisbezug der Hochschulausbildung zu verstrken und auch bei der Weiterbildung lterer Ingenieure noch „einen Zahn zuzulegen“.
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