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KWAG - Kanzlei fr Wirtschafts- und Anlagerecht
Pressemitteilung

HCI/MPC DeepSea Oil Explorer – Anlage mit hohem Risiko und Mini-Rendite

Anleger fordern Informationen, Exit-Strategien und Schadensersatz
(PM) Hamburg/Bremen, 07.06.2011 - Als einer der grten geschlossenen Fonds mit einer Laufzeit von 17 Jahren wurde der DeepSea Oil Explorer von der HCI-Gruppe und der MPC-Capital-Gruppe konzipiert. Ziel war und ist die Erstellung einer Plattform zur Erkundung der Frdermglichkeiten von l in der Tiefsee. Durch Verzgerungen bei der Fertigstellung der Plattform gert das Konstrukt der Anlage allerdings ins Wanken: Die Anleger sind verunsichert, verlssliche Informationen fehlen, das Management vertrstet, Ausschttungen werden ausgesetzt.

Der ber ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 680 Millionen US-Dollar verfgende DeepSea Oil Explorer, an dem sich ber HCI/MPC DeepSea Oil Explorer rund 5.800 Anleger beteiligt haben, kommt aus der Kritik nicht heraus. Nachdem infolge von vorher absehbaren Verzgerungen bei der Fertigung und Ablieferung der lerkundungsplattform an den Charterer Petrobras bereits Kosten von rund 100 Millionen US-Dollar fr Strafzahlungen anfallen, sollen die Ausschttungen an die Gesellschafter zunchst fr sieben Jahre ausgesetzt werden. Die Kanzlei fr Wirtschafts- und Anlagerecht KWAG hat einen Experten mit der Prfung der betriebswirtschaftlichen Grundlagen beauftragt – das Ergebnis ist desastrs.

Statt der werbewirksam angepriesenen hohen Ausschttungen stellt sich bei Prfung der Beteiligung heraus, dass von Anfang an keine stattlichen prospektierten Ausschttungen von 9,4 Prozent pro Jahr, sondern bei risikoadquater Betrachtung mit 1,3 Prozent eine Rendite zu erwarten war, die gerade einmal die Hlfte der Inflationsrate erreicht. Ein lohnendes Investment, jedoch nicht fr die Anleger, sondern fr die Initiatoren, HCI und MPC. Diese streichen einschlielich ihrer Tochtergesellschaften immerhin mehr als 53 Millionen US-Dollar ein. „Besorgte Anleger machen sich Gedanken ber eine erfolgreiche Exit-Strategie und stellen sich einmal mehr die Frage, ob sie tatschlich im Prospekt ber die zu erwartenden Risiken aufgeklrt und von ihrem Berater darauf hingewiesen worden sind“, erklrt Tobias Weissenborn, Rechtsanwalt bei KWAG.

„Klare und verstndliche Risikohinweise im Prospekt fehlen. Darin findet sich nur ein Sammelsurium von Risikohinweisen ohne klare Strukturierung, ohne anlegergerechte Risikoidentifikation oder Gewichtung zwischen relevanten und weniger relevanten Risiken“, so Weissenborn. Das Fertigungsstellungsrisiko bei der Plattform, weit ber das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehend, ist nicht seiner immensen Bedeutung fr das Fondsergebnis entsprechend benannt.

Im Prospekt heit es: „Aufgrund der vielfltigen Einflussfaktoren und der langen Laufzeit der Investition ist eine konkrete Prognose ber den wirtschaftlichen Verlauf der Vermgensanlage nicht mglich." Und weiter wird ausgefhrt: „Die nachfolgenden Hochrechnungen geben daher nur einen mglichen Verlauf der Vermgensanlage wieder."

Offensichtlich stellen die Prospektherausgeber ganz bewusst keinen Zusammenhang zwischen erwarteter Rendite und Risiko her. Danach handelt es sich bei diesem Investment statt um eine sichere Anlage nur um eine „Blind-Pool-Situation". Hochrechnungen und hierauf basierende Ausschttungsprognosen suggerieren jedoch realistische, fundierte Erwartungswerte. Dieser prospektierte Verlauf ist allerdings nicht realistisch, da die Erwartungswerte hchstwahrscheinlich nicht erreicht werden.

„Im Ergebnis konnte der Initiator keine Chancen-Risiko-Darstellung abgeben. Fr die Ermittlung der dazu erforderlichen Wahrscheinlichkeiten fehlten ihm sowohl historische Daten als auch subjektiv vorhandene Erfahrungswerte“, schliet Tobias Weissenborn. „Demzufolge sind auch die sich anschlieenden Sensivittsrechnungen im Prospekt reine Makulatur, ebenso wie die Ausschttungsprognosen fr den einzelnen Anleger, die inzwischen offensichtlich nicht mehr zu beschnigen sind.“

Fr verunsicherte, getuschte Anleger besteht die Mglichkeit, den Initiator als auch den Vertrieb des Fonds hierfr haftbar zu machen. Denn erfahrungsgem wurden neben der fehlerhaften Prospektdarstellung auch bei Beratungen im Vertrieb der Anlage handwerkliche Fehler gemacht, die zu Schadensersatzansprchen der Anleger fhren knnen. Exemplarisch sind dabei das fehlerhafte Herausstellen der Sicherheit der Anlage, mangelnde rechtzeitige Prospektbergabe, eine mangelhafte Plausibilittsprfung sowie das Verschweigen von Provisionen zu nennen. KWAG hat inzwischen HCI und MPC aufgefordert, die Vertriebsvereinbarungen vorzulegen.

Aktuelle Urteile und Nachrichten der KWAG auch unter twitter.com/KWAG_Recht und www.KWAG-Recht.de sowie weitere Neuigkeiten unter www.facebook.com/pages/KWAG-Rechtsanwlte/152923241431950. Fondsanleger informieren sich ber Ausstiegsmglichkeiten unter www.xing.com/net/fondsanleger.
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�BER BER KWAG KANZLEI FR WIRTSCHAFTS- UND ANLAGERECHT AHRENS UND GIESCHEN - RECHTSANWLTE IN PARTNERSCHAFT

Die Bremer Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen gründeten 2007 die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft mit Sitz in Bremen und Hamburg. Die ...
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