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Pressemitteilung

Google lenkt im Kartellverfahren gegen die EU ein

Bereits seit einigen Jahren läuft ein Wettbewerbsverfahren der EU gegen Google, bei dem nun dank des Einlenkens von Google ein baldiges Urteil erwartet wird.
(PM) Bremen, 25.02.2014 - In dem Verfahren dreht es sich um die Darstellung von Konkurrenzanzeigen beim hauseigenen Google-Dienst AdWords beziehungsweise AdSense, aber auch bei anderen Diensten, inklusive Google Shopping.

Dreijhrige Odyssee vor dem Ende

Der Streit luft mittlerweile seit drei Jahren. Die EU wirft Google vor, durch seine Gre erheblichen Druck auf andere Teilnehmer identischer Mrkte ausben zu knnen, einfach indem deren Anzeigen und Verweise bei den Suchergebnissen unterdrckt, schlechter gestellt oder gar nicht angezeigt werden. Whrend Google zwar ein eigenstndiges Unternehmen ist, ist die eindeutige Auffassung zur Rechtslage dennoch klar: Google ist schlicht zu gro und gesellschaftlich akzeptiert, als dass es eigenstndige unternehmerische Interessen zum Nachteil verwandter Unternehmen einsetzen kann.

Google hat ein umfassendes Konzept eingereicht (von mehr als 90 Seiten), wie beispielsweise Booking und Trivago besser in die Flug-Suche integriert werden knnen, auch beim Shopping und in der typischen AdWords Spalte sollen Alternativen prsentiert werden. Die Alternativen sollen zwar gekennzeichnet werden, jedoch soll optisch keine Schlechterstellung gegenber integrierten Google-Produkten stattfinden. Angebote von Booking, Expedia oder anderen Hotel/Flug-Suchmaschinen mssten damit ebenso prsent sein, wie auch die eigens von Google integrierte Suchmaschine.

Zustimmung der EU steht noch aus

Whrend Experten zwar davon ausgehen, dass mit dem Konzept eine Einigung erzielt werden knnte, ist das Urteil keinesfalls bereits gefllt. Schon in der Vergangenheit hatte Google mehrmals verschiedene Lsungsanstze und -vorschlge eingereicht, welche durch die Expertenkommission der EU jedoch stets zurckgewiesen wurden. Fr Google ist eine Einigung jedoch wichtig, auch in absehbarer Zeit, denn anderenfalls drohen empfindliche Strafen aufgrund des Verstoes gegen das Wettbewerbsrecht. Nach aktuellem Stand msste Google 5 Milliarden Euro zahlen, sofern keine ausreichenden und gltigen Vorschlge vorgebracht werden knnen.

Ein fester Bestandteil der nderung ist auch eine Vernderung des APIs von AdWords und das gesamte Interface. Plattformbergreifende Anzeigen sollen nach Auffassung der EU transparenter und einfacher zu verwalten sein. Fr Google ergibt sich aus dem Kartellverfahren eine groe Schwierigkeit. Nicht nur mssen Umbauten am gesamten AdWords vollzogen werden, auch mssen Schnittstellen und andere Produkte angepasst werden. Zugleich strkt man Konkurrenten und riskiert empfindliche Bugelder.
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