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KWAG - Kanzlei fr Wirtschafts- und Anlagerecht
Pressemitteilung

Geisterspiel FC St. Pauli – Fans bereiten Schadensersatzklage gegen DFB vor

(PM) Hamburg, 12.04.2011 - Mgliche Sanktionen des DFB gegen den FC St. Pauli wegen des Becherwurfes eines Zuschauers beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 werden ein zivilrechtliches Nachspiel haben. Gemeinsam mit Prof. Dr. Kai-Oliver Knops hat die Hamburger Wirtschaftsrechtskanzlei KWAG eine Schadensersatzklage gegen den DFB vorbereitet – diese wird eingereicht, wenn es bei der angedrohten Sanktion eines „Geisterspiels“ bleibt.

Dazu KWAG Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen: „Als bekennender St. Pauli Fan hat unsere Kanzlei zwei Business-Seats fr die ganze Saison in der Sdkurve des Millerntor-Stadions gemietet. Fr das Spiel gegen Werder Bremen haben wir zustzlich zwei weitere Karten erstanden, da wir einen Stadionbesuch mit Geschftspartnern geplant hatten. Dies wird durch die unangemessenen Sanktionen des DFB nun vereitelt. Wir sehen hierin einen zivilrechtlich zu sanktionierenden Eingriff in unseren eingerichteten und ausgebten Gewerbebetrieb und fordern Schadensersatz vom DFB, sollte es bei dem angedrohten Geisterspiel bleiben.“

Mit der Erstellung der Klage hat KWAG den Hamburger Universittsprofessor Dr. Kai-Oliver Knops beauftragt. Als Inhaber eines Lehrstuhls fr Zivil- und Wirtschaftsrecht und Mitglied des 1. FC Kln kann er objektiv ohne jegliche „fanbedingte emotionale Verstrickung“ und mit der notwendigen Distanz an eine solche Klage herangehen. „Wir haben die juristischen Mglichkeiten mit Prof. Knops errtert und waren uns in der Bewertung einig. Eine solche Klage zu fhren, wird kein Selbstlufer, aber der Erfolg ist auch nicht ausgeschlossen. Selbstverstndlich verurteile auch ich die Vorflle, die zu dem Spielabbruch gefhrt haben. Ein solches Verhalten passt nicht zu den Fans des FC St. Pauli“, so Gieschen. „Allerdings ist die Reaktion des DFB darauf vllig unangemessen und schiet ber das Ziel hinaus. Hier werden tausende enthusiastische aber friedliche Fans fr das Verhalten eines Einzelnen bestraft. Das wollen wir nicht widerstandslos hinnehmen. Als Juristen sind die Gerichtssle unser Spielfeld und wir werden versuchen, dem DFB hier eine empfindliche Niederlage beizubringen“, so der Hamburger Anwalt weiter.

Der FC St. Pauli hat sich der Sportgerichtsbarkeit des DFB unterworfen und wird einen Urteilsspruch akzeptieren mssen. „Uns steht aber der normale Zivilgerichtsweg offen und wir werden dort die Sanktionen des DFB auf ihre Angemessenheit hin berprfen lassen. Sollte das Gericht unserer Auffassung folgen, dass die Sanktionen unangemessen sind, dann ist hierin ein vorstzlicher widerrechtlicher Eingriff in unseren geschtzten betrieblichen Bereich zu sehen. Denn der Besuch des Millerntor-Stadions mit Mandanten und Geschftspartnern ist Teil unserer Werbemanahmen. Gerade Spiele wie gegen Werder Bremen oder Bayern Mnchen haben da einen hohen Stellenwert“, erlutert Gieschen.
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Die Bremer Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen gründeten 2007 die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft mit Sitz in Bremen und Hamburg. Die ...
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