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Fraunhofer Institut: 80 Prozent der Arbeitnehmer werden mobile „E-Worker“ - Forscher und Unternehmen konzipieren Arbeitsplatz der Zukunft

(PM) , 16.11.2006 - Von Gunnar Sohn Augsburg/Stuttgart/Dsseldorf, pte - Forscher des Fraunhofer Instituts fr Arbeitswirtschaft und Organisation www.iao.fraunhofer.de beschftigen sich im Rahmen des Projektes „Office 21" mit den Arbeitsablufen und dem Arbeitsplatz des 21. Jahrhunderts. „Bis 2020 werden 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer mobile E-Worker sein", meint Projektleiter Uwe-Ernst Haner. „Was diese Menschen brauchen, ist geeignetes Equipment, um effizient arbeiten zu knnen. Dadurch steigt schlielich auch die Motivation und Produktivitt der Mitarbeiter." Mit dem „Office 21 Showcase" setzten die Wissenschaftler ihre Vorstellung von einem modernen Arbeitsplatz um. Der Arbeitsplatz ist in ein Brosystem eingebunden, in dem die Ressourcen je nach Bedarf verteilt werden. Der Mitarbeiter meldet sich mittels RFID-Karte oder PIN-Code am Platz an und kann ihn so fr die gewnschte Zeit reservieren. Er findet seine bevorzugten Einstellungen sowohl am Computer wie auch am Telefon vor. Dabei werden zwei Probleme gelst, erlutert Haner: „Erstens findet der Angestellte, wenn er einen Broplatz bentigt, immer die besten Voraussetzungen und eine gute Infrastruktur vor. Zweitens wird das Bro auch entsprechend den Erfordernissen ausgelastet." Im Optimalfall gebe es weder Leerlaufzeiten, unbesetzte Arbeitspltze noch Hardware, die nicht genutzt wird. Zentrales Element des „Office 21"-Arbeitsplatzes sind ein drehbarer Tisch und drei Monitore. Der Tisch dient entweder als Arbeitsflche fr eine Person oder er wird gedreht und somit fr ein Team-Meeting Platz geschaffen. "In unseren Studien haben wir herausgefunden, dass die meisten Treffen mit zwei bis vier Teilnehmern ablaufen. Daher haben wir unseren Arbeitsplatz dahingehend optimiert", fhrt Haner aus. Zur Visualisierung der Arbeit dienen die drei Monitore. „Ein Monitor allein bietet sehr wenig Platz, daher haben wir uns entschieden, drei Displays nebeneinander in unseren Arbeitplatz zu integrieren. Somit kann auf einem Schirm der E-Mail-Posteingang angezeigt werden, auf dem zweiten bleibt man mit Arbeitskollegen via Webkonferenz verbunden und auf dem dritten laufen die Programme, mit denen gerade gearbeitet wird." Im Teamwork-Modus knnen zustzliche Notebooks einfach an das System angeschlossen werden. Ein Bildschirm wird dann dem tragbaren Computer zugeordnet, wodurch jeder Meetingteilnehmer einen direkten Blick auf den Bildschirm hat. „Mit Windows Vista und seinen integrierten Teamarbeit-Funktionen knnen auch Dateien auf einfache Weise zwischen den Computern getauscht werden", erlutert Haner. Im Rahmen der Untersuchungen zum Projekt „Office 21" ergrndeten die Wissenschaftler auch Faktoren zur effizienten Gestaltung des Arbeitsprozesses von mobilen Mitarbeitern. Einen bestimmenden Faktor habe dabei die IT-Qualitt, die direkt auf die Arbeitsleistung wirkt, jedoch auch nur wenn Mitarbeiter damit korrekt umgehen knnen, meinen die Studienautoren. „Es reicht drei bis vier Prozent der Personalkosten in die IT umzuleiten, damit hochwertige Hardware anzuschaffen und seine Mitarbeiter zu trainieren. Die Arbeitsleistung kann dadurch deutlich verbessert werden", so Haner. Die Umsetzung von mobilen Unternehmenslsungen steht nach einem Bericht des Handelsblattes in Deutschland allerdings noch am Anfang. Laut IDC setzen erst 17 Prozent der Firmen mobile Lsungen ein, fast 80 Prozent haben sich mit dem Thema noch gar nicht beschftigt. Dabei knnten sie auch Kosten senken. „Mobilitt ist mehr als das Ausstaffieren der Beschftigten mit Smartphone und Laptop. Ein erster Schritt kann der Umstieg auf eine IP-basierte Telefonanlage sein. Damit wachsen Mobil- und Festnetztelefon zusammen“, schreibt das Handelsblatt. Bei der One-Phone-Lsung von Ericsson www.ericsson.com/de beispielsweise seien die Mitarbeiter berall unter einer Nummer verfgbar. "Sie telefonieren dann entweder mit ihrem Mobiltelefon oder ber Softphone, eine auf dem PC installierte Telefonsoftware", erlutert Ralf Srtenich, Sales Development Manager fr Geschftskunden bei Ericsson. Der Server biete nicht nur ortsunabhngige Erreichbarkeit, sondern ermglicht zahlreiche Zusatzfunktionen - beispielsweise ein Presence Management, das Kalenderfunktionen in die Telefonanlage integriert. Damit sei fr jeden sichtbar, ob ein Kollege gerade in einer Besprechung ist oder im Flugzeug sitzt - man brauche nicht vergeblich anzurufen. „Das spart Arbeitszeit und Telefonkosten", so Srtenich. Zudem laufen alle Nachrichten - SMS, Sprache, E-Mail - in einem System zusammen. Ein weiterer Vorteil der serverbasierten Telefonie: „Sie bertrgt Sprachnachrichten wie eine MP3-Datei aufs Handy", so Srtenich. Diese lasse sich auch abhren, wenn man nicht online ist: etwa im Flugzeug.
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