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Pressemitteilung

Zwischen Finanzkrise und heimlicher Steuererhöhung

(PM) , 24.10.2008 - Beratungsunternehmen Ecovis zu aktuellen Steuer- und Wirtschaftsfragen

Berlin, 23 Oktober 2008 – Keine Kreditklemme fr mittelstndische Unternehmen, aber „deutlich hhere Kreditzinsen“ erwartet Dr. Ferdinand Rchardt, Vorstandsmitglied des Beratungsunternehmens Ecovis, als Folge der Finanzkrise. „Vor allem aber mssen sich die Unternehmer nach unseren Beobachtungen auf eine strengere Bonittsprfung einstellen.“ Immer wichtiger wird daher die professionelle Vorbereitung und Begleitung von Kreditgesprchen, die Ecovis seinen Mandanten anbietet. Neben dem Thema Finanzkrise, das letztlich alle Brger betrifft, beschftigt viele Unternehmerfamilien vor allem die Frage, wie die immer noch nicht verabschiedete Erbschaftsteuerreform letztlich ausfallen wird. „Es ist unzumutbar, dass die Unternehmen immer noch im Unklaren gelassen werden und dann in wenigen Wochen bis zum Jahresende weit reichende Entscheidungen treffen mssen“, kritisiert Rchardts Vorstandskollege Wolfgang Grieger. „Immerhin gehen die bisher erzielten Kompromisse zur Verschonungsregelung fr Betriebsvermgen in die richtige Richtung.“ Gespannt sind die Ecovis-Experten, wie das fr Dezember erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pendlerpauschale ausfallen wird. Ein von Ecovis durchgefhrter internationaler Vergleich zeigt ganz unterschiedliche Regelungen, wobei die Kosten fr Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitssttte nur in fnf der untersuchten 26 Lnder voll absetzbar sind. Ein viel schlimmeres Problem fr die meisten deutschen Steuerzahler ist jedoch, so Prof. Dr. Peter Ldemann, Vorstand von Ecovis, „die kalte Progression, bei der sich der Fiskus unter der Hand an der Inflation bereichert“.

Denn Deutschland gehrt zu den Staaten, die in ihrem Steuertarifsystem nicht bercksichtigen, dass Einkommenssteigerungen teilweise oder sogar ganz wieder durch hhere Preise aufgefressen werden. Verschrft wird das Problem zudem durch die progressiv ansteigenden Steuerstze. Dies hat dazu gefhrt, dass der Spitzensteuersatz von derzeit 42 Prozent (wenn man von der „Reichensteuer“ absieht) schon bei einem Einkommen von 52 152 Euro oder dem 1,3-fachen des Durchschnittseinkommens zu zahlen ist. Vor 50 Jahren war der Spitzensteuersatz zwar hher, setzte aber erst beim 21-fachen des Durchschnittseinkommens ein. „Wenn die Entwicklung so weiter geht, kann man sich ausrechnen, wann wir praktisch eine Flat Tax fr jedermann von 42 Prozent haben“, bringt Ldemann das Problem auf den Punkt.

Von 29 untersuchten Lndern nehmen brigens 17 in ihrem Steuertarif Rcksicht auf die Inflation:
•In sieben Lndern, darunter den USA und Frankreich, wird die Teuerung entweder direkt in der Einkommensteuertarif-Formel einbezogen oder es besteht die gesetzliche Verpflichtung, diese regelmig an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten anzupassen.
•In vier Lndern geschah dies in den vergangenen Jahren ohne gesetzlichen Zwang.
•Praktisch keine kalte Progression gibt es in Lndern mit einem Einheitssteuersatz (Flat Tax).

Was dagegen die steuerliche Behandlung der Kosten fr Fahrten zur Arbeitssttte und zurck angeht, schneiden Deutschlands Pendler selbst mit der jetzigen strittigen Regelung besser ab als in vielen anderen Lndern, die Ecovis verglichen hat:
•So haben zum Beispiel die USA und Russland mit sieben weiteren Staaten gemeinsam, dass die Kosten fr Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Privatsache gelten und daher steuerlich berhaupt nicht abzugsfhig sind.
•Nur teilweise absetzbar sind sie in zwlf der untersuchten 26 Lnder. Zum Beispiel kann in Tschechien ein Arbeitgeber die von ihm bernommenen Fahrtkosten seiner Arbeitnehmer als Betriebsausgaben absetzen, sofern die Erstattung im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt ist. Der Arbeitnehmer muss sie aber wie normales Einkommen versteuern. In Grobritannien sind die Fahrtkosten fr den Weg von und zur Arbeit nur dann steuerlich absetzbar, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer temporr an einen anderen Einsatzort entsendet. In der Schweiz sind Fahrtkosten zwar im Prinzip unbegrenzt abzugsfhig. Wird jedoch ein Privatauto benutzt, sind sie nur dann steuerlich absetzbar, wenn die Zeitersparnis gegenber ffentlichen Verkehrsmitteln mehr als eine Stunde pro Tag betrgt.

Vergleichsweise gut fahren Arbeitnehmer in Slowenien, wo sie ein gesetzliches Recht auf Kostenersatz haben, den der Arbeitgeber innerhalb gewisser Grenzen abgabenfrei auszahlen kann. sterreicher knnen fr die Fahrten von und zur Arbeitssttte einen Pauschalbetrag von 291 Euro direkt von der Einkommensteuer abziehen. Wenn die einfache Fahrtstrecke lnger als 20 Kilometer ist, wird ihnen je nach Entfernung eine zustzlicher Abzugsbetrag bis zu 3.372 Euro gewhrt. Mit der jetzigen deutschen Regelung vergleichbar ist die dnische: null Cent je Kilometer fr die ersten 24 Kilometer, 25 Cent zwischen 24 und 100 Kilometern und 12 Cent fr jeden weiteren.

ber Ecovis
Ecovis ist ein Beratungsunternehmen fr den Mittelstand und in Deutschland laut Lnendonk-Liste Nummer Sieben der Wirtschaftsprfer- und Steuerberaterbranche. In den mehr als 120 Bros in Deutschland sowie den ber 40 internationalen Partnerkanzleien arbeiten etwa 2.000 Mitarbeiter. Rund 300 Berufstrger (Wirtschaftsprfer, Steuerberater, Rechtsanwlte), die Gesellschafter- bzw. Partnerstatus haben, stehen den Mandanten, darunter 20.000 gewerbliche Kunden, als persnliche Ansprechpartner zur Verfgung. Gemeinsam mit den Back-Office Beratern und Mitarbeitern ist Ecovis in der Lage, eine persnliche Beratungsleistung auf hchstem Qualittsniveau zu liefern. Weiter untersttzt werden die Mitarbeiter in ihrer tglichen Arbeit durch Qualittsstandards (Checklisten, Arbeitstools und Intranet). Die ECOVIS Akademie AG ist darber hinaus Garant fr eine fundierte Ausbildung und eine kontinuierliche und aktuelle Weiterbildung.

Kontakt Ecovis
Ulf Hausmann
Ernst-Reuter-Platz 10, 10587 Berlin
Tel.: 030 – 310008-54, Fax: 030 – 310008-56
E-Mail: ulf.hausmann@ecovis.com www.ecovis.com
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