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Pressemitteilung

Faszination Waage

(PM) , 27.07.2009 - Vom klassischen Messinstrument zum modernen Verkaufsassistenten - Die erste historische Waage findet sich in gypten

Balingen, 13. Juli 2009 - Er war ein Besessener. Doch ohne ihn wre die Wissenschaftsgeschichte rmer und die Welt htte manches Geheimnis der Natur erst spt begriffen. Als Alexander von Humboldt (1769 - 1859) vor 150 Jahren starb, hatte er sich „Verdienste vor allem um die wissenschaftliche Arbeitsweise erworben.“ So berichtet es die Sddeutsche Zeitung www.sueddeutsche.de und zitiert den Naturforscher in seiner berzeugung, wonach es seine Art sei, „einen und denselben Gegenstand zu verfolgen, bis ich ihn aufgeklrt habe.“ Er sei besessen von exakten Zahlen. In 30 Bnden hat er seine Auswertungen der Expeditionen dokumentiert, wofr er „sich das teuerste Arsenal an Messgerten zulegte, das je ein Mensch besessen hat“, wie Daniel Kehlmann in seinem Buch „Die Vermessung der Welt“ schreibt, darunter „zwei Barometer fr den Luftdruck, ein Hypsometer zur Messung des Wassersiedepunktes, ein Theodolit fr die Landvermessung“.

Neben einem Lngenma und der Uhr gilt fr viele Wissenschaftler bis heute die Waage als eines der wichtigsten Messinstrumente, welches die Menschheit entwickelt hat. Ihre Geschichte ist auch die Geschichte des menschlichen Fortschritts. Dass sie sich in Hans-Joachim Brauns „Die 101 wichtigsten Erfindungen der Weltgeschichte“ findet, berrascht kaum. Sptestens mit dem aufkommenden Warenhandel suchten die Menschen Mglichkeiten, Gewichte und Massen von Waren aller Art zu bestimmen - ob Gold oder Gewrze.

Eine der ltesten heute bekannten Waagen stammt aus dem gypten des 5. vorchristlichen Jahrtausends. Es handelt sich um eine einfache Form der Balkenwaage. Diese Waage wurde mit einem Seil in der Mitte beispielsweise an einem Baum befestigt. An den Enden befanden sich die Waagschalen. Wie so oft waren es die Rmer, die Vorhandenes besser machten und der technischen Entwicklung entscheidende Impulse gaben, die Genauigkeit der damaligen Waagen verbesserten. Beispielsweise konstruierten sie die heute noch bekannte ungleichschenkelige Waage, sie ist auch bekannt als „Rmische Schnellwaage“. Dabei befinden sich auf der einen Seite ein verschiebbares Gewicht und Strichmarkierungen, die das genaue Gewicht anzeigen, auf der anderen ein Haken zum Aufhngen des Wgegutes.

In der Renaissance, als die Geldwirtschaft allmhlich an Bedeutung gewann, entstanden die ersten Mnzwaagen. Bei ihnen kam es bereits auf grere Genauigkeit an. Auch Leonardo da Vinci gehrte zu den universal Gebildeten, die sich mit dem Problem der Gewichtsbestimmung befassten. Seinem Erfindergeist ist unter anderem die Neigungswaage zu verdanken, deren Prinzip sich in den Zeigerwaagen, die noch heute auf Wochenmrkten anzutreffen sind, manifestiert. Dabei wird von einem beweglichen Zeiger auf einer Skala das Gewicht, also physikalisch die Masse, „angezeigt“. 1679 erfand der Franzose Gilles Personne de Roberval die Tafelwaage, eine Art Balkenwaage. Allerdings wurden die hngenden Waagschalen durch Tafeln (Plattformen) ersetzt, die wiederum auf einem Waagebalken angebracht sind, der sich unterhalb der Tafeln befindet. Wie bei der Tafelwaage erfolgt ein direkter Vergleich des Wgegutes mit einem bekannten Vergleichsgewicht – einem Gewichtsstein, der geeicht ist. Das „Eichen“ stellt einen gesetzlich vorgeschriebene Referenz, einen Bezug zu einem Masystem dar. So gilt in weiten Teilen der Welt das Gramm (g) und, davon abgeleitet, das Kilogramm (kg) als die anerkannte Messgre, wenn es um das Gewicht geht. In vielen englischsprachigen Lndern ist fr die Gewichtsmessung noch das englische Masystem, das Pound (lb), vorherrschend.

Durch optische Gerte und Beleuchtung lieen sich die ermittelten Werte im Lauf des 18. Jahrhunderts besser und prziser ablesen. Und die hochempfindliche Mechanik wurde immer fter durch Gehuse vor ueren Einflssen geschtzt.

Zu den Keimzellen des deutschen Waagenbaus gehrt die schwbische Alb. Balingen, zwischen Tbingen und Villingen-Schwenningen gelegen, ist seit dem 18. Jahrhundert die deutsche Stadt des Waagenbaus und Stammsitz des Wgetechnik-Spezialisten Bizerba www.bizerba.de. Hier war der Pfarrer, Konstrukteur und Erfinder Philipp Matthus Hahn (1739 - 1790) zu Hause. Sein „Bruder David baute als erster im Balinger Stadtteil Ostdorf die von Philipp Matthus um 1760 erfundene ‚Wand-Neigungswaage’“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung www.faz.net. ber hundert Jahre spter, nmlich 1866, grndete der Schlosser Andreas Bizer im damaligen Oberamt Balingen eine Waagenbauwerksttte, die er 1868 nach Balingen verlegte und 1906 an seinen Schwiegersohn Wilhelm Kraut verkaufte, der damals schon in Balingen sein Elektrogeschft betrieb. Mit acht Mitarbeitern wurden zunchst vorwiegend Tafel- und Laufgewichtswaagen hergestellt und zum groen Teil in die Schweiz verkauft. Wilhelm Kraut machte aus der Waagenbauwerkstatt ein innovatives Unternehmen, das magebliche Meilensteine der Wgetechnik entwickelt und produziert hat. In der Moderne des 20. Jahrhunderts angekommen, verkrzten sich wie in vielen Industriezweigen die Innovationszyklen, und in Deutschland wurde Bizerba zum Schrittmacher der Wgetechnik-Entwicklung. Ende der 30er Jahre entstanden die ersten elektronischen Modelle, die den Weg bereiteten fr die heutigen digitalen Waagen. 1924 feierte man bei Bizerba die Entwicklung der ersten Neigungsschaltgewichtswaage der Welt, 1927 die erste mechanische Ladenwaage mit Bondruck, 1932 die Entwicklung des ersten Zahlendruckwerks fr Industrie-Waagen. Die erste elektronische Ladenwaage fertigte Bizerba 1965 und lutete damit endgltig den Siegeszug der elektronischen Waagen ein. 1969 baute Bizerba im Ruhrgebiet eine mechanische 600-Tonnen Gleiswaage, seinerzeit die grte Waage der Welt.

Mit dem Wirtschaftswunder wurden nicht nur in Deutschland die Waagen schneller, zuverlssiger, einfacher in der Bedienung. In den 80er Jahren konnte der Weg von der mechanischen zur elektronischen Waage erfolgreich abgeschlossen werden. Bizerba brachte die erste Selbstbedienungswaage auf den Markt. Mit dieser innovativen Neuheit aus Waage und Etikettendrucker konnte eine neue Form des Selbstbedienungsverkaufs Fu fassen. Die Selbstbedienung auch bei Obst und Gemse erreichte dadurch eine neue Qualitt.

Kontinuierlich entwickelten die Bizerba-Spezialisten auch neue Lsungen fr Industrie und Logistik. berall dort, wo heute bestimmte Gewichtsmengen geprft werden mssen, sind meist auch Bizerbawaagensysteme zu finden: von riesigen LKW Waagen – die die gesamte Tonnage bestimmen bis zu filigranen hochauflsenden Przisionswaagen fr Chemische oder Pharmazeutische Labore. So genannte Kontrollwaagen sind in der Produktion von Gtern zu finden – sie berprfen kontinuierlich und voll automatisch, ob die industriell abgefllten Produkte immer das gleiche festgelegte Gewicht besitzen. So garantieren sie, dass zum Beispiel der Schokoriegel immer gleich schwer ist.
Unverzichtbar sind softwaregesttzte Waagensysteme auch in der Logistik. Sie werden meist in Kombination mit Scannern, Druckern und Etikettiergerten verwendet. ber diese Systeme wird eine manuelle oder vollautomatische Komplettabwicklung im Versandgeschft, vom Brief bis zur Palette mglich. So finden nicht nur persnliche Briefe, sondern auch ganze LKW- oder Containerladungen ihren mitunter weiten Weg durch die Welt und erreichen ihr Ziel przise und in krzester Zeit. Was diese Waagen mit modernen Ladenwaagensystemen verbindet, ist unter anderem die intuitive Benutzerfhrung der Bedienfelder.
Im Jahr 2000 nmlich brachte der Weltmarktfhrer mit der Entwicklung seiner CE Class E-World den PC und auch erstmals Touchbildschirme in die Ladengeschfte, die heute kaum mehr wegzudenken sind. Die neuesten Geschftswaagen „sind die wiegenden und druckenden Endstationen der Computernetze, wie man sie aus dem Supermarkt am Gemsestand oder an der Scanner-Kasse kennt. Die jngste Generation verlangt nicht einmal mehr einen Tastendruck, sondern kann dank optischer Bildverarbeitung pfel und Birnen selbst unterscheiden. Und wenn es gilt, Tomaten mit und ohne Stiel vom Strauch zu unterscheiden, dann fragt so eine Waage eben beim Kunden mit knapper Menauswahl zurck“, so die FAZ.

Kaufimpulse lenken, aktiv Mehrumsatz erzielen, fortschrittlichste Technologien in modernstem Design, Hard- und Softwarelsungen fr den Handel der nchsten Generation, und das alles aus einer Hand - das sind die Attribute, mit denen Wgetechnik in modernen Kassenwaagen-Systemen heute punktet. Die Waage wird dabei zum multifunktionalen Verkaufsassistenten. „Unser Ziel ist es, heute schon zu wissen, was der Kunde morgen wnscht. Kunden setzen mittlerweile immer strker auf Authentizitt und Wohlfhlwelten“, sagt Claudia Gross, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Bizerba. Daher sei es wichtig, Vertrauen zu schaffen und ihnen auch technisch jede nur erdenkliche Untersttzung mit Mehrwert in den neuen Einkaufswelten zu bieten. So kann man sich nicht nur ber die Waagensysteme mit Hinweisen zu Lagerung und Zusammensetzung sowie mit Informationen ber die Herkunft der Produkte versorgen, sondern bekommt beim Einkauf auch gleich ganze Rezeptideen und zugehrige Einkaufslisten geliefert.

ber Bizerba:

Bizerba ist ein weltweit operierendes, in vielen Bereichen marktfhrendes Technologieunternehmen fr professionelle Systemlsungen der Wge-, Etikettier-, Informations- und Food-Servicetechnik in den Segmenten Retail, Food-Industrie, produzierendes Gewerbe und Logistik. Branchenspezifische Hard- und Software, leistungsstarke netzwerkfhige Managementsysteme sowie ein breites Angebot an Labels, Consumables und Business Services sorgen fr die transparente Steuerung integrierter Geschftsprozesse und die hohe Verfgbarkeit der Bizerba-spezifischen Leistungsmerkmale.

Mit ber 3.100 Mitarbeitern, Beteiligungen an insgesamt 29 Gesellschaften in 20 Lndern und 60 Lndervertretungen weltweit setzte die Bizerba GmbH & Co. KG 2007 im Konzern 430 Mio. Euro um. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Balingen; weitere Fertigungssttten befinden sich in Mekirch, Bochum, Wien (sterreich), Pfffikon (Schweiz), Mailand (Italien), Shanghai (China), Mumbay (Indien), Forest Hill (USA) und San Louis Potosi (Mexiko).

Fr Rckfragen:

Bizerba GmbH & Co. KG
Claudia Gross
Leiterin Unternehmenskommunikation
Wilhelm-Kraut-Strae 64
D-72336 Balingen
Telefon +49 7433 12-33 00
Telefax +49 7433 12-5 33 00
E-Mail: claudia.gross@bizerba.com
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