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„Fake News“ – das (Un-)Wort 2017

Warum Fake News jetzt schon das Unwort des Jahres 2017 sein könnte
(PM) St.Gallen, 19.01.2018 - „2017 scheint ohne Weiteres das Jahr der „Fake News“ gewesen zu sein. Groen Ruhm und den ultimativen Bekanntheitsgrad in aller Welt hat das Wort durch US-Prsident Donald Trump bekommen, der dieses Wort inflationr gebraucht“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. Seither wurde ausfhrlich ber das Phnomen der „Fake News“ debattiert, mal seriser und wissenschaftlicher, mal spaiger und polemischer. Doch wie viele „Fake News“, zu Deutsch Falschmeldungen, die im Kern irrefhrend sein sollen, gab es denn nun 2017 wirklich? „Auch in Deutschland wurde der Begriff anlsslich der Bundestagswahl hei diskutiert. Politiker, Journalisten und Kommunikationsexperten haben sich dabei gefragt, in wie weit Fake News eine deutsche Wahl beeinflussen knnen“, erklrt Michael Oehme weiter.

Die ARD als ffentlich-rechtliches Medium rief die Website faktenfinder.tagesschau.de ins Leben, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Schon in den ersten Wochen gab es Gerchte ber Mobiltelefone, die angeblich von IS-Terroristen abgehrt werden oder auch eine potentielle Verschwrung der Gromchte beim Giftgasangriff in Syrien oder den Machtkmpfen ins Venezuela. „Besonders prgend war die Meldung im vergangenen Jahr, ein Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sei von einer antifaschistischen Gruppe verbt worden. Ein geflschtes Bekennerschreiben gab dieser Fake News also den ntigen Nhrboden“, erklrt der Kommunikationsexperte Oehme. Doch um zurck zu Donald Trump zu kommen: Er benutzt den Begriff unterdessen lieber als politische Kampfansage gegen die Leitmedien des Landes wie CNN.

„Interessant ist, dass Trump sich von etablierten Medien abwendet und seine politischen Botschaften lieber ber soziale Netzwerke, mit Vorliebe Twitter, verkndet“, so Oehme. „Besonders prekr war sein Post im Februar, es htten einen von Muslimen ausgebten gewaltttigen Abend in Schweden gegeben. Der Tweet ging innerhalb von Stunden viral und die halbe Welt machte sich darber lustig“. Fr weitere Fake News sorgten der G20 Gipfel, der jetzt schon als „Gipfel der Gerchte“ bezeichnet wird sowie der Wahlkampf zwischen Schulz und Merkel, wo sowohl mit vllig falschen und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten gearbeitet wurde, als auch mit geflschten Fotos.

„Fakt ist, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass es vor allem in unberschaubaren Situationen zu Fake News kommen kann. Sie sind ein Mittel zum Zweck in politischen Auseinandersetzungen und fordern Medien und ffentlichkeit heraus. Fake News sind zwar kein neues Phnomen, haben aber durch die Macht sozialer Medien und populistischen Strmungen einen enormen Aufschwung erlebt. Jedem Nutzer kann ich nur mit auf den Weg geben, Quellen genau zu prfen, um sich vor Manipulation zu schtzen“, sagt Michael Oehme abschlieend. Schlussendlich ist „Alternative Fakts“ zum Unwort des Jahres gekrt worden – ein Wort mit einer Bedeutung, die in eine hnliche Richtung tendiert.
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Michael Oehme, Dipl. Betriebswirt (FH) hat sich nach Führungsfunktionen im öffentlichen Dienst und bei einem Bertelsmann-Unternehmen 1996 als Werbe- und Kommunikationsberater (Spezialisierung Finanzsektor) selbständig gemacht. Er war ...
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