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Pressemitteilung

Bauchweh durch Muttermilch?

(PM) , 18.08.2008 - (fet) - Muttermilch ist nach wie vor die beste Ernhrung fr Neugeborene. Doch nicht jeder Sugling scheint diese Urkost problemlos zu vertragen, denn die so genannten Drei-Monats-Koliken machen auch vor Stillkindern keinen Halt.

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, ist die Freude oft gro. Doch schon bald plagen viele frischgebackene Eltern erste Probleme. Auch wenn Muttermilch noch immer die beste Kost fr die Neuankmmlinge ist, leiden gestillte Babys hufig unter schmerzbringenden Verdauungsstrungen. Von Reflux, Blhungen, Verstopfungen und Durchfall sind die Kleinen stark gebeutelt, so dass ihnen als Ausweg nur die erleichternde Schreiattacke bleibt. Nicht selten suchen Mtter den Fehler bei sich sowie ihrem eigenen Ess- und Trinkverhalten. Ernhrungsratschlge zielen darauf ab, dass stillende Mtter auf die Lebensmittel verzichten sollten, die bei ihnen selbst Verdauungsprobleme auslsen. Doch ein Darm, der sich in den vorgeburtlichen Monaten auf ein Minimum zusammenziehen musste, braucht seine Zeit, um sich wieder an das ursprngliche Platzangebot zu gewhnen. Somit kann nahezu jedes Lebensmittel Blhungen auslsen und ein Verzicht auf Essen bewirkt keine Besserung, sondern begrenzt mitunter sogar die Milchproduktion.

Weniger als eine Reaktion auf blhende Substanzen in der Muttermilch kmpfen Neugeborene eher mit sich selbst und ihrer Ankunft auf der Welt. Im Mutterleib kontinuierlich durch das nhrstoffreiche Blut ber die Plazenta versorgt, ernhren sie sich ohne Unterlass. Frisch auf der Welt angekommen, mssen sie auf einen Verdauungsapparat zugreifen, der bislang nur in den Genuss von Fruchtwasser gekommen ist. Dieser stellt sich nur langsam auf ein mit allen lebenswichtigen Nhrstoffen versehenen Milchcocktail ein. Auch eine ausgeprgte Darmflora, um die Nahrung aufzuschlieen, fehlt den Kleinsten. Hinzu kommt, dass Atmung und Nahrungsaufnahme im stndigen Wechsel ablaufen. Das bringt zustzlich Luft in den Magen-Darm-Trakt ein und verstrkt so blhende Effekte.

Kurzum, nicht die Muttermilch ist schuld am Bauchweh, sondern die vllig normale frhkindliche physiologische Entwicklung. Whrend manche Mtter die Blhungen durch den Verzicht auf kohlensurehaltige Getrnke, Hlsenfrchte, Zwiebeln und Kohl in den Griff bekommen, bleibt anderen nur die Gabe von homopathischen oder anthroposophischen Medikationen sowie Tropfen, die dem Verdauungssystem Ruhe verschaffen.

Redaktion: Doreen Nothmann
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