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Expatriates - Internationales Arbeiten hat viele Grenzen

(PM) , 07.08.2008 - Bonn, 7. August 2008 - Das Arbeiten am gleichen Ort wird zur Ausnahme. Eine wachsende Zahl von Unternehmen agiert ber Lndergrenzen hinweg und stellt sich dem internationalen Wettbewerb. Inlndische Mitarbeiter kommen als Expatriates immer hufiger bei auslndischen Kunden, Tochter-, oder Partnerunternehmen zum Einsatz. Dieses Modell bietet fr Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaen Vorteile. Whrend Firmen ihre Marktchancen grenzberschreitend nutzen knnen, dient eine Entsendung qualifizierten Krften oft als Karrieresprung.

Der internationale Einsatz von Mitarbeitern stellt Unternehmen vor spezielle Herausforderungen. Werden nicht eine Vielzahl von internationalen Bestimmungen bercksichtigt, knnen unerwartete Nachwirkungen drohen. Vor einer Entsendung sind meist zahlreiche Regelungen im Arbeits-, Sozialversicherungs- und vor allem Steuerrecht zu prfen und ihre lnderbergreifende Wirkung zu klren. Gerade steuerliche Aspekte knnen zu einem rgernis und auch Streitpunkt werden. Schlielich bestehen nicht mit allen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen, welche die Steuerzustndigkeiten eindeutig regeln. Dies kann leicht zu hohen Mehrfach- oder Nachbelastungen fhren. Eine ordnungsgeme Besteuerung im Gastland schtzt nicht automatisch vor dem Zugriff des deutschen Fiskus. Viele Doppelbesteuerungsabkommen enthalten Rckfallklauseln, die so genannte „weie Einknfte“ verhindern sollen. Bei einer Nichtbesteuerung im Ausland fllt dann das Besteuerungsrecht wieder zurck an die Bundesrepublik.

In der Praxis ist nicht immer klar, ob das entsendende oder das aufnehmende Unternehmen steuerrechtlich als Arbeitgeber gilt. Dies ist nicht zwingend der zivilrechtliche Arbeitgeber. Mageblich ist die Interessenlage zwischen den Unternehmen, die im Einzelfall zu bewerten ist. „International ttige Firmen laufen leicht Gefahr, dass sie steuerrechtlich weit mehr Mitarbeiter haben als sie glauben“, warnt DHPG-Steuerberaterin Wilma Ehlert, die im Rahmen des weltweiten Experten-Netzwerkes NEXIA viele Arbeitnehmerentsendungen vorbereitet und begleitet. „Eine besondere Vorsicht ist bei Konzernstrukturen geboten.“

Auch die Aufnahme von auslndischen Arbeitskrften erfordert ein erhhtes Augenmerk. Sind Auslnder ber einen lngeren Zeitraum fr ein inlndisches Unternehmen ttig, wird der Mitarbeiterstatus unter Umstnden neu bewertet. Schnell wird der Betrieb steuerrechtlich zum wirtschaftlichen Arbeitgeber eines auslndischen Mitarbeiters. Lohnsteuerauenprfer sehen vor allem bei Nettolohnvereinbarungen genau hin. Die mgliche Folge: Das Unternehmen wird gegebenenfalls rckwirkend zum Lohnsteuerabzug verpflichtet.

Die Zahl der Expatriates wird im Zuge der Globalisierung weiter zunehmen. Unternehmen sind gut beraten, die Entsendung und Aufnahme von Expatriates vorausschauend zu planen. „So schtzen sich Arbeitgeber vor hohen finanziellen Nachforderungen, erfllen ihre Frsorgepflicht und schaffen die Grundlage fr langfristige Beschftigungsverhltnisse“, betont DHPG-Expertin Wilma Ehlert.

Arbeitnehmer richtig entsenden
Wenn Firmen Mitarbeiter grenzberschreitend einsetzen, ist erhhte Vorsicht geboten. Neben arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen sind vor allem steuerliche Fallstricke zu beachten. Die DHPG-Berater empfehlen im Interesse von Arbeitgebern und Mitarbeitern ein planvolles und systematisches Vorgehen:

1. Voraussetzungen prfen: Internationale Steuerregelungen geraten leicht in Konflikt. Trotz Doppelbesteuerungsabkommen ist Vorsicht geboten – etwa bei wiederholten Kurzeinstzen. Bei Auslandsaufenthalten von ber 183 Tagen pro Jahr, kann es zu einer echten Doppelbesteuerung durch Lohnsteuerabzug im Inland und Besteuerung im Ausland kommen. Deshalb: In der Lohnbuchhaltung vorausschauend handeln, um hohe Ausgleichsforderungen des Arbeitnehmers zu vermeiden.

2. Beschftigungsstatus klren: International ist oft unklar, welches Unternehmen steuerrechtlich als Arbeitgeber gilt und das Gehalt des Mitarbeiters zu tragen hat. Mageblich ist das berwiegende Interesse, das nicht zwangslufig auf Seiten der aufnehmenden Firma liegt. Zudem resultieren aus der Art der Kostenweiterbelastung bisweilen ganz unterschiedliche Dokumentationspflichten. Firmen laufen schnell Gefahr, dass Gehlter in Folge einer Betriebsprfung nicht mehr als Ausgabe im Inland absetzbar sind. Eine nachtrgliche Belastung an die Auslandsgesellschaft scheitert oft am auslndischen Steuerrecht. Lsung: Firmen sollten vor einer Entsendung die Vertragszwecke und alle daraus resultierenden Dokumentationspflichten sorgfltig prfen.

3. Entwicklungen verfolgen: Die internationalen Rahmenbedingungen knnen sich sprunghaft ndern. Durch das komplexe Zusammenspiel von steuerlichen, arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen knnen sich weit reichende Konsequenzen ergeben. Tipp: Firmen sollten sich kontinuierlich informieren, um auslndische Anforderungen zu bercksichtigen und mit den Bestimmungen des Heimatlandes in Einklang zu bringen. Wer ortskundige Experten zu Rate zieht, geht auf Nummer sicher.

ber DHPG:
Die DHPG Dr. Harzem & Partner KG gehrt zu den 15 grten Wirtschaftsprfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Zudem ist sie aktives Mitglied im Netzwerk NEXIA International. NEXIA zhlt mit ber 15.000 Mitarbeitern in rund 100 Lndern und 620 Bros zu den grten Beratungsunternehmen weltweit. Die DHPG erarbeitet individuelle Lsungen fr komplexe Fragen im Steuer-, Rechnungs- und Prfungswesen.

Kontakt:
DHPG Dr. Harzem & Partner KG
Godesberger Allee 125-127, 53175 Bonn
Tel: 0228.81000-0, Fax: 0228.81000-20
info@dhpg.de, www.dhpg.de

Pressekontakt:
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Tel: 0221.356860-0, Fax: 0221.356860-55
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