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Eurobike 2008: Neue Halle – neue Aussteller

(PM) , 02.09.2008 - Auf der Eurobike-Messe in Friedrichshafen herrscht seit Jahren Platzmangel. 2008 soll eine neue Halle Abhilfe leisten, 2009 folgt eine weitere Halle... endlich finden neue Aussteller Platz. Der pressedienst-fahrrad stellt drei vor, die die vitale Eurobike nochmals attraktiver machen.

[pd-f] Mit einer neuerlichen Erweiterung des Messegelndes sind Platzprobleme pass, und eine reine Sportrad-Veranstaltung ist die Eurobike inzwischen auch nicht mehr.

Kinder statt Carbon!

So ist 2008 erstmals der Wlfrather Kinderrad-Spezialist Puky (www.puky.de) mit von der Partie, dessen Spielrder und Laufmaschinen in frhlichen Farben noch vor zwei, drei Jahren exotische Farbkleckse zwischen den schwarzen Carbon-Boliden gewesen wren. Dass man irgendwie fehl am Platz sein knnte, befrchtet man in Wlfrath keineswegs, eher im Gegenteil: „Die Eurobike hat sich von der Szene-Show zur Leitmesse der Branche entwickelt. Bisher war das Kinderfahrzeug-Segment unterreprsentiert, deshalb musste Puky dorthin“, erklrt Puky-Geschftsfhrer Ralf Puslat. Schlielich sei es fr die Hndler wichtig, nicht nur sportliche Rder, sondern auch das Kinder-Segment begutachten zu knnen. Und auch den Export in die sdlich des Bodensees gelegenen Staaten hat der Manager im Auge: „Wir erwarten mehr und intensivere Exportkontakte mit sterreich und der Schweiz“, so Puslat.

brigens passen die neuen Modelle des Kinderrad-Spezialherstellers durchaus zum sportlichen Image der Eurobike. Mit dem „ZMX 18 Alu“ prsentiert Puky ein Kinderspielfahrrad in cooler Dirtbike-Optik, das dennoch ber sichere und sinnvolle Details wie den geschlossenen Kettenkasten, einen Gepcktrger und eine Nabenschaltung verfgt.

Vom Kollektiv zum Teil der Szene

In einem anderen Winkel der Fahrradwelt – genauer gesagt im thringischen Nordhausen – ist man einfach nur froh darber, dabei sein zu drfen. Dort wurde 2007 die Fahrradfirma Bike Systems von einem Investor bernommen und „abgewickelt“. Die 130 Mitarbeiter erhielten die Kndigung, doch so leicht lieen sich die Fahrradbauer nicht loswerden: Sie besetzten kurzerhand ihr Werk und fertigten „Strike Bikes“, Streikrder, um auf ihre gute Arbeitsleistung hinzuweisen. Inzwischen ist aus dem Protest-Projekt eine GmbH geworden, deren 21 Mitarbeiter das qualitativ hochwertige und mit 299 Euro sehr gnstige „Volksrad“ fertigen. Und natrlich haben die Fahrradwerker ein Interesse daran, nicht nur in den Regionalzeitungen, sondern auch in der Fahrradbranche auf sich aufmerksam zu machen. „Mit so einer Meldung den Arbeitstag zu beginnen, macht richtig Spa“, freut sich Andre Kregel von der Strike Bike GmbH (www.strike-bike-gmbh.de.tl) ber sein Eckchen auf der groen Messe. „Mit unserem kleinen, aber feinen Drei-mal-drei-Meter-Stand sind wir gut gerstet, um unsere neuen Modelle und natrlich einen Teil unserer Geschichte zu zeigen.“

Carbon auf Ma und mit Geschichte

(Radsport-) Geschichte satt knnte Ben Serotta prsentieren: Als junger Mann ging der US-Brger in den 70er Jahren nach Europa, um das Handwerk des Rahmenbauers zu erlernen. Und auf seinen Rdern mischte das amerikanische 7-Eleven-Profiteam Mitte der 80er den Giro d’Italia auf. Seine hochfeinen Marahmen aus Titan, Carbon und Stahl sind legendr, haben sich in den letzten Jahren jedoch auf unseren Straen rar gemacht. Doch seit der Gttinger Frank Stefan Kimmel vor rund einem Jahr den Deutschland-Vertrieb von Serotta (www.serotta.de) bernommen hat, luft es wieder rund – so rund, dass die US-Marke auf der Eurobike 2008 mit einem eigenen Stand vertreten sein wird. „Das strkt die Bedeutung der kleineren Hersteller, die nicht Masse, sondern Exklusivitt und hchste Qualitt anbieten“, freut sich Frank Stefan Kimmel.

Vor Ort wird Ergonomie-Experte Kimmel die Messebesucher von der groen Strke seiner Marke berzeugen knnen, der exakten Vermessung des Kunden unter Bercksichtigung zahlreicher Parameter. Wer einen Serotta-Rahmen ordert, kommt zuerst einmal in den Genuss einer Beweglichkeits-Analyse, bevor er auf dem patentierten „Size Cycle“ peinlich genau vermessen wird. „Radsportler investieren Unsummen in aerodynamisches Zubehr, um dem Wind ein Schnippchen zu schlagen“, erklrt Firmengrnder Ben Serotta. „Sitzt der Fahrer jedoch nicht optimal auf dem Rad, dann ist das verschwendetes Geld.“

Wer sich den (zugegebenermaen ausgesprochen hochpreisigen) Carbon-Zeitfahrrahmen „MeiVici AE“ auf den Leib schneidern lsst, kann sicher sein, in der optimalen Sitzposition unterwegs zu sein – und darber hinaus den ersten wirklich komplett auf Ma gebauten Vollcarbon-Rahmen zu besitzen. „Der neue Zeitfahrrahmen wird im In-Mould-Verfahren in einer Vielzahl von Arbeitsschritten hergestellt“, erklrt Frank Stefan Kimmel. So knnen wir Rahmensteifigkeit und Fahrverhalten perfekt auf den Sportler abstimmen.“ Der muss sich dann nur noch aus ber einer Million Farb- und Dekorvarianten die richtige aussuchen, bevor das gespannte Warten auf den Wunschrahmen losgeht. Aber da die Eurobike ja das Ende der laufenden Fahrradsaison markiert, kann die erste Ausfahrt dann getrost ins neue Jahr verschoben werden. Ein Jahr, in dem wieder neue Fahrradfirmen auf die Eurobike drngen werden ...
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