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Ergebnisse von Schwarmforschern nicht banalisieren - Naturwissenschaftler modellieren Softwaresysteme auf Grundlage von Ameisenstaaten

(PM) , 24.03.2006 - Toulouse/Berlin, www.ne-na.de - Die Diskussion von Trendforschern und Managementberatern ber Schwarmintelligenz ist zur Zeit sehr populr - es droht nach Einschtzung von Experten allerdings nur eine massentaugliche Banalisierung. Naturwissenschaftler, Logistikdienstleister und Wissensmanager warnen davor, die wissenschaftliche Ernsthaftigkeit durch die blichen Marketingphrasen zu beschdigen. Serise Forscher wie der Biologe Guy Theraulaz arbeiten daran, nach dem Vorbild von Ameisenstaaten und Vogelschwrmen komplexe vernetzte Softwaresysteme zu modellieren. „Die Evolution hat Ameisen darauf getrimmt, noch im grten Chaos einen sinnvollen Weg zu finden“, so Theraulaz, der am Institut fr Kognitionsforschung der Universitt Paul Sabatier in Toulouse www.colloquebioart.org arbeitet. Fr Michael Mller, Geschftsfhrer der auf After Sales-Dienstleistungen spezialisierten a & o-Gruppe www.ao-services.de, sind die wissenschaftlichen Arbeiten von Forschern wie Theraulaz keine Eintagsfliegen, die man trendigen Sprcheklopfern berlassen sollte. „Der franzsische Verhaltensforscher hat wichtige Erkenntnisse fr die Logistikbranche geliefert. Ob in der Biologie oder in Unternehmen, alle logistischen Aufgaben werden von sehr vielen Faktoren beeinflusst“, so Mller. Es sei dabei unmglich, alle Variablen zu berblicken. „In unserer Branche kann man von Ameisen eine Menge ber selbstorganisierende Systeme lernen“, sagt Mller. Whrend das Verhaltensrepertoire einer einzelnen Ameise sehr begrenzt sei, agiere der Staat mit seinen Tausenden von Mitgliedern nach erstaunlich intelligenten Mustern. bertragen auf den Menschen bedeutet das: Individuen flchten aus der gesichtslosen Masse und organisieren sich mittels mobilen und interaktiven Medien neu - eben zu intelligenten Schwrmen. „Aus der selbstorganisierenden Dezentralitt erwachsen wichtige Erkenntnisse fr virtuelle Gemeinschaften innerhalb und auerhalb von Organisationen. Wir mssen den unterschiedlichen Mglichkeiten der Koordination zwischen den Mitgliedern eine grere Aufmerksamkeit schenken“, fordert Martin Grothe, Geschftsfhrer der Complexium GmbH in Berlin www.complexium.de, die sich mit Schwarmintelligenz und Social Network Analysis beschftigt und Anwendungsszenarien fr Unternehmen entwickelt. Virtuelle Gemeinschaften seien Cluster in der vernetzten Gesellschaft. "Sie erzeugen Strukturen in immer feineren Verstelungen. Mit der Methode der Social Network Analysis lassen sich diese Gebilde untersuchen – Muster werden erkannt. Auf dieser Basis mssen wir verstrkt daran arbeiten, den Mitgliedern virtueller Gemeinschaften Werkzeuge in die Hand zu geben und Einblicke zu erschlieen, um ihre Community und ihre eigene Vernetzung besser erkennen zu knnen“, erklrt Grothe. Virtuelle Gemeinschaften wrden gewichtige Orte der Entstehung von neuen Entwicklungen und Trends markieren. „Fr Unternehmen und andere Institutionen wird es immer entscheidender, die Fhigkeit zu entwickeln, solche zunchst noch schwachen Signale zu identifizieren, zu bewerten und zu interpretieren“, so Grothe.
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