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Energiecontrolling - Energieverbrauch im Unternehmen senken

(PM) Bonn, 05.02.2013 - In den kommenden Jahren muss die Wirtschaft mit stetig steigenden Energiekosten rechnen. Um die Wettbewerbsfhigkeit langfristig zu sichern, sind Manahmen zur Energieeffizienz unabdingbar. In kleinen und mittelgroen Unternehmen werden Energieverbrauchsdaten hufig gar nicht gesondert ermittelt, warnt der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC). Doch nur wenn Energieverbrauch und -kosten laufend erfasst und berwacht werden, lassen sich die Kosten gezielt und nachhaltig senken. Nach Erfahrung des BVBC lassen sich bereits durch ein manuelles Energiecontrolling ohne grere Investitionen bis zu 20 Prozent der Energiekosten einsparen.

„Einzelne Energiefallen wie unwirtschaftliche Leuchtmittel oder falsche Heizparameter aufzudecken, reicht nicht aus“, betont Prof. Axel Uhrmacher, Vizeprsident des BVBC. „Unternehmen sollten den gesamten Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten im Blick haben.“ Ein manuelles Energiecontrolling ermglicht auch kleinen Unternehmen den ersten Schritt zum Energiecontrolling. Zunchst werden alle Energieverbruche an zentraler Stelle erfasst, am besten unter Einsatz eines Tabellenkalkulationsprogramms. Es sollten die Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre herangezogen werden, um Schwankungen etwa durch extreme Witterungsbedingungen zu erkennen und gegebenenfalls herausrechnen zu knnen. Anschlieend sind die Verbrauchsdaten fortlaufend zu ergnzen, auf Basis der Abrechnungen der Energieversorger oder durch unterjhriges Ablesen der Zhlerstnde.

Im Rahmen des Energiecontrollings werden die Daten in Relation gesetzt und Energiekennzahlen fr das Unternehmen oder einzelne Produktionssttten errechnet. Die Werte lassen sich mit anderen Zeitrumen, Betrieben oder Produktionsanlagen vergleichen. Wie fr alle Kostenstellen ist fr das Energiecontrolling eine Abweichungs-analyse (Soll-Ist-Vergleich) unerlsslich. Es wird ein Soll-Wert fr den Energieverbrauch ermittelt, der jeweils mit dem tatschlichen Verbrauch verglichen wird. Abweichungen werden schnell sichtbar, so dass die Firmenleitung gezielt gegensteuern kann.

Durch ein systematisches Energiecontrolling knnen Unternehmen Energiekosten exakt einzelnen Verursachern und Produkten zuordnen. Sie gewinnen Klarheit darber, wo der Handlungsbedarf am grten ist, und knnen gezielt sinnvolle Energiesparmanahmen ergreifen. So knnen sie etwa den Energieverbrauch beim Gebudemanagement reduzieren und die Energieeffizienz in der Produktion steigern. Erste Manahmen sind oft schon ohne hohe Investitionen zu realisieren. Mitarbeiter knnen zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Energie angehalten werden. Zudem sollten bestehende Versorgungsvertrge berprft und gegebenenfalls optimiert werden. Unternehmen sollten das Energiecontrolling fest in die betrieblichen Ablufe verankern, empfiehlt BVBC-Vizeprsident Prof. Uhrmacher. So behalten Unternehmen alle Verbrauchskosten im Blick und knnen Investitionsentscheidungen unter dem Aspekt der Energieeffizienz treffen.

Der Gesetzgeber forciert Energiecontrolling in deutschen Unternehmen. Seit 1. Januar 2013 knnen energieintensive Produktionsbetriebe Vergnstigungen bei der Energie- und Stromsteuer (sog. „Spitzenausgleich“) nur noch in Anspruch nehmen, wenn sie ber ein ausgereiftes Energiecontrolling in Form von Energiemanagementsystemen oder -audits verfgen. Auch fr den breiten Mittelstand bietet der Gesetzgeber Anreize. Zeigen Analysen aus dem Energiecontrolling, dass langfristig energetische Sanierungsmanahmen wie Gebudedmmung, Fensteraustausch oder technische Umrstungen ntig sind, knnen Unternehmen auf verschiedene Frdermglichkeiten zurckgreifen. Hierzu bietet etwa die KfW-Mittelstandsbank zinsgnstige Investitionskredite an.
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Über den BVBC: Der BVBC ist die zentrale Interessenvertretung der Bilanzbuchhalter und Controller in Deutschland mit derzeit rund 5.500 Mitgliedern (www.bvbc.de). Der Verband diskutiert auf politischer und wirtschaftlicher Ebene neue ...
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�BER PROF. AXEL UHRMACHER

Prof. Axel Uhrmacher ist Betriebswirt und Fachwirt. Als freiberuflicher Dozent und Berater beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit innovativen Vertriebsstrategien und ihrer praxisgerechten Umsetzung. Seit 2006 ist er Vizepräsident des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC).
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