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„Elefantenhochzeiten“ und ihre Folgen

Wann Fusionen von Krankenkassen zur Gefahr werden
(PM) Leipzig, 17.08.2010 - Die Meinungen bezglich der vermehrten Zusammenschlsse von Krankenkassen gehen weit auseinander. Whrend die einen die sogenannten „Elefantenhochzeiten“ begren, weil dadurch Kosten gespart wrden, befrchten die anderen einen Systemkollaps. Dieser knnte dann nur verhindert werden, wenn die entstandenen Branchenriesen im Fall einer Insolvenz staatliche Untersttzung erhalten wrden. Das Versicherungsportal www.private-krankenversicherung.de berichtet ber die neueste Debatte.

Die frhere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt war der Ansicht, mehr als 30 bis 50 Krankenkassen seien unntig und strapazierten die Finanzen. Seit einigen Monaten schreitet eine solche Entwicklung anscheinend unaufhaltsam voran. In kaum einer Branche gibt es so viele Zusammenschlsse wie im Gesundheitssystem. Dass mit einer drastischen Krzung der Zahl der Krankenkassen und der Entstehung von Branchenriesen aber auch Risiken verbunden sind, ist analog am Beispiel der Banken abzulesen.

Der Chef des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen (www.private-krankenversicherung.de/pkv-ratgeber/innungskrankenkasse/) , Rolf Stuppardt, beobachtet das Geschehen mit groer Besorgnis. Seiner Ansicht nach rcken gesundheitspolitische Ziele bei den Fusionen zu sehr in den Hintergrund und machen politischen Interessen Platz. So sei der Anreiz der Bndnisse lediglich, den Status „too big to die“ zu erlangen und den Staat bei drohender Pleite um Hilfe bitten zu knnen.

In den vergangenen zwei Jahren sank die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen von 221 auf nur noch 163. Die Anzahl der Versicherungsnehmer der groen Kassen erreicht hingegen schwindelerregende Hhen. So versichert die Barmer GEK, der Zusammenschluss der Barmer und der Gmnder Ersatzkasse, inzwischen 8,6 Millionen Deutsche. Die AOK Plus (Sachsen und Thringen) wird 2011 mit der AOK Hessen fusionieren und dann 4,2 Millionen Mitglieder haben.

Weitere Informationen:
news.private-krankenversicherung.de/politik/ausgeduennte-kassenlandschaft-zuviel-macht-fuer-einzelne/336020.html
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