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Einhaltung von BGV A3, VDE-Bestimmungen und VdS-Richtlinien

Unternehmen in Deutschland unterliegen zahlreichen gesetzlichen und normativen Forderungen. Mit Einführung der neuen VdS-Richtlinie 2871 muss die Prüfung der ortsfesten elektrischen Anlagen durch einen VdS-anerkannten Sachverständigen erfolgen!
(PM) Ulm, 08.06.2010 - Die Unfallverhtungsvorschriften (UVV) BGV A3 wurden durch die Berufsgenossenschaften als Trger der gesetzlichen Unfallversicherung erarbeitet und verabschiedet. Die BGV A3, welche erstmalig am 1. April 1979 in Kraft trat, konkretisiert die Prfung ortsfester elektrischer Anlagen sowie ortsvernderlicher elektrischer Betriebsmittel und hat aufgrund eines Artikels im Sozialgesetzbuch VII sogar Gesetzescharakter. So werden der Unternehmer und die Fhrungskraft im Rahmen ihrer Pflichtenbertragung persnlich im Falle eines Unfalls im Zusammenhang mit den elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln haftbar gemacht.

Die VDE-Bestimmungen und die vom Deutschen Institut fr Normung (DIN) herausgegebenen DIN-Normen kommen bei der Errichtung und dem Betrieb elektrischer Anlagen zum Einsatz. Bei den VDE-Bestimmungen handelt es sich um anerkannte Regeln des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE), deren Einhaltung prinzipiell freiwillig ist. Doch wie auch schon bei der BGV A3 kann eine Vernachlssigung oder Nichteinhaltung der VDE-Bestimmungen im Schadensfall zu zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen fhren.

Hinsichtlich der Prfpflicht elektrischer Anlagen durch die Feuerversicherer kommen die VdS-Richtlinien zum Tragen. Die VdS-Richtlinien des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind unter einem streng juristischen Blickwinkel Regelungen einer rein privatrechtlichen Einrichtung, wodurch ihre Einhaltung grundstzlich den Unternehmen freigestellt ist. Jedoch werden bei einem genauen Blick in die Richtlinien Querverweise auf die jeweiligen DIN VDE-Bestimmungen ersichtlich, wodurch die Konsequenzen bei einer Vernachlssigung oder Nichteinhaltung der VdS-Richtlinien mit denen der DIN VDE-Bestimmungen gleichzusetzen sind.

Mit der Einfhrung der neuen VdS-Richtlinie 2871 muss jede Prfung der ortsfesten elektrischen Anlagen durch einen VdS-anerkannten Sachverstndigen erfolgen und muss entsprechend der VdS 2871 durchgefhrt und dokumentiert werden.
Die Prfung der elektrischen Anlagen durch einen VdS-anerkannten Sachverstndigen ist in der Regel Gegenstand des Feuerversicherungsvertrages fr gewerblich genutzte Gebude. Die Voraussetzungen fr die Anerkennung sowie die Pflichten und Aufgaben von VdS-anerkannten Sachverstndigen sind in der Verfahrensrichtlinie „Anerkennung von Sachverstndigen zum Prfen elektrischer Anlagen (VdS 2228)“ eindeutig festgelegt. Diese Verfahrensrichtlinie beinhaltet unter anderem, detaillierte Informationen bezglich der mindestens erforderlichen Messinstrumente, welche ferner auch bei Prfung eingesetzt werden mssen. Darber hinaus liefert sie eindeutige Aussagen, wie die Prfung durchzufhren und die Ergebnisse der Prfung zu dokumentieren sind. Zu den Bestandteilen der Prfung zhlen neben einer Funktionsprfung und Messungen, auch Temperaturmessungen und eine Besichtigung der gesamten elektrischen Anlage.

So unterschiedlich die beschriebenen Richtlinien und Forderungen schon aufgrund ihrer ursprnglichen Ausrichtung auch sein mgen, so haben sie doch eine Gemeinsamkeit – es bedarf in jedem Fall einer Dokumentation der Prfungsergebnisse.
Darber hinaus wird unabhngig davon, um welche Prfung es sich handelt, mittels der regelmigen berprfungen der Anlagen, die Verfgbarkeit der jeweiligen Anlage gesichert und sogar erhht.

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