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Pressemitteilung

Stress macht die Menschen böse

(PM) , 20.06.2008 - Prof. Dr. Gunter Dueck pldiert fr eine neue konomische Vernunft

„Stress macht die Menschen bse“, brachte es Prof. Dr. Gunter Dueck in seinem Vortrag „Abschied vom Homo Oeconomicus“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Management. Idee und Gestalt“ bei der Staufen AG auf den Punkt. Trotz des EM-Viertelfinales mit deutscher Beteiligung waren am 19. Juni insgesamt mehr als 50 interessierte Unternehmer und Fhrungskrfte ins Schloss Kngen gekommen und lernten dort, dass der Stress alle gesellschaftlichen Bereiche beeinflusst. Eben nicht nur die Wirtschaft, sondern beispielsweise auch ein Fuballspiel.

Waren die 50er und 60er Jahre noch eher von Zuversicht und Zufriedenheit geprgt, so haben sich die damaligen Werte heute ins Gegenteil verkehrt. Galt vor 45 Jahren beispielsweise Ehrgeiz als anrchig, wird heute jemand, der nicht ehrgeizig ist, schnell als „Looser“ abgestempelt. Und gibt es einmal Probleme, sucht man nicht lang nach den Ursachen, sondern prsentiert vermeintliche Lsungen. Das gilt fr die Familie ebenso wie fr das Unternehmen. Ob nun das Kind nicht so „funktioniert“ oder der Vertrieb, in beiden Fllen neigt die derzeitige Gesellschaft dazu, Druck auszuben, externe Hilfe in Form von Nachhilfe oder Schulungen anzufordern oder gar rzte oder Psychologen einzuschalten. Das Ergebnis sei Stress, der nicht zur gewnschten Problemlsung fhrt, so Prof. Dr. Gunter Dueck in seinem Vortrag. Fr ihn existiert deswegen der rational handelnde Homo Oeconomicus gar nicht, und auch die wirtschaftlichen Gesetze funktionierten allenfalls phasenweise. Je nachdem, ob Aufbruchsstimmung herrscht und die Wirtschaft im Aufschwung ist, oder ob die Entwicklung eher krisenhaft ist. Er verglich diese Entwicklung mit dem Tierreich: Vermehren sich beispielsweise Hasen in fetten Jahren, so steigt kurz darauf auch die Fuchspopulation rapide an. Sind die Hasen dann mehrheitlich gefressen, beginnt auch das Hauen und Stechen zwischen den Fchsen. Das bedeutet Stress und auch die Fuchspopulation bricht zusammen. Dueck zog hier Parallelen zur realen wirtschaftlichen Entwicklung. So wurden beispielsweise vor dem Jahrtausendwechsel bei seinem Arbeitgeber IBM massenhaft IT-Fachleute und -Berater eingestellt, die dazu beitragen sollten, den Jahrtausend-Crash zu verhindern. Auf seinen Einwand, dass das keinen Sinn mache, weil man fr diese Leute schon im Januar 2000 keine Arbeit mehr htte, bekam er die Antwort, „man msse dieses Geschft doch mitnehmen“. Die tatschliche Entwicklung ist bekannt: Der Jahrtausend-Crash blieb aus, und die gesamte IT-Branche hatte pltzlich personelle berhnge.

Auch fr die Gegenwart erkennt Dueck problematische Entwicklungen. So gelte das alte Gesetzt vom Preis, der Angebot und Nachfrage regelt, lngst nicht mehr. Es tue sich vielmehr eine Schere zwischen vermeintlich hochwertigen und teuren Angeboten und den absoluten Billigangeboten auf. Das gelte nicht nur fr die Wirtschaft, wo auf der einen Seite Luxusanbieter wie Chanel oder Gucci und auf der anderen Seite Discounter wie Aldi oder Billigklamotten von H & M dominierten, sondern auch fr die Gesellschaft. Hartz IV-Empfngern stehen Spitzenleute gegenber, die immer besser werden mssen, um ihre Position auszubauen beziehungsweise fr ein zweistelliges Unternehmenswachstum zu sorgen. Auf der anderen Seite steigt der Druck auf die Preise enorm an, weil die Kaufkraft schwindet, so dass die Gefahr des „Crash“ immer grer wird. Doch Dueck hatte auch eine Lsung parat. Die lautet schlichtweg: „Mehr Gelassenheit!“. Eben nicht auf jeden Zeitgeist setzen und jeden Trend mitmachen, sondern diese Trends kritisch durchleuchten und sich gegebenenfalls auch mal widersetzen. So stellte er sich beispielsweise die Frage, ob man als etablierter und gut verdienender Luxushersteller unbedingt zweistellig wachsen oder als Porsche VW bernehmen muss, wenn es sich in der Nische doch sehr gut leben lsst. Das gilt seiner Meinung nach ebenso fr die „Geiz ist geil“-Mentalitt, die nur dazu fhre, das letzten Endes weitere Arbeitskrfte verloren gehen und die Kaufkraft noch mehr schwindet.

Auf den Fuball bertragen hie das fr ihn, nicht nur auf die Stars wie Ballack & Co. zu schauen, sondern auch den Mittelbau zu erhalten: All die Spieler, die eben nicht ganz oben oder ganz unten stehen, aber dafr sorgen, dass das ganze System funktionieren kann. Die Unternehmer und Fhrungskrfte, die an diesem Abend ins Schloss Kngen gekommen waren, erhielten durch Duecks Thesen viel Stoff zum Nachdenken. Denn so mancher erkannte durchaus Belege fr diese Thesen im eigenen Unternehmen. Und so gab es im Anschluss zum Vortrag so manche angeregte Diskussion – zumindest bis zum Anpfiff des Fuballspiels.

Bildtext:
Prof. Dr. Gunter Dueck bei seinem Vortrag bei der Staufen AG

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