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Die Musik spielt in Fernost - Mittelstand schmiedet Allianzen in China und Indien

(PM) , 18.04.2006 - Dsseldorf - Die deutsche Wirtschaft blickt nach Osten. Allerdings sind schon lange nicht mehr nur die Lnder Mittel- und Osteuropas die Ziele von Mittelstand und groen Industrieunternehmen. Allen voran zwei Staaten, die lange als schlafende Riesen angesehen wurden, finden mittlerweile immer mehr Interesse als Investitions- und Produktionsziele: China und Indien sind lngst ins Visier vieler Wirtschaftszweige geraten, hier spielt die Musik der Zukunft. „Das Leben in China hat sich verndert: Eine junge Elite, marktwirtschaftlich geschult und risikobereit, entdeckt die Tugenden der neuen Wirtschaft: Wohlstand, Individualismus und merkantilen Erfolg.“ So urteilt die Rhein-Zeitung www.rhein-zeitung.de ber das Reich der Mitte und berichtet ber Westerwlder Mittelstndler, fr die der Markt mit 1,3 Milliarden Menschen in den Fokus rckt. Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Fr 2005 verzeichnet man einen Handelsberschuss von 75 Milliarden Euro, die Volksrepublik importierte Waren und Dienstleistungen im Wert von 543 Milliarden und damit 18 Prozent mehr als noch 2004. „China ist ein Land, in dem wir noch nicht vertreten sind“, sagt Klaus Lahr, Vorstand der KBL-Solarien AG www.kbl.de in Dernbach und fgt hinzu: „Die Betonung liegt aber auf ‚noch nicht’.“ Nicht minder attraktiv ist der Markt des indischen Subkontinents. Die Wirtschaftswoche www.wiwo.de widmet dem Zukunftsmarkt Indien in dieser Woche ein zwanzigseitiges Special und berichtet von zahlreichen mittelstndischen Unternehmen, die auf Indien setzen. Die Kennzahlen der indischen Volkswirtschaft lassen viele westliche Unternehmer und Politiker vor Neid erblassen: Indiens Wirtschaft hat nach einem Bericht des Manager Magazins www.manager-magazin.de im Jahr 2004 um 8,5 Prozent zugelegt. Weniger als vier Prozent seien es in keinem der letzten zehn Jahre gewesen. Ein umfangreiches Programm zum Ausbau des Straen-, Schienen und Stromnetzes soll das Land auch in den nchsten Jahren auf Wachstumskurs halten. „Wir haben hier 1989 mit einem Investment von 8000 Mark angefangen, die Familie Kapur mit 20 000 Mark“, erlutert Carsten Kuhlgatz den Start seines Unternehmens mit einem indischen Partner in Navi Mumbai, einer Satellitenstadt des ehemaligen Bombay. Er ist Geschftsfhrer der Dsseldorfer Httenes Albertus Gruppe www.huettenes-albertus.com und betreibt mit indischen Partnern eine Chemiefabrik mit 90 Beschftigten und einem Umsatz von 20 Millionen Euro jhrlich. Die Liste der deutschen Unternehmen, die schon auf den Zug nach Fernost aufgesprungen sind, um geschftliche Allianzen zu schmieden, lsst sich fast beliebig lange fortsetzen. Nicht zufllig gehrt auch Indien zu den Stars der Schwellenlnder-Brsen, den so genannten Emerging Markets. Mit Brasilien, Russland und China bildet Indien das BRIC-Quartett, deren MSCI Bric Index seit 1995 um 185 Prozent gestiegen ist. Der MSCI Emerging Markets Index, der die Kursentwicklung aller Schwellenlnder zusammenfasst, hat im gleichen Zeitraum um nur 67 Prozent zugelegt. Die Investment Bank Goldmann Sachs www.goldmann-sachs.de schtzt, dass diese vier Staaten bis 2050 zu den sechs grten Volkswirtschaften der Welt zhlen werden. Fr viele Brsianer wird der indische Markt in den nchsten Jahren dabei der spannendste der Welt sein. „Ein Millionenheer an hervorragend ausgebildeten und perfekt englisch sprechenden Fachkrften, das mit Amerikanern und Europern mhelos konkurrieren kann, macht Indien fr auslndische Investoren sehr interessant“, begrndet Jrg Peisert diese Einschtzung. Er ist Geschftsfhrer der Jrg Peisert und Partner Vermgensmanagement GmbH www.jpp-online.com in Dsseldorf und seit vielen Jahren auf Schwellenlnderbrsen spezialisiert. Die Wirtschaftswoche berichtet zwar, dass die Brsenkurse in den Schwellenlndern seit Jahresbeginn geringer gestiegen seien, einen Crash befrchtet man derzeit aber nicht. „Wegen der stark verbesserten Fundamentaldaten der Schwellenlnder steht uns keine Krise ins Haus“, prognostiziert Oliver Stnner von der Commerzbank www.commerzbank.de. So hat Indien innerhalb des letzten Jahrzehnts die Wirtschaft sukzessive liberalisiert und fr auslndische Investoren geffnet. Die derzeitige Wirtschaftsdynamik sei echt, so die Wirtschaftswoche. In Studien von Goldman Sachs und anderen Investmentgesellschaften werden die steigenden Rohstoffpreise und die billigen Arbeitskrfte der Schwellenlnder als Garanten dafr angefhrt, dass auch 2006 und darber hinaus noch mit attraktiven Renditen zu rechnen sein wird. Dennoch msse sich jeder Anleger bewusst sein, dass Anlagen in Emerging Markets nie ganz risikolos seine. „Gerade weil die Volkswirtschaften der Schwellenlnder noch im Aufbau begriffen und politisch noch nicht ganz sattelfest sind, knnen Krisen nicht ausgeschlossen werden. Nur wer dieses Risiko in Kauf nimmt, macht mit einem Einstieg in die Mrkte der Globalisierungs-Gewinner aus den Schwellenlndern keinen Fehler", lautet die Einschtzung von Jrg Peisert.
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