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30works Galerie GmbH
Pressemitteilung

Diamonds & Rust @ 30works

30works und der Urban-Art Künstler Van Ray lassen 2016 fulminant ausklingen: Einzelausstellung mit Urban-Art Künstler Van Ray in der 30works Galerie.
(PM) 30works Galerie // Kln, 23.11.2016 - Knnen Bilder eloquent sein? Kann Sprache die Wahrnehmung von Bildinhalten beeinflussen, ja sogar manipulieren?
Im Falle von Van Ray ist die Antwort so eindeutig wie verblffend: Denn der Urban Art-Knstler ist unbertroffen darin, figrliche Motive mit diametral entgegengesetzten Claims und Parolen anzureichern – und damit ihre bisherige Konnotation effektvoll zu brechen. Indem er seine Motive um Supermodels, Pin-ups und Comic-Helden durch Sprache konterkariert und in gnzlich andere Kontexte einbettet, versieht er sie mit neuen Bedeutungen und entwirft neue Geschichten. Was den Rheinlnder vom Mind-Basher zum versierten Storyteller reifen lsst.

Seit frhester Jugend von der Pochoir-Bewegung und der sich daraus entwickelnden Street Art fasziniert, machte Van Ray zunchst Furore als Sprayer. Seine Tags und Stencils betrten mit handwerklicher Akkuratesse, Detailreichtum und hintergrndiger Kritik an sozialen Missstnden und dem so genannten „Zeitgeist“ – blieben dabei aber stets humorvoll und charmant. Gerade diese Aspekte machten seine Arbeiten einzigartig – und begrndeten einmal mehr seinen Erfolg als einen der aktuell wichtigsten Vertreter deutscher Urban Art.

Einheit des Diversen

Doch nicht nur Sprache und figurative Komponenten definieren das Storytelling von Van Rays Bildwelten; so fungiert die Materialitt als gleichsam dritter Protagonist in einem ausgeklgelten Spiel aus konterkarierenden Elementen, die zu einer sthetischen Einheit des Diversen verschmelzen. Ob grobe Rostoberflchen, die er mittels einer speziellen Technik komponiert, wobei der Stahl knstlich korrodiert, mit Flssigmetall angedickt und so wieder Schicht um Schicht vertzt wird, oder hochverspiegeltes Acrylglas: Kein Material scheint physisch oder kontextuell abwegig genug, um seine anschlieend gesprayten Figuren zu bannen und ihre vordergrndige Makellosigkeit damit wirkungsvoll in Frage zu stellen. Zumal Van Ray hier auch die Hierarchie von Trgerflche und Bildinhalt hinterfragt. Ist das hyperreflektierende, ultraglatte Plexiglas Hintergrund oder nicht vielmehr Teil der Motivwelt? Markiert der Rost den Bilduntergrund, oder mit seiner dominanten Struktur, der starken Haptik und der implizierten Dreidimensionalitt nicht doch einen entscheidenden Teil des Inhalts? Und whrend der Betrachter sich noch fragt, wie Rost und Plexi sich berhaupt mit Spraylack vertragen und nachhaltig zusammengehen, ist Van Ray lngst zum Spiritus Rector eines Schaffensprozesses avanciert, der neben kreativem Genius und Kontemplation auch physikalische und chemische Expertise erfordert. Und zudem einen erheblichen Kraftaufwand bedeutet; schlielich wiegt die Bearbeitung und Handhabung von Stahl ungleich mehr als jene von Leinwand und Papier.

Supermodels mit Botschaft

Auch mit Formen experimentiert der 32-Jhrige. Seine BANG-Busters aus sternfrmig ausgeschnittenem Rost-Stahl brechen selbstbewusst mit der Formensprache gngiger Art Works; und selbst klassische Quaderformate versieht der Dsseldorfer mit wie zufllig ausgeschnittenen Plexi-Elementen, die als nahezu eigenstndiges Werk im Werk wiederum die Hierarchie von Untergrund, Inhalt und Form hinterfragen und umdeuten.

Das alles gipfelt in einem Bildkosmos, wo eine in Plexi gehllte, von Rost, Drippings und Typo-Fragmenten flankierte Kate Moss uns mit dem Slogan „Be your own personal revolution“ herausfordert. In dessen Plexi-Flche sich der Betrachter spiegelt und somit Teil des Kunstwerks wird. Ein defensiv vor sich hin sinnierender Slacker wird mit der Parole „Exit boring reality“ konfrontiert – und fungiert damit als Stellvertreter unserer verborgenen Sehnschte und geheimen Wnsche. Wobei Van Ray seine Claims und Parolen niemals zum kategorischen Imperativ erhebt, sondern uns vielmehr pointiert und empathisch zu mehr Wagemut, freiem Denken und Zivilcourage zu ermuntern scheint. Und womit letzten Endes wir fr den Ausgang der von ihm aufgeworfenen Geschichte verantwortlich sind...

Die Laudatio am Abend der Vernissage wird die Kunst- und Kulturjournalistin Yorca Schmdit-Junker halten.

Diamonds & Rust @ 30works

Vernissage: Freitag 02.12.2016, 19 Uhr
Laudatio: Yorca Schmidt-Junker.

Ausstellung: vom 02.12.2016 bis 30.12.2016
ffnungszeiten: Di - Fr 15-19 Uhr, Sa 11-18 Uhr

30works Galerie
Antwerpener Str. 42
50672 Kln
0221/5700250
www.30works.de
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Über 30works: Die Kölner Galerie 30works ist spezialisiert auf Pop-Art, Streetart und zeitgenössische Kunst. Speziell, wenn es um das Thema Streetart geht, übernimmt 30works eine Vorreiterrolle in Deutschland: Als einer der ...
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