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Deutschland ist zu dick. Und nun? - Was passiert nach dem IASO Bericht?

(PM) , 25.04.2007 - (fet) – Das schockierende Resultat, die dickste Nation Europas zu sein hat Deutschland wachgerttelt. Doch wie sind die Ergebnisse berhaupt zustande gekommen und was folgt nun? Fnf Tage ist es her, dass die Sddeutsche Zeitung ber eine Verffentlichung der International Association for the Study of Obesity (IASO) berichtete. Eine Welle von Medienberichten ging danach durch Deutschland. Laut IASO sind 75,4 Prozent der erwachsenen Mnner und 58,9 Prozent der erwachsenen Frauen in Deutschland bergewichtig oder fettleibig. Demnach gibt es in Deutschland mehr Menschen mit berhhtem Krpergewicht als in jedem anderen Land Europas. Doch sind die Angaben der einzelnen Staaten vergleichbar? Die IASO verglich Daten von 25 Lndern der europischen Union bezglich der Prvalenz fr bergewicht. Davon lieferten sechs Nationen, darunter auch Deutschland, Ergebnisse aus „freiwilligen Angaben“. Deutschland verwendete Daten vom Gesundheitsbericht des Bundesgesundheitsministeriums, vom telefonischen Bundes-Gesundheitssurvey des Robert-Koch-Institutes und vom Bertelsmann-Gesundheitsmonitor. Ungarn, Dnemark und die Slowakei lieferten 15 Jahre alte Daten. Die aktuellsten Werte der Untersuchung stammen aus dem Jahr 2006 von sterreich. Aufgrund der begrenzten Verfgbarkeit von Daten und einer fehlenden einheitlichen Standardisierung fllt eine Gegenberstellung der verschiedenen Lnder schwer. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Verwendung des Body Mass Index. Die BMI-Werte geben zwar eine Richtung an, ob bergewicht vorhanden ist oder nicht. Jedoch sagt diese Kennzahl wenig ber die Fettverteilung sowie den Anteil der Muskelmasse aus. Als Folge dieser Ergebnisse berschlagen sich die Forderungen von Politik, Wissenschaft und Meinungsbildnern. Horst Seehofer, Bundesminister fr Ernhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz will in einer Regierungserklrung am 10. Mai 2007 die Eckpunkte eines Aktionsplans vorstellen. Vorgesehen ist, die Aufklrung zu verbessern und verstrkt zu informieren. Wissenschaftler schlagen vor, gesunde Nahrungsmittel zu subventionieren und den Zugang zu Bewegungsangeboten zu erleichtern. Die Tendenz des stetig steigenden bergewichts ist seit Jahren nicht zu verleugnen. Doch bevor schnell geschaltete Manahmen auf den Weg gehen, sind die eigentlichen Ursachen fr bergewicht tiefgrndig zu analysieren, damit Aktionen, fruchten knnen und nicht verpuffen. 2.469 Zeichen Redaktion: Anja Baustian
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