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Der Kunde will kein totes Fleisch sehen - Einkaufen mit allen Sinnen ist die Devise im Supermarkt von morgen

(PM) , 02.07.2008 - Bonn/Balingen - Meeresrauschen an der Fischtheke, das Gerusch von ratternden Fahrradketten in der Sportabteilung - mit diesen Eindrcken punktet der Supermarkt der Zukunft, der so genante Future Store. Das berichtet der in Bonn erscheinende Trendletter www.trendletter.de in seiner Juli-Ausgabe. Sound-Duschen erschaffen dabei je nach Produktwelt eine eigene Geruschkulisse. Noch wichtiger ist es aber nach Trendletter-Einschtzung, auch die weiteren Sinne zu bercksichtigen. „Die Kanle Sehen und Hren sind ausgereizt. Wer in Zukunft zum Konsumenten durchdringen will, muss die vermeintlich niederen Sinne ansprechen: Riechen, Fhlen und Schmecken“, so der Trendletter. „Diese Sinnesreize wirken wesentlich direkter und unbewusster auf die Kaufentscheidung.“

Nach Expertenmeinung ist fr die Kaufentscheidung tatschlich die Wahrnehmung mit allen Sinnen wichtig, auch wenn diese Prozesse unbewusst ablaufen. Der Handelsexperte Achim Fringes www.achim-fringes.de nennt das Neuro-Merchandise und vereint dafr Aspekte der Neurowissenschaften, Psychologie und des Marketings: „Man kann das Thema nicht monokausal betrachten, denn einen ‚Kaufknopf’ im Kopf gibt es nicht. Die Wahrnehmung des Menschen ist individuell und wird geprgt von der Kultur in der man aufgewachsen ist, von Erziehung, Familie, Erwartungen und Kontext. Wichtig ist ein integrierter Ansatz, der alle Wahrnehmungsmglichkeiten des Konsumenten bercksichtigt. So ist das Duftmarketing bislang eine unterschtzte Gre und wird nur von wenigen Firmen umgesetzt - beispielsweise von der Modekette Abercombrie & Fitch, die neben einem ausgefeilten Raum- und Klangkonzept auch auf ein unverwechselbares Geruchskonzept einsetzen“, wei Fringes, Autor des Buches Brainshopping. „Oder denken Sie an ein herrliches Pastagericht beim Lieblingsitaliener. Der Geruchssinn lenkt aus dem Hintergrund und beeinflusst unterbewusst Gefhle, Wohlbefinden und Stimmung. Beim Betreten eines Raumes etwa werden in Sekundenschnelle Tausende von Duftstoffen wahrgenommen, analysiert und zugeordnet. So kommen wir zu unseren Erinnerungen und Empfindungen“, so der Experte. „Spezielle Zerstuber verteilen gezielt Dfte in der Lebensmittelabteilung: Vor der Fischtheke etwa riecht es nach Krutern der Provence“, besttigt der Trendletter.

Fr Fringes sind auch Raum- und Farbgestaltung wichtig. „Es ist die Kunst, Harmonie in einem Raum zu schaffen, um Atmosphre und unternehmensspezifische Botschaften gleichermaen zu kommunizieren. Das kann schon bei der Wahl des Grundstcks und der Orientierung des Gebudes beginnen“, so Fringes. Elektronische Medien knnten nach seiner Meinung in Supermrkten zudem fr mehr Orientierung und Abwechselung sorgen, da die konventionellen visuellen Angebote an ihre Grenzen stoen.

Denn die Leitfrage unter Marketingexperten lautet lngst nicht mehr, wie die objektive Qualitt eines Produktes noch gesteigert werden kann, sondern wodurch dieses vom Konsumenten berhaupt noch wahrgenommen wird. Werbung hat dafr heute nur einige Sekunden pro Kontakt zur Verfgung. Aber ein Blick ins Gehirn zeigt: zwei Sekunden knnen vllig ausreichen – wenn die Botschaften die richtigen Hirnregionen ansprechen und Emotionen auslsen. „Der Kunde will eigentlich kein totes Fleisch sehen. Er mchte das, was er kauft, schon in einem Zustand erleben, ber den er sich freuen kann. ber ein Waagen-Display kann ein Mitarbeiter dem Kunden beispielsweise noch whrend der Bedienung Zubereitungsvorschlge oder passende Zutaten anzeigen. Das ist ein groer Schritt im Bereich der Emotionalisierung", so Matthias Harsch, Sprecher der Geschftsfhrung des Technologieherstellers Bizerba www.bizerba.com.
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