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Das Klimagewissen und die Kostenwahrheit – Warnung vor allzu leichtfertigen Hybrid-Versprechungen

(PM) , 07.03.2007 - Bonn/Genf – Der Hybridantrieb ist nicht auf dem Eroberungsfeldzug. Dies ist eine erste Botschaft vom Genfer Autosalon www.salon-auto.ch, einer der grten Automobilmessen der Welt. Der Hybridantrieb sei zwar auf dem Weg nach Europa, schreibt FAZ-Autor www.faz.net Wolfgang Peters: „Doch niemand wei, ob die Hybridtechnik die richtige und deshalb wirtschaftlich vernnftige ist. Groe Versprechungen macht deshalb niemand.“ Die Fortschritte in der Hybridtechnik seien alle von den Fortschritten in der Elektronik abhngig. Denn von der elektronischen Steuerung hnge es ab, ob sich ein oder mehrere Elektromotoren, ein Verbrennungsaggregat und das Getriebe zusammen zu einer einzigen Antriebseinheit verdichten lieen. Peters hlt einige technische Fragen fr noch nicht beantwortet. So gehre zum Hybridauto auch ein Teil, das gegenwrtig als seine Achillesferse gelte: Ein Batteriesatz msse die elektrische Energie speichern, die zum Fttern des Elektromotors ntig sei: „Wie ausdauernd, wie anfllig ist diese Energiepackung? Und wie teuer ist ihr Ersatz? Wie wird ihre Verschrottung umweltfreundlich und erschwinglich veranstaltet? Wie sieht die gesamte Umweltbilanz eines solchen Autos aus? Schlielich: Wer kann, wer will sich ein solches Auto leisten? Solche Fragen knnen derzeit weder die Autohersteller noch deren Kritiker eindeutig beantworten.“ Fr eine sachlichere und nchternere Debatte ber den Hybrid hatten sich zuletzt auch Vertreter der Automobilindustrie sowie Branchenkenner ausgesprochen. VW-Chef www.volkswagen.de Martin Winterkorn hatte im Gesprch mit einem Nachrichtenmagazin darauf hingewiesen, dass in Deutschland im Gegensatz zu Italien oder Frankreich die Nachfrage an greren Autos hher sei. Manche Argumente gegen die deutschen Hersteller seien nicht das Resultat von umweltfreundlichen Erwgungen, sondern von knallharter Standort- und Industriepolitik. Uwe Rhrig, Inhaber des Hannoveraner Beratungsunternehmens International Car Concept (ICC) www.icconcept.de, gab zu bedenken, dass man fairerweise auch ber die Kosten neuer umweltschonender Technologien offen sprechen msse: „Die Automobilhersteller bauen die Autos, die ihre Kunden gern fahren mchten. Und sie mssen das zu bezahlbaren Preisen tun. Zurzeit wird der Eindruck erweckt, als wrden die Deutschen fr mehr Umweltschutz deutlich hhere Pkw-Preise in Kauf nehmen. Wenn man sich an die Preisschlachten erinnert, die Ende des vergangenen Jahres wegen der Erhhung der Mehrwertsteuer in unseren Autohusern angezettelt wurden, kann man daran jedoch zweifeln.“ Wenn die derzeitige Diskussion zu Lasten der hiesigen Autoindustrie gehe, so Rhrig, sei damit niemandem geholfen. Denn Deutschland sei ein Land, das auf Mobilitt und die Arbeitspltze in dieser Industrie zwingend angewiesen sei. Das sterreichische Wirtschaftsblatt www.wirtschaftsblatt.at beschreibt die Situation folgendermaen: „Hybridautos sind heute noch unangenehm teuer. Ein Toyota Prius um knapp 26.700 Euro wieg fr kostenbewusste Vielfahrer gleich um einige Tausender schwerer als ein leistungsmig vergleichbarer Turbodiesel. Das Klimagewissen breiter Bevlkerungsschichten wird also noch von der Kostenwahrheit eingedmmt, es fehlen auch nennenswerte steuerliche Anreize.“ Auerdem merkten Mercedes, VW oder BMW noch keine Zurckhaltung „beim Kauf von grohubigen Gefhrten“. Dies sei die „gelebte Praxis“ – das andere die „ko-Theorie“.
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