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Computerwoche: „China kommt schnell und gewaltig“ – Westliche Meinungsmacher basteln am Feindbild vom seelenlosen Termitenstaat

(PM) , 31.10.2006 - Von Ansgar Lange Bonn/Dsseldorf – China gibt fr einige Publizisten zurzeit das perfekte Feindbild ab. Manche Meinungsmacher stellen plakativ das deutsche beziehungsweise europische Sozialstaatsmodell dem angeblichen „Raubtierkapitalismus“ gegenber, der in ganz Asien, aber vor allem im „Reich der Mitte“ sein Unwesen treibe. Stefan Baron, Chefredakteur der Wirtschaftswoche www.wiwo.de, hlt dies fr „dummes Geschwafel“ und stellt die These auf, diese „krude Kunde“ diene nur dazu, ein ueres Feindbild aufzubauen, um von eigenen Versumnissen abzulenken. „Im Vergleich zu den aufstrebenden Lndern in Asien erscheinen die Kontinentaleuroper oft langsam und Status-quo-fixiert“, sagt der Dsseldorfer Emerging-Markets- und Finanzexperte Jrg Peisert. Deutschland habe seine Strukturprobleme noch nicht gelst. Eine nach wie vor extrem hohe Arbeitslosigkeit, eine immer noch zu geringe Jahresarbeitszeit, der Besorgnis erregende ffentliche Schuldenstand, zu wenig Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung, der demographische Wandel sowie zu geringe unternehmerische Aktivitten htten das Land in die Defensive gebracht. „Wenn wir die dynamischen und erfolgshungrigen asiatischen Lnder mit billigen Parolen und dem Ruf nach Protektionismus ‚bekmpfen’ wollen, dann haben wir die ‚Schlacht’ schon verloren“, so Peisert. Noch deutlicher positioniert sich Baron: Der Aufstieg Chinas und die Globalisierung insgesamt seien kein Fluch, sondern ein Segen fr den Westen, besonders fr die Deutschen. Ohne diesen Aufstieg ginge es den Deutschen nicht besser, sondern schlechter. China sei auch kein seelenloser „Termitenstaat“, in dem die Menschen nur arbeiten und sparen: „Die Chinesen entwickeln sich zu fleiigeren Konsumenten als die Deutschen, fleiiger sogar als die Amerikaner, die gemeinhin als die Weltmeister in dieser Disziplin gelten.“ Besonderes Augenmerk verdient der chinesische Automobilmarkt. Beispielsweise fr die Marke Volkswagen www.volkswagen.de ist das riesige Land bereits jetzt der bedeutendste Markt. Der chinesische Automobilmarkt wchst laut der Zeitschrift Absatzwirtschaft www.absatzwirtschaft.de zurzeit wie kein anderer. Im vergangenen Jahr habe China den deutschen Automobilmarkt beim Absatz von Pkw berholt und sei derzeit der drittgrte Markt hinter den Vereinigten Staaten. Die Computerwoche www.computerwoche.de bringt es auf den Punkt: „China kommt schnell und gewaltig“. So investierten jetzt IBM www.ibm.com und Lehman Brothers www.lehmannbrothers.com gemeinsam in China und legen einen Venture-Capital-Fonds auf, aus dem sie in den kommenden Jahren in chinesische Firmen investieren wollen. Und Sony www.sony.com sieht das „Reich der Mitte“ bald sogar als greren Markt an als den heimischen in Japan. Das Sony-Management geht davon aus, dass China in den nchsten Jahren zum zweitgrten Markt des Herstellers nach den USA wird und dabei Japan abhngt. Sony betreibt laut Computerwoche bereits sieben Fabriken in China und will knftig auch ein chinesisches Top-Management an die Spitze der dortigen Niederlassung stellen.
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