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Pressemitteilung

Cholesterin – Nahrungsmittelindustrie steckt Schaf in Wolfspelz

(PM) , 19.06.2009 - Aachen (fet) – Noch immer verteufelt die DGE Eier als Cholesterinbomben, die unsere Blutgefe verstopfen. Unberechtigt, denn die wahren beltter verstecken sich eher in industriell hergestellten Nahrungsmitteln.

„Cholesterin im Essen erhht den Cholesterinspiegel im Blut“ klingt zugegeben logisch, doch so einfach funktioniert unser Krper (glcklicherweise) nicht. Mussten wir noch vor ein paar Jahren auf Anraten der Mediziner auf unser Frhstcksei verzichten, knnen wir dank neuerer Untersuchungen heute getrost eins am Tag essen. Denn die kleinen Nhrstoffpakete enthalten neben wertvollem Eiwei, Vitaminen und Mineralstoffen auch Lecithin, welches die Aufnahme des Cholesterins im Darm blockiert. Bei den meisten Menschen drosselt der Krper zudem die eigene Produktion, wenn das Essen ausreichende Mengen enthlt. Nur bei etwa 15 bis 20 Prozent ist der Cholesterinstoffwechsel genetisch bedingt gestrt, so dass hier in der Tat eine Cholesterinbeschrnkung und Medikamente ntig sind.

Cholesterin ist lebensnotwendig fr den Krper. Ohne dieses wrden unsere Zellen auseinanderfallen und uns wichtige Hormone fehlen. Fettlsliche Vitamine sowie Fett knnten wir nicht aufnehmen. Erst wenn Cholesterin oxidiert, verfremdet es derart, dass es leicht in Gefwnde eindringt, dort das Immunsystem auf den Plan ruft und Kalkablagerungen begnstigt. Hierdurch verengen sich die Blutgefe mit der Zeit, so dass Durchblutungsstrungen, Herzinfarkte oder Schlaganflle auftreten knnen.

Der Krper selbst kann die Oxidation mit Hilfe von Antioxidantien zwar teilweise im Zaum halten. Doch gegen bereits oxidiertes Cholesterin aus Nahrungsmitteln ist er kaum gewappnet. Viele industriell hergestellte Produkte enthalten statt frischer Zutaten heute sprhgetrocknete Pulver. Fr diese werden Eier, Milch, Sahne oder Molke in einem heien Luftstrom vernebelt und so getrocknet. Dabei bieten die kleinen Trpfchen eine groe Angriffsflche fr Luftsauerstoff, in dessen Folge Cholesterin sehr leicht oxidiert. So finden sich hier 150 bis 200-fach hhere Gehalte als im naturbelassenen Rohstoff. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich, denn viele milch- und eihaltigen Industrienahrungsmittel wie Milchschokolade, Eiscreme, Pudding- und Soenpulver, Nudeln, Instantbabynahrung, S- sowie Backwaren enthalten derartige Pulver. hnlich verhlt es sich mit Sprhfetten, die in zahlreichen Fertigmens zum Einsatz kommen.

Einige verarbeitete Produkte enthalten zudem nicht nur oxidiertes Cholesterin, sondern hufig auch Transfettsuren. Diese entstehen bei der Hrtung von Pflanzenfett und wirken sich nachteilig auf die Cholesterinwerte im Blut aus. So sollten besonders Schokokekse, Schokobonbons, glasierte Backwaren, Cremeeis und viele Fertiggerichte gleich aus zwei Grnden im Supermarktregal stehen bleiben.

Redaktion: Christine Langer

Kontakt:
Fachgesellschaft fr Ernhrungstherapie und Prvention (FET) e.V.
Frau Christine Langer
An den Frauenbrdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 316
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