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Aus Wissenschaft und Praxis: Ernährung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Paradigmenwechsel: Schonkost und leichte Vollkost sind bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht erforderlich

(PM) , 16.01.2007 - (Kln – 16. Januar 2007): Der bekannte Ernhrungsexperte Sven-David Mller-Nothmann ist Verfasser des Ernhrungskapitels im neuen Buch der Deutschen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V., teilt heute das Zentrum fr Ernhrungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Kln mit. Ditassistent Sven-David Mller-Nothmann hat sich whrend seiner Ttigkeit am Universittsklinikum der RWTH Aachen jahrelang intensiv mit der Ernhrungsberatung und -therapie bei chronisch entzndlichen Darmerkrankungen befasst und arbeitet seit vielen Jahren in diesem Bereich mit der DCCV zusammen. Whrend vor zehn Jahren den CED-Patienten noch pauschal eine „Schonkost“ und im Krankenhaus die so genannte „Leichte Vollkost“ empfohlen wurde, ist heute klar, dass diese Kostformen ohne wissenschaftlichen Hintergrund sind und keinen Einfluss auf die Erkrankung haben. Vielmehr brauchen sie eine bedarfsgerechte, ausgewogene Ernhrungsweise, betont Mller-Nothmann, der die Ernhrung in der Therapie und Prophylaxe von CED im neuen Buch auf 20 Seiten darstellt. Viele CED-Patienten, insbesondere von Morbus Crohn betroffene, leiden an einem Zinkmangel. Das lebenswichtige Spurenelement Zink hat eine entzndungshemmende Wirkung, und daher ist eine Zink-Therapie sinnvoll. Von besonderer Wichtigkeit ist, dass das Zink fr den Organismus optimal verfgbar ist, fordert Mller-Nothmann, der zu Zink-Histidin rt. Die Aminosure Histidin frdert die Aufnahme von Zink. Die tgliche Gabe von 15 bis 30 Milligramm Zink hat sich nach seinen Aussagen bewhrt. Entzndungshemmend wirken sich auch Omega-3-Fettsuren aus, die im l von Fettfischen wie Lachs, Hering und Makrele enthalten sind. Um ausreichende Dosierungen zu erreichen, ist hier die Gabe von Omega-3-Fettsure-Kapseln notwendig. Diese sollten Arzneimittel-Qualitt aufweisen. Nahrungsergnzungsmittel mit diesen hochwirksamen Fettsuren sind oftmals extrem schadstoffbelastet und in ihrer Dosierung nicht standardisiert, informiert Mller-Nothmann. Eine besondere Bedeutung in der CED-Therapie haben auch Probiotika. Mit Hilfe einer Umstellung der Darmflora durch gesundheitsfrderliche Milchsurebakterien lsst sich bei chronisch entzndlichen Darmerkrankungen sogar die Medikamenten-Dosis verringern, wei Mller-Nothmann. Probiotika sind in speziellen Milchprodukten aber auch in Brottrunk oder Sauerkraut und anderem milchsauer vergorenem Gemse enthalten, das aber manche Patienten nicht sehr gut vertragen. Anstatt einer Schonkost empfiehlt Sven-David Mller-Nothmann Patienten die Fhrung eines Ernhrungs- und Beschwerdetagebuches, das die Identifizierung schlecht vertrglicher Lebensmittel und Speisen erleichtert. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die hufigsten chronisch entzndlichen Darmerkrankungen. Die Erkrankungsursache ist noch nicht eindeutig geklrt. Jedoch zeigen verschiedene Studien, dass eseine genetische Komponente in der Genese der Erkrankungen gibt und dass scheinbar auch der Darmflora und bestimmten Mikroorganismen wie Milchsurebakterien oder Escherichia Coli Stamm Nissle eine groe Bedeutung zukommt. Menschen, die unter Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, sollten insbesondere eine Mangelernhrung und ein Untergewicht vermeiden, betont Mller-Nothmann abschlieend, der Patienten eine regelmige Beratung durch spezialisierte Ditassistenten empfiehlt. Bibliografische Daten: Chronisch entzndliche Darmerkrankungen – Morbus Crohn/Colitis ulcerosa, DCCV e.V. (Hrsg.), 2. Auflage, Hirzel-Verlag, ISBN 10-3-7776-1377-0, 28,00 Euro. Rezensionsexemplare knnen beim Verlag angefordert werden. ber www.qualimedic.de knnen sich CED-Patienten kostenlos von Fachrzten beraten lassen und auch eine Ditberatung ist hier kostenlos mglich! Das Zentrum fr Ernhrungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Kln widmet sich insbesondere der individuellen Ernhrungsberatung und betreibt wissenschaftlich begrndete publikumsorientierte Presse- und ffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernhrung, Prvention und Ditetik. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Mller-Nothmann leitet das ZEK. Zentrum fr Ernhrungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Mller-Nothmann, Gotenring 37, 50679 Kln-Deutz, 0177-2353525, www.svendavidmueller.de, info@svendavidmueller.de
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