VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
CapitalPR AG
Pressemitteilung

Bundesfinanzministerium greift bei Graumarktprodukten durch

(PM) St. Gallen, 23.04.2014 - Eine Vielzahl an Skandalen bringt nun auch das Bundesfinanzministerium (BMF) auf den Plan. Es hat nach Verffentlichung mehrerer Medien ein Zehn-Punkte-Arbeitspapier auf den Weg gebracht, das im Zweifel auch ein Vertriebsverbot fr „verdchtige“ Anbieter zum Inhalt hat.

Entscheidungen des Bundesfinanzministeriums (BMF) brachten letztendlich die Medienfonds zu Fall. Aus rckwirkender Sicht war es auch nicht weiter zu akzeptieren, dass Milliarden an steueroptimierten deutschen Anlegergelder nach Hollywood flossen, die viel zu wenig einbrachten. Geht das BMF jetzt bei Graumarktprodukten, besser bekannt als geschlossene Fonds, generell so restriktiv vor? Es ist zu vermuten.

Jedenfalls hat das BMF mehreren Medien besttigt, dass es ein Zehn-Punkte-Arbeitspapier gibt, das mehr Handlungsmglichkeiten einrumt. So will man verstrkt auf Informationspflichten pochen. Er soll zudem keine Umgehungstatbestnde mehr geben. Im Hinblick auf das Vermgensanlagegesetz will man also alle Register ziehen. „Das muss man erklren“, sagt Michael Oehme, Consultant bei der CapitalPR AG und spielt darauf an, dass derzeit eine Vielzahl an Anbietern versuchen, die Vorschrift fr sogenannte Alternative Investment Fonds zu umgehen. AIFM-Fonds unterliegen strengen Regularien. Sie heben, vereinfacht gesagt, die Fonds des ungeregelten Marktes in den geregelten. Eine Garantie fr den Erfolg der Investition ist das natrlich nicht.

Was beinhalten die Forderungen? Zunchst einmal gibt es eine unmissverstndliche Auskunftsverpflichtung der Anbieter gegenber den verantwortlichen Stellen. Es ist zu erwarten, dass es da eine enge Zusammenarbeit zwischen dem BMF und der Bundesanstalt fr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geben wird. Fr den Zeichner soll erkennbar sein, dass die Informationen aktuell sind. Zudem sollen Verflechtungen aufgedeckt werden. Dies bezieht sich auf personelle wie unternehmerische Verflechtungen wie aber auch auf eingegangene Verpflichtungen. Im Klartext: Sogenannte Schneeballsysteme sollen bereits im Ansatz erkennbar werden.

Fonds Professionell schreibt: „Weiterhin wird eine Kontrolle der Jahresabschlsse der Emittenten durch die sogenannte Bilanzpolizei der Deutschen Prfstelle fr Rechnungslegung gefordert“. Dies msste eigentlich das Institut der Wirtschaftsprfer als direkte „Watschn“ verstehen. Glaubt man denn den Testaten der Ehrenberufler nicht mehr und will eine indirekte staatliche Kontrolle? „Das wre ein Armutszeugnis fr einen ganzen Berufsstand“, so Oehme. Er sieht nicht, dass sich dieser Ansatz durchsetzen wird.

Als letztes Mittel, Fonds Professionell umschriebt dies nett mit dem Begriff Pranger, will sich das BMF die Mglichkeit sichern, Einschrnkungen oder Verbote auszusprechen. Im Zweifel knnte es so zu einem Vertriebsverbot fr diejenigen Anbieter kommen, die bestimmten Auskunftsersuchen nicht nachkommen oder die das BMF „auf dem Pieker“ hat. Man greift damit auch eine Kritik des Handelsblattes auf, die dessen Journalisten zurecht der BaFin vorgehalten haben: Wie kann es sein, dass Anbieter, gegen die schon lnger ermittelt wird, noch Gestattungen fr neue Beteiligungen erhalten? „Das wre in der Tat der einfachste Weg, dem Treiben ein Ende zu setzen, wenn man der Meinung ist, eingreifen zu mssen“, so der Finanz- und PR-Experte Michael Oehme.

Weitere Informationen unter www.cpr-ag.ch
PRESSEKONTAKT
CapitalPR AG
Herr Michael Oehme
Multergasse 2a
9004 St. Gallen
E-Mail senden
Homepage
ZUM AUTOR
�BER CAPITALPR AG

Die Schweizer CapitalPR AG versteht sich als Mittelstandsfinanzierungs und -beratungsgesellschaft. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt dabei in der Kapitalisierung und Positionierung von Unternehmen, die sich über den Kapitalmarkt refinanzieren ...
PRESSEFACH
CapitalPR AG
Multergasse 2a
CH - 9004 St. Gallen
Schweiz
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG