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Berufserfahrung ist das Salz in der Suppe beim MBA-Studium

Auf synthetische Case Studies können berufstätige Manager beim MBA gut verzichten.
(PM) Kln, 29.03.2011 - In manchen „klassischen“ MBA-Programmen werden auch heute noch junge BWL-Absolventen zu Fhrungskrften ausgebildet, ohne dass sie je eine Verbindung zur realen Unternehmenspraxis gehabt htten. Anhand von konstruierten Case-Studies ben sie, wie sie theoretisch unternehmerische Probleme lsen. „Einen guten Manager mit Leadership-Qualitten formt man aber nicht im Klassenraum“, gibt Tristan Sage, Open University Business School-Studienberater, zu bedenken. Manager mssen sich in der Praxis bewhren.

Mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einer leitenden, wissenschaftlichen, fachbezogenen oder technischen Funktion sowie einen Hochschulabschluss mit Prdikat setzt die Open University Business School fr ihre MBA-Kandidaten beim Studieneinstieg voraus.

Durch ihren Erfahrungshintergrund profitieren die MBA-Studenten im besonderen Mae vom Studium, das ihnen strategisches, praxisorientiertes und angewandtes Leadership-Denken und Handeln mit Fhrungsqualitten vermittelt, um beispielsweise Vernderungsprozesse im Unternehmen zu bewegen, die ber das Controlling hinausgehen. So entwickeln sie ihre Karriere zur Fhrungskraft oder qualifizieren sich fr die bernahme von Verantwortung auf hoher Fhrungsebene. Nach Untersuchungen der britischen Fernuniversitt weisen ihre MBA-Studierenden vor ihrem Studium sogar durchschnittlich 14 Jahre Berufserfahrung nach. Auch deutsche OU-MBA-Studenten haben im Schnitt fnf bis acht Jahre Berufspraxis.

Der OU-MBA zeichnet sich nach Ansicht von Tristan Sage deshalb besonders aus, weil er von Praktikern (Tutoren, die alle berufsttige Fhrungskrfte sind) fr Praktiker (berufsttige Manager) durchgefhrt wird. Dadurch erbrigen sich hufig die bei anderen MBA Schools so beliebten synthetischen „Case Studies“. In den Tutorien und elektronischen Lernplattformen, seien gengend aktuelle Beispiele und diskussionswrdige Probleme aus verschiedenen Branchen vorhanden. Diese Themen werden von den Teilnehmern und Tutoren eingebracht. „Das Lernen an realen Beispielen bietet einen unschtzbaren Vorteil fr die MBA-Studenten“.

Berufserfahrung ist fr ein erfolgreiches MBA Studium eine ganz wichtige Voraussetzung. „Da das Studium an der Open University praxisorientiert ist und die Studenten in bungen, Projektarbeiten, Diskussionsgruppen und in den benoteten Hausarbeiten immer aufgefordert sind, Konzepte, Theorien und Modelle im eigenen beruflichen Umfeld anzuwenden, wird jemand, der keine Berufserfahrung hat, hier Schwierigkeiten haben“, meint Georgia Shaw, Senior Consultant und Studienberaterin der Open University Business School in Mnchen.

Dem pflichtet Arne-Steffen Dehler, Chief Operating Officer bei Adept Consult AG Frankfurt bei, der vor seinem MBA-Studium an der OU neun Jahre als Diplom Ingenieur, Produktmanager, Projekt- und Gruppenleiter ttig war. Berufserfahrung ntze im Verstndnis der MBA-Studieninhalte besonders dann, wenn man das Gelernte mit den Erfahrungen und Aufgaben im eigenen Beruf vergleichen knne. „In einem Lernkonzept wie bei der OU, in dem bungen anhand der Realitt durchgefhrt werden und nicht im Aquarium der Hochschule mit Case Studies erfolgen, ist Berufserfahrung unerlsslich“, sagt Dehler. Hilfreich sei die vorherige Managementerfahrung, weil man seine eigene Berufserfahrung einbringen kann. Dann kann der Manager mit dem neu erlernten Wissen sich selbst weiterentwickeln und das Erlernte fr den Berufsalltag und die Karriere nutzen. Aus diesem Grund hat die Hochschule letztes Jahr ihr MBA-Programm berarbeitet. Sie rumt zustzlichen neuen Lerninhalten wie der Anwendung strategischer und interdisziplinrer Managementtechniken einen greren Stellenwert ein, damit die Studierenden ihr Fhrungsverhalten kritisch reflektieren und schrittweise whrend ihres Studiums ausbauen. Auch Inhalte wie Kreativitt, internationale Weitsicht, Verstndnis, Ethik und Vernderungsbereitschaft stehen auf dem Stundenplan.

Dank der weltweiten Zusammensetzung der Studierenden im MBA-Programm der Open University werden die internationalen Erfahrungen von derzeit rund 14.000 Studenten und 50.000 aktiven Alumni genutzt, so dass sie alle gegenseitig voneinander lernen.

Die MBA-Studentin Kirsten Back, Clinical Vendor Managerin bei Covance, hatte rund 13 Jahre Berufserfahrung vor dem Studienbeginn. Sie ist ebenfalls berzeugt, dass der MBA nur Sinn macht, wenn man die gelernte Theorie mit der Praxis verknpfen kann und bertragbares Material zur Reflektion hat. „Sonst bleibt alles zu theoretisch - wie im deutschen Studium“, gibt sie mit einem Augenzwinkern zu. Oder wie es eine britische MBA-Absolventin humorvoll auf den Punkt bringt: Ein MBA-Studium ohne vorherige Management-Erfahrung sei wie ein Omelett nur aus Eiwei, immer noch eine Art Omelett, aber es fehle das Wesentliches.

Weitere Informationen: www.open.ac.uk/germany
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