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Pressemitteilung

Baurechtliche Probleme vorausschauend vermeiden

Die wichtigsten Rechts-Tipps für private Bauherren auf einen Blick
(PM) Essen, 21.08.2012 - Eigenheimbau bleibt im Trend – Niedrigzinsen und Wertsteigerungen sorgen fr eine bundesweit anspringende Kauf- und Neubauttigkeit. Paradiesische Zustnde? Fr Banken sicherlich, nicht immer jedoch auch fr Huslebauer. Denn sobald die Finanzierung unter Dach und Fach ist, warten zahlreiche rechtliche Tcken auf sie. Ob Bau- und Architektenrecht, Grundstcks- oder Nachbarrecht, juristische Grundkenntnisse sind auch fr den Bauherrn unerlsslich. Denn der von ihm beauftragte Architekt, der ja immer auch persnlich beteiligt beziehungsweise betroffen ist, ist kein Rechtsberater des Bauherrn (KG, Urteil vom 20.03.2006 – 24 U 48/05). Insofern mssen private Bauherren die Rechtslage kennen, nicht nur gegenber den am Bau Beteiligten, sondern auch gegenber ihren Nachbarn. Hier knnen Fehler hohe Zusatzkosten verursachen.

Knftige Eigenheimbesitzer mssen also nicht nur die geltenden Gesetze befolgen, sondern sich mit ihren Nachbarn arrangieren. Nachzulesen ist dies in den Bauordnungen und den Nachbarrechtsgesetzen der jeweiligen Lnder. „Wer sich informiert, der entgeht unliebsamen rechtlichen Streitigkeiten mit Behrden und Nachbarn im Voraus, spart Arbeit und Geld“, sagt Baurechtsspezialist Dr. Andreas Koenen, Inhaber der auf Baurecht spezialisierten Kanzlei KOENEN RECHTSANWLTE.

Bebauungsplan und Baugrundgutachten

Zuknftige Immobilienbesitzer sollten in jedem Fall – und zwar vor Abschluss des Grundstckskaufvertrages – den kommunalen Bebauungsplan sichten und eingehend prfen. Er regelt die Art der Bebauung, Gre, Hhe und maximal bebaubare Flche, Ab-standsflchen zum Nachbarn, Firstrichtung, Baulinien und Dachtraufhhe, manchmal sogar auch weitere Details wie die Farbe der Auenfassade. In einfach gelagerten Fllen geben die Bauaufsichtsbehrden zwar Auskunft, obwohl sie hierzu nicht verpflichtet sind. Erweist sich die Auskunft allerdings als falsch, haften diese behrdlichen „Bauberater“ nur in seltenen Ausnahmefllen. „Bei schwierigeren Fragen greifen Huslebauer ohnehin auf Expertenrat zurck, und das kann ich nur dringend empfehlen“, erklrt Koenen.

Beim Erwerb eines Grundstcks ist es in vielen Fllen sinnvoll, eine Baugrunduntersuchung zu veranlassen. Denn das Baugrundrisiko, das bei Aushub und Bebaubarkeiten entsteht, trgt in der Regel der Bauherr. Bodenfeuchte, drckendes Grundwasser, Bodenvergiftungen oder nicht tragfhige Bden fhren immer wieder zu massiven Schden.

Bauvertrag

Bei Fehlern in der Planung und/oder der Bauberwachung bilden die Vertrge mit den am Bau Beteiligten, insbesondere den Architekten, Fachplanern und den ausfhrenden Firmen, die Grundlage der dann vom Bauherrn durchzusetzenden Ansprche. „Der ‚gute‘ Bauvertrag schtzt vor Kostenberschreitungen und Bauzeitverzgerungen und erleichtert die Durchsetzung von Mngelrechten. Er schont damit Portemonnaie und Nerven“, erlutert Baurechtsspezialist Koenen. Idealerweise enthlt er eindeutige Leistungsbeschreibungen und verbindliche Preise. Jede Abweichung kann ansonsten Ansprche insbesondere bei den Bauunternehmen auslsen. Der Bauvertrag sollte zudem einen verbindlichen Fertigstellungs- und mglichst auch Zwischentermin beinhalten. Auch eine frmliche Abnahme sollte vertraglich vereinbart werden. „Ein Vertragscheck oder gar dessen Gestaltung durch einen Baurechtsspezialisten ist sinnvoll und verringert die Risiken deutlich“, rt Koenen.

Baukontrolle und Mngelrge

Kontrollieren unabhngige, vom Bauherrn beauftragte Gutachter whrend der Bauzeit den Baufortschritt, werden Mngel rechtzeitig erkannt, und der Bauherr erlebt bei der Abnahme keine bsen berraschungen. Zudem hat der baubegleitende Gutachter gegenber Architekt und Handwerker auch disziplinierende Wirkung. Auch die frmliche Abnahme sollte mit einem qualifizierten Gutachter durchgefhrt werden. Nur so ist gewhrleistet, dass alle sichtbaren Mngel festgestellt und protokolliert werden. Werden wesentliche Mngel oder eine Vielzahl teils auch unwesentlicher Mngel festgestellt, sollte die Abnahme verweigert werden. Dies hat unter anderem zur Folge, dass nach wie vor der Bauunternehmer verpflichtet ist, die Mangelfreiheit des Bauwerks zu beweisen und nicht umgekehrt, was nach Abnahme der Fall wre.

„Dies alles wirkt zwar aufwendig und teuer. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken jedoch, die ein Bauherr ohne entsprechende Vorsichtsmanahmen eingeht, sind nicht selten existentiell. Deshalb sollten auch private Bauherren auf die frhe Einbindung eines ‚Sonder-fachmanns Recht‘ nicht verzichten“, resmiert Koenen.

Weitere Informationen unter www.bauanwaelte.de
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KOENEN RECHTSANWÄLTE ist eine ausschließlich auf Baurecht spezialisierte Anwalts¬kanzlei. Ein Team von derzeit acht Bauanwälten, die an den Standorten Essen, Hannover, Münster und Bielefeld standortübergreifend ...
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