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BPM Trend Report 2010: Alle wollen Prozesse managen – doch es mangelt an organisatorischen Strukturen

(PM) Basel, 17.02.2010 - Fr groe Unternehmen gibt es keine Alternative zum geschftsprozessorientierten Management (BPM). Entsprechend wollen die Unternehmen in Zukunft ihre Prozesse definieren, optimieren und messen knnen, ber eine prozessorientierte IT-Untersttzung und leistungsfhige Steuerungs- und Auswertungsmglichkeiten verfgen. Jedoch steckt die Beschreibung der eigenen Ablufe - grundlegend fr ein professionelles BPM - bei einem Groteil der Unternehmen immer noch in den Kinderschuhen. Das zeigt der aktuelle BPM Trend Report 2010 von Ramco Systems, der in Zusammenarbeit mit der Hamburger Unternehmensberatung SoftSelect erstellt wurde. Befragt wurden dazu bis Ende 2009 insgesamt 100 Konzerne und groe Mittelstndler in der gesamten DACH-Region.

Der Report zeigt auf, dass zwischen Wunsch und Wirklichkeit in Sachen BPM noch grere Lcken klaffen. Bisher haben fast alle Befragten prinzipiell schon BPM-Grundlagen geschaffen, indem sie Prozessverantwortliche und Prozessteams bestimmt haben. Ursache war aber wohl fters nur eine ISO-Zertifizierung im Rahmen des Qualittsmanagements, denn etwa jedes fnfte Unternehmen hat seine Ablufe bisher nur einmal definiert und visualisiert. Zum professionellen BPM gehrt aber die regelmige automatisierte Gestaltung und notfalls Anpassung bzw. nderung der Geschftsprozesse, abhngig von der Gesetzes- oder Marktlage oder der eigenen Strategie. Das machen aber erst gut zwei Drittel der Unternehmen, die berhaupt Prozesse beschrieben haben.
38 Prozent haben ihre Ablufe allerdings bisher noch gar nicht dargestellt. Damit befinden sich die meisten Umfrageteilnehmer hinsichtlich Management, Verfahren, Strategie und Prozessnderung noch auf den unteren der fnf Ebenen des Business Process Maturity Models, dem internationalen Standard zur BPM Reifegrad-Messung.
Dennoch sehen die Unternehmen sich in Zukunft prozessorientiert. Langfristig wollen fast alle Befragten vor allem die Prozesseffizienz steigern (90%). Fast gleich oft wird jeweils gewnscht, Ablufe modellieren und optimieren sowie professionell steuern zu knnen. Im Zusammenhang mit Prozessoptimierung wird insbesondere das Projektmanagement als wichtigstes Werkzeug angesehen. Eher schlecht sind die Aussichten fr Anbieter von Business Process Outsourcing in der DACH-Region: Nur fr elf Prozent der Befragten kommt spter auch ein Auslagern von Geschftsprozessen in Frage.

bergreifend Prozesse gestalten wollen knftig gut drei Viertel der Unternehmen. Das ERP-System abzulsen und auf moderner Basis grundlegend neu aufzubauen steht fr den Groteil der Befragten aktuell allerdings nicht auf der Tagesordnung: nur acht Prozent der Befragten geben ihrem derzeitigen ERP-System insgesamt die Schulnoten „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Weitere 16 Prozent bezeichnen ihr System als „befriedigend“, so dass in Summe immerhin knapp ein Viertel aller Unternehmen Verbesserungsbedarf sehen.

Ein grerer Schwachpunkt ist offenbar die Anpassungsfhigkeit der Systeme, die von einem guten Drittel fr nur zufriedenstellend bis suboptimal gehalten wird. Erst 41 Prozent der Teilnehmer verfgen bisher ber service-basierte Unternehmenssoftware. 60 Prozent nutzen Webdienste zur partiellen berbrckung starrer IT-Systeme. Von knftigen Systemen erwarten die Unternehmen vor allem, dass sie die Prozesseffizienz verbessern (96%), deutlich weniger Wartungs- und Pflegekosten verursachen (94%), flexible Anpassungen erlauben (93%) und weitere Geschftsanwendungen integrieren knnen (91%). Auch die Untersttzung von Web-Services, integrierte Prozessoptimierungswerkzeuge, Skalierbarkeit, Webzugriff auf die Anwendungen und Plattformunabhngigkeit finden etwa zwei Drittel zukunftswichtig.

Konkret planen 40 Prozent der Befragten, in den kommenden Monaten ein BPM-Management einzufhren und in SOA zu investieren (36%). Auch in „Planung und Steuerung“ wollen 42 Prozent der Befragten demnchst investieren. Fr 50 Prozent ist allerdings „Business Intelligence“ die wichtigste Baustelle, also die Etablierung bzw. der Ausbau von bergreifenden Analyse-, Auswertungs- und Reportingsystemen. Nahezu flchendeckend wird noch Excel genutzt, whrend professionelle Tools wie Crystal Reports oder Business Objects erst bei knapp der Hlfte im Einsatz sind.
Insgesamt betrachtet, lieen sich die Bedarfe gut ber integrierte BPM-Plattformen bzw. sogenannte BPM Suites (inklusive SOA-ERP) abdecken. Mit solchen Systemen knnen Prozesse integriert geplant, entworfen, gendert und ber integrierte BI-Instrumente ausgewertet sowie mit SOA-Software unterlegt werden. Doch BPM-Komplettpakete sind aktuell erst bei 10 Prozent im Einsatz. Sie werden allerdings von immer mehr Herstellern angeboten und zunehmend auch von internationalen Analysten wie Gartner fokussiert.
Alle Ergebnisse des “BPM Trend Report 2010“ knnen unter www.ramco.com oder www.softselect.de kostenfrei angefordert werden.
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