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News, 10.02.2012
ifo-Umfrage
Wirtschaftsklima in der Eurozone weiter frostig
Die Konjunktur im Euroraum lahmt weiter. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima in der Eurozone hat zum Jahresanfang seinen Sinkflug zwar gestoppt. Die aktuelle Wirtschaftslage aber hat sich in den meisten Ländern weiter zugespitzt.
Lediglich in Deutschland und in Estland wird Wirtschaftslage aktuell als "gut" bewertet.
Lediglich in Deutschland und in Estland wird Wirtschaftslage aktuell als "gut" bewertet.

Das Wirtschaftsklima in der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres insgesamt ein wenig aufgehellt, bleibt aber weiter frostig. Wie aus dem aktuellen World Economic Survey (WES) des Münchener ifo Instituts hervorgeht, legte der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum  nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder leicht um 1,1 auf 84,8 Punkte zu. Dem Bericht nach liege der Indikator damit allerdings weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnittswert.

Anlass zur Sorge gibt insbesondere die aktuelle Wirtschaftslage, die in den meisten Eurozone-Ländern im ersten Quartal erheblich schlechter eingestuft wird als im Vorquartal. So gab der Indikator zu den Lageurteilen der befragten WES-Experten um weitere 19,6 auf 109,1 Punkte nach. Das war der dritte Rückgang gegenüber einem Vorquartal in Folge. Die Entwicklung im nächsten Halbjahr betreffend hellte sich die Stimmung jedoch mit etwas auf, was letztlich einen weiteren Fall des Gesamtindikators verhinderte. Allerdings notiert der Teilindikator zur weiteren Entwicklung nach seinem Absturz im vierten Quartal 2011 (57,4 Punkte) mit aktuell 70,5 Punkten noch immer auf dem zweitniedrigsten Stand seit dem ersten Quartal 2009 (52,5 Punkte).

„Für den Euroraum kann keine konjunkturelle Entwarnung gegeben werden“, konstatierte denn auch ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Prognosen für die Eurozone überwiegend negativ


Wie aus dem vom ifo Institut in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer (ICC) erhobenen Konjunkturindex hervorgeht, wird die aktuelle Wirtschaftslage gegenwärtig allein in Deutschland und in Estland von den WES-Experten als „gut“ bewertet. In der Slowakei und Finnland gilt die aktuelle Lage zumindest als „zufriedenstellend“. In den meisten anderen Eurozone-Ländern hat sich die wirtschaftliche Lage dagegen weiter zugespitzt. Hier stuften die befragten Wirtschaftsexperten die aktuelle Lage nun als „ungünstig“ bzw. schwach ein. Zu diesen Ländern zählten Sinn zufolge unter anderem Österreich, die Niederlande, Belgien, Irland, Frankreich und Italien. Am schwersten zu kämpfen haben derzeit neben Griechenland die Länder Spanien, Portugal und nun auch Zypern. Hier wurde die aktuelle Wirtschaftslage im ersten Quartal dem ifo Institut zufolge mit den niedrigsten Bewertungen auf der WES-Skala beurteilt.

Dass sich das Wirtschaftsklima in der Eurozone schon bald auf breiter Front verbessern wird, erwarten die Experten nicht. „Die wirtschaftlichen Aussichten für die kommenden sechs Monate im Euroraum haben sich gegenüber dem letzten Quartal in 2011 zwar wieder etwas verbessert, bleiben jedoch überwiegend negativ“, erklärte Sinn. Lediglich für Irland, Luxemburg und Slowenien seien die Erwartungen dem ifo-Chef zufolge positiv.

Im Hinblick auf die weitere Preisentwicklung fallen die Prognosen etwas geringer aus als im Vorquartal, demnach die WES-Experten für 2012 im Durchschnitt aller Eurozone-Länder nur noch eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent erwarten. Auch gingen die Experten Sinn zufolge angesichts gedämpfter Konjunktur- und Inflationserwartungen im Laufe der kommenden sechs Monate von einer Lockerung der Geldpolitik sowie einem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro aus.

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