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News, 01.08.2012
ifo-Kredithürde
Unternehmenskredite bleiben günstig
Deutsche Unternehmen kommen weiterhin bei Banken günstig an Kredite. Zwar sind die Hürden für Unternehmenskredite im Juli insgesamt erneut gestiegen, laut ifo-Kredithürde liegen sie jedoch noch immer auf äußerst niedrigem Niveau.
Deutsche Unternehmer kommen weiter so leicht und günstig an Unternehmenskredite wie in den letzten Jahren nicht.
Deutsche Unternehmer kommen weiter so leicht und günstig an Unternehmenskredite wie in den letzten Jahren nicht.

Trotz der sich zuspitzenden Lage an der Euro-Krisenfront und konjunktureller Eintrübung bleibt das Finanzierungsklima für die deutsche Wirtschaft weiter freundlich. So hat sich laut der vom Münchener ifo Institut erhobenen Kredithürde für gewerbliche Wirtschaft Deutschland der Anteil der befragten Unternehmen, die bei Banken nur schwierig oder gar nicht an Kredite gelangen, im Juli zwar den dritten Monat in Folge auf nunmehr 21,2 Prozent erhöht. Allerdings notiert die ifo-Kredithürde damit immer noch unter dem Vorjahresniveau und zugleich auf den sechstniedrigsten Stand seit Beginn der ifo-Erhebung im Jahr 2003. Lediglich im Zeitraum Februar bis Juni dieses Jahres war der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die Probleme bei der Finanzierung über Banken hatten, niedriger gelegen als im Juli. „Die gestiegene Unsicherheit schlägt  sich  somit  noch  nicht  wirklich  auf  die  Kreditvergabepraxis  der  Banken  nieder.  Die Finanzierungsbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind noch immer extrem günstig“, konstatierte denn auch ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Das beste Finanzierungsklima findet gegenwärtig das Verarbeitende Gewerbe vor, wo die Kredithürde über alle Unternehmensklassen hinweg im Juli 19,8 Prozent lag (Juni: 18,9%). Am leichtesten bei der Kreditbeschaffung tun sich hier weiterhin die mittelgroßen Industriebetriebe (18,9%), wenngleich der Anteil unter ihnen mit Problemen bei der Finanzierung über Banken gegenüber Juni (17,1%) etwas stärker anstieg als im Durchschnitt dieser Branche. Von den großen Firmen stuften 19,1 Prozent die Kreditvergabepolitik als restriktiv ein und damit ebenfalls mehr als im vorangegangenen Monat. Bei den kleinen Industriebetrieben verringerte sich dagegen der Anteil der „restriktiv“-Antworten von 22,3 auf 21,8 Prozent.

Nach einem Anstieg im Vormonat wieder deutlich verbessert hat sich das Finanzierungsumfeld insbesondere aber im Bauhauptgewerbe, wo die ifo-Kredithürde um 0,8 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent zurückging. Das ist nach dem historischen Tiefstand von 26,0 Prozent im April dieses Jahres der zweitniedrigste jemals seit Beginn der ifo-Erhebung gemessene Wert. Im Handel erhöhte sich der Anteil der befragten Firmen mit Problemen beim Kreditzugang gegenüber Juni zwar deutlich um 2,5 Prozent, wie im Verarbeitenden Gewerbe bleibt dennoch allerdings auch bei den Handelsunternehmen der Anteil der „restriktiv“-Antworten im Juli mit 20,5 Prozent auf äußerst niedrigem Niveau.

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