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News, 25.06.2012
ifo-Index weiter auf Talfahrt
Deutsche Wirtschaft zunehmend pessimistisch
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft wird immer schlechter: Im Juni sank der ifo-Geschäftsklimaindex auf ein Zweijahrestief. Sorgen bereitet insbesondere der Export.
Vor in der Industrie und im Großhandel bewerten Manager und Unternehmen die Geschäftsaussichten deutlich schlechter als bislang
Vor in der Industrie und im Großhandel bewerten Manager und Unternehmen die Geschäftsaussichten deutlich schlechter als bislang
Die anhaltende Schuldenkrise in Europa lässt deutsche Unternehmen immer sorgenvoller in die Zukunft blicken. Wie das Münchener ifo Institut berichtet, gab der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Juni erneut um 1,2 Zähler auf 105,6 Punkte nach. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2010 (101,9 Punkte). Zwar fielen die Bewertungen der deutschen Unternehmen zur eigenen aktuelle Lage mit einem Teilindikator von 113,9 Punkten insgesamt ein wenig besser aus als im vorangegangen Monat, als sich die Lageurteile mit einem Rückgang um 4,3 auf 113,2 Punkte stark verschlechtert hatten. Bezogen auf die weiteren Geschäftsaussichten hat sich die Zuversicht der Unternehmen deutlich eingetrübt. So sank der Teilindikator zu den Geschäftserwartungen im kommenden Halbjahr um 3,5 auf 97,3 Punkte und damit auf den - nach dem Zwischentief im Oktober letzten Jahres (97,2 Punkte) - zweitniedrigsten Wert seit Herbst 2009. „Die deutsche Wirtschaft befürchtet zunehmende Beeinträchtigungen durch die Eurokrise“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuelle Stimmungslage.

Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung stark verschlechtert. Hier sackte der ifo-Index um rund die Hälfte und notiert mit nunmehr 5,0 Punkten so niedrig wie seit dem Frühjahr 2010 nicht mehr (März 2010-0,2 Punkte). Grund für den Stimmungseinbruch ist dem ifo-Institut zufolge, dass die Industriebetriebe die Geschäftsaussichtung erheblich schlechter bewerten als im Mai, auch wenn die aktuelle Lage etwas besser eingestuft wird als im letzten Monat. Vor allem der Export bereitet den Betrieben Sorgen. „Die Erwartungen an das Exportgeschäft haben sie deutlich zurückgeschraubt. Auch die Beschäftigungspläne bleiben defensiv ausgerichtet“, sagte Sinn.

Auch im Großhandel schlägt die Eurokrise immer stärker auf die Stimmung. Dort fiel der ifo-index im Juni sogar den vierten Monat in Folge um weitere 2,9 auf nunmehr 5,0 Punkte und damit ebenfalls auf ein Zweijahrestief. Hier trübten nicht nur abermals gesunkene Geschäftserwartungen die allgemeine Stimmung, sondern auch verschlechterte Bewertungen zur aktuellen Lage. Im Einzelhandel hat sich das ifo-Klima nach dem Einbruch im Mai dagegen mit einem Anstieg des Indikators um 4,0 auf -0,3 Punkte wieder deutlich aufgehellt, demnach die Einzelhändler ihre Lage deutlich besser bewerten als im Mai und auch im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung nicht mehr ganz so pessimistisch sind. Im Bauhauptgewerbe stieg der ifo-Indikator ebenfalls (plus 0,6 auf -4,6 Punkte). Hier ist der leichte Stimmungsaufschwung etwas optimistischeren Geschäftsprognosen geschuldet. Die Bewertungen zur aktuellen Lage blieben dagegen gegenüber Mai konstant.

Im Dienstleistungsgewerbe gab der ifo-Index dagegen auf 21,3 Punkte nach (Mai: 24,8 Punkte). Wie aus der ifo-Erhebung hervorgeht, stuften die Betriebe hier sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftsaussichten nicht mehr ganz so günstig ein wie noch im Mai. „Die Personalplanungen sind aber immer noch leicht expansiv ausgerichtet“, so Sinn.
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