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News, 27.09.2016
ifo-Index macht Sprung nach oben
Deutsche Wirtschaft wieder kräftig im Aufwind
Die deutsche Wirtschaft hat im September wieder stark an Schwung gewonnen. Die Lage ist so gut wie seit gut einem Jahr nicht mehr und die Geschäftserwartungen so optimistisch wie noch nie in diesem Jahr.
Am besten ist weiterhin die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe (Grafik: ifo-Institut)
Am besten ist weiterhin die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe (Grafik: ifo-Institut)
Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft ist aktuell so gut wie seit Sommer 2014 nicht mehr. Wie das Münchener ifo-Institut berichtet, verbesserte sich der ifo-Geschäftsklimaindikator nach zwei Rückgängen in Folge im September auf 109,5 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Juni 2014 (ebenfalls 109,5 Punkte) und gegenüber August ein Anstieg um 3,2 Punkte. Grund für den Stimmungsschub sind eine deutlich verbesserte Geschäftslage (+ 1,8 auf 114,7 Punkte) und ein starkes Anziehen der Geschäftserwartungen, die mit einem Indikatorwert von 104,5 Punkten so gut bewertet werden wie seit November 2015 nicht mehr. „Die deutsche Wirtschaft erwartet einen goldenen Herbst“, konstatierte ifo-Präsident Clemens Fuest.

Stimmungsschub in allen Branchen


Besonders positiv ist aktuell die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe. Hier zog der ifo-Indikator, nachdem er zuvor zwei Monate in Folge zurückgegangen war, im September um 10,8 auf 13,3 Punkte an. „Ein Anstieg des Erwartungsindikators von 10,8 Punkten wurde zuletzt kurz nach der Finanz- und Wirtschaftskrise beobachtet“, so Fuest. Verantwortlich für Stimmungsschub sind deutlich optimistischere Geschäftserwartungen und verbesserte Bewertungen zur aktuellen Geschäftslage. „Der Geschäftsklimaindex stieg in nahezu allen wichtigen Industriebranchen“, berichtete Fuest.

Auch im Handel hellte sich die Stimmung deutlich auf. So machte der ifo-Indikator im Großhandel einen Sprung um 5,9 auf 11,6 Punkte und im Einzelhandel einen Sprung um 5,4 auf 7,9 Punkte und damit die Verluste aus dem Vormonat, als die Stimmung jeweils um 6,1 beziehungsweise 7,3 Punkte eingebrochen war, zu einem Großteil wieder wett. „Im Einzelhandel verbesserte sich insbesondere die aktuelle Geschäftslage. Im Großhandel hingegen waren vor allem die Erwartungen der Unternehmen deutlich positiver als im Vormonat“, erklärte Fuest den Stimmungsschub.

Im Bauhauptgewerbe stieg der ifo-Indikator im September mit dem sechsten Anstieg in Folge sogar auf eine neues Allzeithoch (+ 3,5 auf 9,1 Punkte). Hier wird aktuelle Geschäftslage so gut bewertet wie noch nie seit Start der ifo-Erhebung im Jahr 2003. Und ein Ende des Höhenflugs ist nicht in Sicht: „Für die kommenden Monate rechnen die Unternehmen sogar mit einer weiteren Verbesserung“, so Fuest.

Am besten ist die Stimmung weiterhin im Dienstleistungsgewerbe. Hier stieg der ifo-Indikator mit einem Plus von 2,4 auf 32,2 Punkte im September ebenfalls einen Jahresbestwert. Auch bei Dienstleistungsunternehmen sind es sowohl bessere Bewertungen zur aktuellen Lage als auch noch einmal verbesserte Geschäftsaussichten, die für eine immer bessere Stimmung in den Chefetagen sorgen. „Dementsprechend wollen die Dienstleister wieder verstärkt neue Mitarbeiter einstellen“, berichtete Fuest.

cs/ifo

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