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News, 13.03.2015
Digitales Arbeitsleben
d!conomy treibt Flexibilisierung der Arbeitswelt voran
Mehr Home Office-Arbeitsplätze, verstärkter Trend zu virtuellen Teams und Videokonferenzen – die Digitalisierung des gesellschaftlichen Alltags und der Wirtschaftswelt („d!conomy“) sorgt einer Umfrage nach in deutschen Unternehmen für einen Wandel hin zu virtuellen und flexiblen Arbeitsformen.
Zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland erwarten durch die Digitalisierung der Arbeitswelt ein stärkeres Wirtschaftswachstum.
Zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland erwarten durch die Digitalisierung der Arbeitswelt ein stärkeres Wirtschaftswachstum.
Der klassische Büroarbeitsplatz mit starrem Arbeitsort und Anwesenheitspflicht entwickelt sich zu einem Auslaufmodell, stattdessen wird Arbeitswelt der Zukunft mehr und mehr von virtuellen Arbeitsformen und flexiblen Arbeitsorganisationsmodellen geprägt sein. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland (24 %) sieht diesen Trend. Dass die klassische Büroarbeit dagegen eine Renaissance erleben wird, erwarten aktuell nur vier Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der deutschen Hightech-Wirtschaft BITKOM unter 1.500 Geschäftsführern und Personalentscheidern von Unternehmen in Deutschland mit mehr als zwei Beschäftigten hervor. Wichtiger aus Sicht der Unternehmen werden demnach insbesondere Home Office-gestützte Arbeitsplatzmodelle. Hier erwarten 30 Prozent der Unternehmen eine steigende Bedeutung, während lediglich vier Prozent das Arbeiten von Zuhause aus als künftig weniger wichtiger einstufen.

„Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein zentraler Teil der d!conomy, der digitalen Transformation unserer Wirtschaft“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Viele Unternehmen werden sich umstellen müssen. Das flexible Arbeiten, auch von zu Hause aus, ist etwas, was vor allem gut ausgebildete Hochschulabsolventen erwarten.“

Vermehrte Nutzung von externen Spezialisten

Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck sowie der Fachkräftemangel sorgen dafür, dass die Unternehmen vermehrt dazu übergehen, ihre Belegschaft durch externe Spezialisten zu ergänzen. So gaben 35 Prozent der befragten Entscheider an, dass freie Mitarbeiter beziehungsweise die Einbindung externer Experten (künftig) von hoher Bedeutung für den eigenen Unternehmenserfolg sind. Derzeit ist das lediglich bei 24 Prozent der Fall. Hauptbeweggrund für Einbindung von externen Spezialisten ist die Stärkung der eigenen Innovationskraft: Drei Viertel der Befragten (73 %) sehen hierin einen Hebel für eine höhere Innovationsfähigkeit, Kostenvorteile sieht dagegen nicht einmal die Hälfte der Entscheider.

„Es geht beim Einsatz von externen Spezialisten tatsächlich darum, die Leistungsfähigkeit und das Innovationstempo zu erhöhen, nicht um ein schlichtes Sparprogramm“, erläutert Kempf. So will denn auch rund jedes dritte Unternehmen (31 %) in Zukunft verstärkt auf freie Mitarbeiter setzen, während nur drei Prozent von einer geringeren Nutzung externer Spezialisten ausgehen.

Verstärkter Trend zur Telefon- und Videokonferenzen


Deutlich wichtiger werden auch virtuelle Meetings, vor allem mit Hilfe von Videokonferenzen. Heute nutzen erst acht Prozent der Unternehmen häufig Videokonferenzen für die Zusammenarbeit. 39 Prozent gehen aber davon aus, dass dieser Anteil in Zukunft steigen wird, nur ein Prozent will weniger Videokonferenzen nutzen. Auch die klassische Telefonkonferenz, die 44 Prozent der Unternehmen häufig nutzen, wird weiter an Bedeutung gewinnen. 34 Prozent wollen sie häufiger einsetzen, nur 4 Prozent seltener. Dabei gibt eine große Mehrheit der Unternehmen an, dass virtuelle Meetings sowohl geeignet sind, Kosten zu sparen, als auch die Arbeit effizienter zu machen.

Mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt ist sich indes die große Mehrheit der befragten Unternehmen einig, dass diese das Wachstum der deutschen Wirtschaft fördert und die Innovationskraft des Standorts Deutschland stärkt. So gehen 70 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die vermehrte Nutzung von externen Spezialisten sowie der Ausbau der Home Offices und virtuellen Arbeitsformen die Innovationskraft und –geschwindigkeit erhöhen wird, und immerhin zwei Drittel (65 %), dass die deutsche Wirtschaft dadurch stärken wachsen wird.

 „Mit der d!conomy verbinden sich große Chancen. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht selbst Steine in den Weg legen“, so Kempf. Als Gefahren nennt der BITKOM-Präsident unter anderen eine übertriebene Regulierung im Bereich des Arbeitsrechts wie etwa bei der geplanten neuen Arbeitsstättenverordnung oder beim Thema Werkverträge. „Mit diesen Regeln bekommen wir keine d!conomy und werden deren Beschäftigungspotenziale nicht ausreizen können. Dann bleiben wir bei der analogen Gesellschaft stehen.“

cs/BITKOM

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