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News, 20.11.2012
Zuwanderer-Boom
Deutschland mit Rekord-Zuwanderung
Die Eurokrise hat im ersten Halbjahr die Zahl der Zuwanderer in Deutschland auf einen neuen Rekordstand steigen lassen. Fast zwei Drittel der nach Deutschland zu gewanderten Personen kamen aus der Europäischen Union (EU).
Besonders die Zahl der Zuwanderer aus Griechenland, Spanien und Portugal schoss in der ersten Jahreshälfte stark nach oben.
Besonders die Zahl der Zuwanderer aus Griechenland, Spanien und Portugal schoss in der ersten Jahreshälfte stark nach oben.
Immer mehr Menschen in Europa kehren ihrem Heimatland den Rücken und versuchen sich in Deutschland eine neue Existenzgrundlage aufzubauen. Aber in Ländern außerhalb Europäischen nimmt die Zahl der Menschen, die ihr Glück in Deutschland suchen, deutlich zu. So zogen vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge von Januar bis Juni 501.000 Personen nach Deutschland zu. Das waren 15 Prozent beziehungsweise 66.000 Menschen mehr als im ersten Halbjahr vergangenen Jahres. Damit setzt sich die rasante Zunahme der Zuwanderung in Deutschland aus dem Vorjahr fort: 2011 war die Zahl der Zuwanderer gegenüber dem Vorjahr sogar um 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig zogen im ersten Halbjahr rund 318.000 Personen Deutschland fort. Das war zwar ein Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011, allerdings nur um 6,0 Prozent. Damit erhöhte sich Saldo aus zugewanderten und fortgezogenen Personen in Deutschland im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist um 35 Prozent auf 182.0000. Im ersten Halbjahr 2011 hatte die Zahl der Zuwanderer die der Fortgezogenen lediglich um 135.000 überstiegen.

Erheblich mehr Zuwanderer auch aus Ungarn

Von den im ersten Halbjahr zugezogenen Personen waren insgesamt 447.000 und damit rund 89 Prozent ausländischer Nationalität. Das waren 17 Prozent mehr beziehungsweise 66.000 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum.  Die Zahl der zugezogenen Personen, die die deutsche Staatbürgerschaft besaßen, blieb mit rund 54.000 binnen Jahresfrist dagegen nahezu konstant. „Sowohl bei den Zuzügen als auch bei den Fortzügen ist zu beachten, dass sich keine Aussage darüber treffen lässt, ob es sich um einen vorübergehenden oder einen dauerhaften Aufenthalt handelt“, so das Statistikamt.

Rund 61 Prozent der Zuwanderer im ersten Halbjahr kamen aus der Europäischen Union: Vorläufigen Angaben zufolge erhöhte sich die Zahl der aus EU-Mitgliedsstaaten zugewanderten Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit insgesamt 306.000 Personen auf Jahressicht um 24 Prozent. Die höchste Zahl an Zuwanderern entfiel erneut auf Polen, wo im ersten Halbjahr 89.000 Menschen mit Zielort Deutschland ihrem Heimatland den Rücken kehrten. Den stärksten Zuwanderer-Zuwachs gab es allerdings aus Griechenland: Dem Statistikamt zufolge erhöhte sich die Zahl der von hier zugezogenen Personen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 78 Prozent (+6.900 Personen). Auch aus den Krisenländern Spanien und Portugal erhöhte sich die Zahl der Zugewanderten erheblich. Hier zeigt die Zuwanderer-Statistik in Deutschland einen Zuwachs um jeweils 53 Prozent (+ 3.900 bzw. 2.000 Personen).

Aus den Ländern, die erst seit 2007 Mitgliedsstaaten der EU sind, zogen in der ersten Jahreshälfte 88.000 Menschen nach Deutschland zu (+27%). Aus jenen Ländern, deren Beitritt zur EU bereits 2004 erfolgte, kamen 138.0000 Menschen (+20%). Der stärkste Zuwachs unter diesen Ländern entfiel dabei auf Ungarn. Von hier erhöhte sich die Zahl der zugewanderten Personen in der ersten Jahreshälfte binnen Jahresfrist nach Auskunft des Statistikamts um 46 Prozent. Aus europäischen Staaten, die nicht der EU angehören, erhöhte sich die Zuwanderung gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 5 Prozent. Aus Afrika zogen 10 Prozent mehr Menschen zu, aus Asien kamen 7 Prozent mehr als im Vorjahr, und aus Amerika wanderten 2 Prozent mehr ein.
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