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Dr. Ilona Bürgel
Pressemitteilung

Zum Tag des Workaholic am 5.7. 2014: Der Workaholic von heute

Stress, Burnout, Erschöpfung - was kann man selbst beeinflussen und wie verführt uns unsere neue Welt, uns selbst zu vergessen? Der Workaholic ist ein typisches Beispiel falschen Selbstmanagements.
(PM) Dresden, 02.07.2014 - Die 60-Stunden-Woche ist die Regel, nicht die Ausnahme, die Geburtstage der Fa-milie werden von der Sekretärin verwaltet; morgens der Erste, abends der Letzte; Urlaub ist ein Fremdwort und Pausen sind etwas für Schwache. So oder ähnlich hätte bislang die Charakteristik für den Workaholic gelautet. Die Verpackung ändert sich gerade etwas, hin zu: immer online, zwei-drei Telefone bei der Hand, im Urlaub gern erreichbar; in Meetings E-Mails lesen … Doch der Inhalt ist der Gleiche geblieben.

Der Steckbrief

Der Begriff selbst wird abgeleitet von „work“ für das Umfeld in dem er entstand und „alcoholism“ als Charakteristikum für die Sucht und den Kontrollverlust. In der Alltagssprache wird der Begriff tendenziell nicht für Kranke verwendet, sondern für Menschen, die zu viel arbeiten. Das Phänomen kommt in allen Berufsgruppen, auch bei Studenten, Rentnern, Hausfrauen und -männern vor. Rastlos tätig kann man einfach überall sein. Es ist auch keineswegs neu.

Charakteristisch für den Workaholic sind aus Sicht des Umfeldes z.B.:

- Unpünktlichkeit bei privaten aber auch geschäftlichen Verabredungen, es wird von Termin zu Termin gehetzt
- Unaufmerksamkeit im Gespräch, die Gedanken sind immer bei anderen Din-gen, die noch zu erledigen sind
- Erschöpfung, sinkende Leistungsfähigkeit und Gesundheitsprobleme, Erholung ist Mangelware

Typisch für den Workaholic ist aus dessen Perspektive

- Immer mehr zu tun zu haben, sich immer mehr anzustrengen oft ohne befrie-digende Ergebnisse
- Die falsche Annahme, alles unter Kontrolle zu haben und jederzeit anders arbeiten zu können
- Leistungsfähigkeit mit Alkohol, geistigen Aufputschmitteln oder/und Schlaftabletten zu unterstützen
- Unruhig zu werden, wenn es mal nichts zu tun gibt oder gewartet werden muss

Die fünf größten Gefahren

Die Hintergründe sind vielfältig, und wie immer müssen persönliche Eigenschaften und ein entsprechendes Umfeld zusammen kommen.

1. Leistung ist eine geförderte Sucht

Wer viel schafft, ist viel wert, ist das Credo unserer Zeit. Dank mobiler Geräte gibt es kein Ende beim Arbeiten mehr, Überstunden werden nicht als solche empfunden, gibt es mal nichts zu arbeiten geht die Betriebsamkeit weiter.

2. Geht nicht gibt es nicht

Die Kultur der Selbstausbeutung ist nicht auf die Arbeit beschränkt. Wir leben in einer Welt, in der keiner den ständig wachsenden Ansprüchen mehr gerecht werden kann. Weil es zu viele und zu hohe in allen Lebensbereichen gleichzeitig sind.

3. Älter werden hat seinen Preis

Die Gefahr ist die jahrzehntelange Selbstüberforderung. Wir sind also nicht unbedingt weniger belastbar, weil wir älter sind, sondern weil wir unsere Reserven aufgebraucht haben.

4. Die falschen Prioritäten verführen

Bruce Headey u. a. haben Daten zur Lebenszufriedenheit ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass soziales Engagement und Beziehungsziele langfristig zufriedener machen als materielle und Karriereziele. Wir schuften uns kaputt für Ziele, die uns krank und nicht einmal glücklich machen.

5. Es gibt kein „geschafft“ mehr

Die Arbeit hat kein Ende mehr. Nehmen wir die E-Mail-Flut. Gerade noch hat man in einer Nachtschicht das Postfach endlich einmal aufgearbeitet, ist der Zustand nach zwei Tagen wie vorher. Oder die Sache mit den Zielvereinbarungen. Auch sie sind dadurch gekennzeichnet, dass das nächste Ziel, kaum ist das vorherige mit Mühe erfüllt, schon wieder vor einem steht.

Neues Denken ist gefragt – der Fünf-Punkte-Plan

1. Egoismus 2.0

Es ist egoistisch, nicht gut für sich zu sorgen. Weil man dann von außen die Lieferung des Wohlbefindens erhofft – von anderen Menschen oder eben der Arbeit.

2. Die wissenschaftlich nachgewiesene Gesundheitsformel lautet 3:1

Glück und Gesundheit brauchen geistige Disziplin. Als günstig gilt der Quotient von drei zu eins. Das heißt: auf jedes schlechte Gefühl sollten mindestens drei gute kommen, auf einmal Überforderung dreimal sich Gutes tun.

3. Der Wert der Aufwärtsspiralen

Gute Nachrichten gilt es mit vielen Menschen zu teilen, Teammeetings können mit Erfolgsnachrichten begonnen werden, Nettigkeiten in den Absender der E-Mails wären mal etwas anders. Die Wahrnehmung von Positivem schützt vor Überforderung.

4. Ressourcen müssen geschützt werden

Rücken oder Kiefer, Haut oder Augen – jeder weiß, wo Überlastung am schnellsten wirken. Es gilt, vorzusorgen. Wenn das Unternehmen keine ergonomische Tastatur oder guten Bürostuhl stellt, dann kauft man selbst einen. Es ist eine Investition in den eigenen Körper. Ein Stopp für Spekulationen und negative Gedanken. Sie kosten Kraft und Zeit.

5. Nach der Arbeit Abstand schaffen

Jeder sollte dafür sorgen, in einem guten Zustand nach Hause zu kommen und nach der Arbeit zunächst einmal allein Stress abzubauen. Zum Beispiel durch Sport oder zumindest einen kleinen Weg zu Fuß, Musik und Entspannungs-CDs auf dem Heimweg
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ZUM AUTOR
ÜBER DR. ILONA BÜRGEL

Dipl. Psych. Dr. Ilona Bürgel ist Expertin für Wohlbefinden und persönliches Ressourcenmanagement und Vertreterin der Positiven Psychologie. Die Referentin und Autorin hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, wie wir selbst besser für uns sorgen können. www.ilonabuergel.de
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