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News, 26.02.2015
Zeitungsverlage im Wandel
Zeitungen erfinden sich neu
Deutschlands Zeitungsbranche ist auf Innovationskurs. Eine aktuelle Studie zeigt dabei drei Kerntrends, die sich unter einer Überschrift zusammenfassen lassen: Digitalisierung und Diversifikation.
Print und Online wachsen bei den Zeitungen zusammen - auch in den Redaktion.
Print und Online wachsen bei den Zeitungen zusammen - auch in den Redaktion.
Die Zeichen in der deutschen Zeitungslandschaft stehen voll auf digital. Die klassische Zeitung im Printformat bleibt zwar die Säule des Verlagsgeschäfts, verliert strategisch aber immer mehr an Stellenwert. Die Losung in der Branche lautet: Diversifikation mit Fokus auf die digitale Welt. Das zeigt die aktuelle Studie „Trends der Zeitungsbranche 2015“, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam mit der Unternehmensberatung SCHICKLER durchgeführt hat. Dabei zeigten sich drei wesentliche Trends: erstens ein stark wachsendes Geschäft im Digitalbereich, zweitens ein Bestreben der Verlage, sich durch das Kreieren neuer digitaler Angebote und Geschäftsmodelle breiter aufzustellen, und zum dritten eine dreigeteilte Strategie der Digitalisierung. Kern von letzterer sind folgende drei Hebel: das Entwickeln digitaler Zeitungsprodukte, das Angebot von digitalen themen- und zielgruppenspezifischen Produkten sowie als dritte Dimension die Investition in neue digitale Geschäftsmodelle, etwa durch Beteiligungen an Startups oder der Akquisition von solchen.

Transformationsprozess in vollem Gange

Wie die Studie zeigt, steht in den Zeitungsunternehmen gegenwärtig alles auf Erneuerung und Kreativität. So sind im laufenden Jahr in zwei von drei Verlagen neue Digitalprodukte jenseits der klassischen Websites und News-Apps geplant. Aber auch im Printbereich ist vielorten Neues in der Mache. So entwickelt aktuell die Hälfte der Verlage neue zielgruppenspezifische Printprodukte wie etwa regionale Wirtschaftsmagazine. Des Weiteren investiert ein Großteil der Verlage parallel in Geschäftsmodelle außerhalb des eigenen Kerngeschäfts. „Erfreulich ist der Optimismus in der Branche mit Blick auf das klassische Geschäft. Sowohl bei den Zeitungsauflagen als auch im Werbemarkt rechnet die Branche mit einer Stabilisierung“, so Helmut Heinen, Präsident des BDZV.

Auch was Bezahlinhalte angeht, stehen vielfach Neuerungen an. So will laut Trendumfrage jedes fünfte Zeitungshaus (20 %) in diesem Jahr die angebotenen Bezahlinhalte (bspw. E-Paper) in ein digitales Abol-Modell einbringen. Wie Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der „Saarbrücker Zeitung“ und Vorsitzende der BDZV-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, bei der Präsentation der Studienergebnisse mitteilte, würden entsprechende Bezahlinhalte („Paid Content“) bereits von mehr als 100 Zeitungsverlagen angeboten. „Durch neue Newsletter und verstärkte Social Media-Präsenzen werden besondere Inhalte der Redaktionen immer professioneller verlinkt und damit auch zeitungsfernere Zielgruppen an die Angebote der Verlage herangeführt“, so Herbst.

Während Herbst zufolge die Integration von Print- und Onlineredaktionen in der Branche vorangetrieben wird, zeigt sich laut Peter Skulimma, Associate Partner bei der Unternehmensberatung SCHICKLER, darüber hinaus ein klarer Trend bei den Verlagen hin zu einem weiter wachsenden, noch größeren Portfolio. So erwarten denn auch viele Verlage, allen voran die großen, dass sie binnen von drei Jahren einen Großteil der Erlöse mit Produkten jenseits ihres Kerngeschäfts erzielen werden. „Hierzu zählten Bereiche wie das Angebot von Reiseveranstaltungen, die Organisation von Messen und Web-/SEO-Dienstleistungen“, so Skulimma.

cs/BDZV
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