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News, 13.11.2012
Zeitarbeitsunternehmen in Sorge
Zeitarbeit-Branche befürchtet Einbruch
Die weltweite Konjunkturflaute und steigende Arbeitskosten bereiten Deutschlands Zeitarbeitsbetrieben große Sorgen: Laut einer Umfrage ist die Zeitarbeit-Branche die weitere Geschäftsentwicklung betreffend so pessimistisch wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr.
Im Herbst ist der Indikator zu den Geschäftserwartungen der Zeitarbeitsbetriebe um mehr als 50 Punkte abgestürzt (Bildquelle: DIHK)
Im Herbst ist der Indikator zu den Geschäftserwartungen der Zeitarbeitsbetriebe um mehr als 50 Punkte abgestürzt (Bildquelle: DIHK)

Die seit November in wichtigen Branchen gültigen Lohnzuschläge für Zeitarbeiter und die zunehmende Konjunktureintrübung setzen die Zeitarbeit-Branche in Deutschland gewaltig unter Druck. So sehen derzeit 58 Prozent der Zeitarbeitsunternehmen den mit der Anhebung der Zeitarbeiterlöhne verbundenen Arbeitskostenanstieg als Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung an. Das ergab jetzt eine Sonderauswertung der Herbstumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter Deutschlands Zeitarbeitsbetrieben. Damit hat sich der Anteil der befragten Zeitarbeit-Anbieter, die sich angesichts der Arbeitskosten unter Druck sehen, gegenüber der vorangegangenen Erhebung um 10 Prozentpunkte erhöht (Juni 2012: 48%). Im Herbst vergangenen Jahres hatte in den Arbeitskosten lediglich ein gutes Drittel der Entleihbetriebe ein Problem gesehen (37%). Zum Vergleich: In der deutschen Wirtschaft insgesamt verweist zurzeit nur jedes dritte Unternehmen auf eine Arbeitskostenproblematik.

„Vor dem Hintergrund politischen Drucks und einer möglichen gesetzlichen „Equal Pay"-Regelung haben sich die Tarifpartner auf diese Lösung geeinigt. Das ist im Zweifel positiv für das Ansehen der Branche. Aber auf die Entleihbetriebe kommen dadurch höhere Kosten zu“, kommentierte Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, die seit November geltenden Branchenzuschläge, wie etwa in der Metall- und Elektroindustrie. So erhalten Zeitarbeiter ab einer Beschäftigungsdauer von sechs Wochen mit zunehmender Einsatzzeit im Unternehmen Lohnzuschläge von bis zu 50 Prozent.

Einbruch der Geschäftserwartungen


Infolge des erhöhten Lohnniveaus erwarten viele Zeitarbeitsbetriebe, dass die Zeitarbeit für Unternehmen an Attraktivität verlieren dürfte. Dies und die Sorge, dass Entleihbetriebe angesichts der allgemeinen Konjunkturabschwächung verstärkt den Anteil der in Zeitarbeit Beschäftigten zurückfahren könnten, lässt die Geschäftserwartungen der Zeitarbeitsbetriebe in den Keller rauschen. So rechnen laut Befragung mehr als 40 Prozent der Zeitarbeitsunternehmen in den nächsten Monaten mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Damit hat sich der Anteil der Betriebe, die von einer rückläufigen Geschäftsentwicklung ausgehen, im Vergleich zur Sommerumfrage rund verdreifacht (Juni: 13%). Dabei notiert der Saldo aus Negativ- und Positivbewertungen mit einem Absturz von plus 26 auf minus 30 Punkte so niedrig wie seit Anfang 2009 nicht mehr (-35 Punkte). „In kaum einer anderen Branche werden die Aussichten derart negativ beurteilt“, so der DIHK in seinem Bericht.

Die Sonderauswertung "Zeitarbeit vor neuen Herausforderungen" mit weiteren Details steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

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