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EFA Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e. V.
Pressemitteilung

Wer nicht putzt der hustet: Jetzt ist die richtige Zeit für die Pflege von Kamin- oder Kachelöfen

Im Sommer an den Ofen denken lohnt sich, er wird es mit einem langen Leben und stabilem Werterhalt danken
(PM) Koblenz, 20.09.2016 - Im Sommer fristet ein treuer Gefährte oft ein wenig beachtetes Dasein – der Kachel- oder Kaminofen. Aber bald werden die Tage kühler und der Wärmespender kommt wieder zum Einsatz. Damit man dann auch ohne Probleme die Wärme des Ofens genießen kann, ist ein wenig Pflege notwendig. Jetzt ist gerade die beste Zeit dafür.

Kachelofenexperte Friedrich Anders von der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) kennt die kleinen Tricks, die einem die Wartung und Pflege erleichtern. Dass die Arbeiten, richtig ausgeführt, zum Werterhalt beitragen und Geld sparen helfen, ist mehr als nur netter Nebeneffekt. Friedrich Anders: „Das kennt man ja auch vom Auto oder der Immobilie – wer auf sein Eigentum achtet, hat lange etwas davon.“

Am wichtigsten ist es, den Ofen wenigstens einmal im Jahr, möglichst nicht während der Heizperiode, gründlich zu reinigen. Experte Anders empfiehlt hier so genannte Aschesauger. Das sind universell passende Zusatzgeräte, die man einfach an seinen Staubsauger anschließen kann. Hier hat der Ofenfachmann noch einen Tipp: „Nicht nur an den Brennraum denken, oft sitzt der hartnäckige Schmutz weiter oben im Ofenrohr. Hier greift das alte Ofensprichwort: Wer nicht putzt, der hustet.“ Die Aschesauger sind nicht teuer, sie gibt es im Fachhandel schon ab etwa 20 Euro. Eine sinnvolle Ergänzung ist nach Expertenmeinung eine Kesselbürste.

Auch das Ofenäußere hat ein wenig Pflege verdient, und das hat einen durchaus überraschenden Grund. Auf der Hülle des Ofens sammelt sich im Sommer einiges an Staub – Hausstaub und auch Blütenstaub. Beim ersten Anheizen verbrennt dieser oft nicht auf den ersten Blick sichtbare Schmutz und sorgt für einen unangenehmen Geruch. Dieser verfliegt zwar nach Erfahrung des Ofenexperten spätestens bei der dritten Befeuerung, lässt sich aber mit einem einfachen Abwischen der Ofenoberfläche mittels eines feuchten Tuches vermeiden.

Die Reinigung des Ofens hat nicht nur einen ästhetischen Effekt. „Wie bei der Autowäsche sehe ich hier sofort Schäden“, sagt Friedrich Anders. Gängige Probleme, die bei einem Ofen nach einigen Jahren Betrieb auftreten, sind laut Anders verschlissene Dichtungen. Lässt eine kaputte Dichtung Qualm in die Wohnung, ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Ersatz ist meist günstig, eine Dichtung kann laut Anders jeder mit ein paar geschickten Handgriffen selbst wechseln.

Auch quietschende Scharniere, hängende Türen und lockere Griffe sind kein größeres Problem für den Ofenbesitzer. Mit einem Schraubenzieher und etwas Schmiermittel, der Experte empfiehlt hier Graffitpulver oder Kupferpaste, sind diese Probleme schnell behoben.

Ein anderer Fall ist die sogenannte Feuerraumauskleidung. Das sind Thermosteine im Brennraum, die dem Schutz des Ofens aber auch zur Speicherung der Wärme dienen. Sind es einige wenige kleine Risse, muss noch nicht dringend gehandelt werden. Höchste Zeit ist es, wenn ganze Stücke aus der Verkleidung gebrochen sind. Selbst machen? Friedrich Anders rät ab: „Theoretisch geht das, man braucht aber wesentlich länger als ein Fachmann, hier lohnt sich Sparen nicht.“

Ein weiterer Vorteil, wenn man sich frühzeitig um die Ofenpflege kümmert: Schnelle Termine und kurze Lieferzeiten von Ersatzmaterial. Dazu Anders: „Fängt die Heizperiode an, ist in den Ofenstudios immer Hochbetrieb und die Terminpläne übervoll. Wer sich jetzt kümmert, hat diese Probleme nicht und kann sich schon an den ersten kühlen Abenden an seinem Ofen freuen“.
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