VOLLTEXTSUCHE
News, 11.08.2016
Rückgang der Insolvenzen hält an
Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt weiter
Immer weniger Unternehmen in Deutschland müssen Insolvenzen anmelden. Auch die Zahl der Insolvenzen ehemals selbstständig tätiger Personen ging im Mai erneut auf Jahressicht zurück. Gleiches galt bei den Verbraucherinsolvenzen.
Am stärksten von Unternehmensinsolvenzen betroffene Branche bleiben der Handel und das Baugewerbe (Bild: PantherMedia / ibrak)
Am stärksten von Unternehmensinsolvenzen betroffene Branche bleiben der Handel und das Baugewerbe (Bild: PantherMedia / ibrak)
Die anhaltend robuste Konjunktur und ausgezeichneten Beschäftigungsbedingungen sorgen weiterhin für eine entspannte Lage an der Insolvenzfront. Nach Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden bei den Amtsgerichten im Mai 1.741 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 1,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit summierte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Zeitraum Januar bis Mai auf 9.059 Fälle. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar ein Rückgang um 5,1 Prozent. Damit hält der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen weiter an: Im ersten Quartal 2016 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen das 20. Quartal in Folge binnen Jahresfrist gesunken (- 5,6 %).

Die meisten Unternehmensinsolvenzen registrierten die Gerichte im Mai im Handel (343 Insolvenzanträge), dicht gefolgt vom Baugewerbe (316 Insolvenzen). An dritter Stelle folgte der Wirtschaftszweig „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (206 Unternehmensinsolvenzen). Hinzu kamen unter anderem 174 Insolvenzen von Unternehmen aus dem Gastgewerbe, 136 Unternehmensinsolvenzen von sonstigen Dienstleistungsunternehmen, 121 Insolvenzen im Wirtschaftszweig „Verkehr und Lagerei“ und 121 Unternehmensinsolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Mai auf rund 2,1 Milliarden Euro. Das waren rund 1,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahresmonat (Mai 2015: knapp 0,8 Mrd. Euro). Grund für das fast dreifach so hohe Volumen an offenen Forderungen bei gleichzeitig rückläufigen Insolvenzzahlen war nach Auskunft der Statistikbehörde, dass mehr wirtschaftlich bedeutsamere Unternehmen Insolvenz anmeldeten als im Mai 2015.

Die Insolvenzen von Verbrauchern lagen ebenfalls mit 6.140 Fällen unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Hier zeigt der Vorjahresvergleich im Mai einen Rückgang um 0,5 Prozent. Nimmt man die ersten fünf Monate zusammen, ergibt sich mit insgesamt 32.071 privaten Insolvenzanträgen sogar ein Rückgang der Verbraucherinsolvenzen um 3,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen ehemals Selbstständiger, die ein Regel- beziehungsweise Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen, verringerte sich im Mai mit 1.516 Fällen auf Jahressicht sogar um 8,1 Prozent. Für den Zeitraum Januar bis Mai ergibt sich hier mit 8.171 Insolvenzverfahren ein Rückgang binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen (inkl. Nachlässe und Gesamtgut) lag im Mai mit 9.667 Fällen um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat und die ersten fünf Monate betrachtet mit 50.782 Fällen 3,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

cs/Destatis
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG