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News, 20.04.2015
Immer weniger Azubis
Zahl der Ausbildungsverträge weiter rückläufig
In Deutschland gibt es immer weniger junge Menschen, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden: 2014 ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge das dritte Jahr in Folge zurück.
Fast zwei Drittel der neuen Ausbildungsverträge entfielen auf den Handel und die Industrie.
Fast zwei Drittel der neuen Ausbildungsverträge entfielen auf den Handel und die Industrie.

Deutschlands Ausbildungsbetriebe tun sich beim Besetzen neuer Lehrstellen immer schwerer. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, wurden im Jahr 2014 bundesweit rund 518.400 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit hat sich der Abwärtstrend bei der dualen Berufsausbildung in Deutschland fortgesetzt. Eine wachsende Zahl an neuen Auszubildenden gab es zuletzt in Deutschland im Jahr 2011 (+ 1,2 %). Damals hatte sich knapp 50.000 Jugendliche mehr für eine Lehrausbildung entschieden (2011: rund 565.900 neue Ausbildungsverträge).

„Dieser schon in den Vorjahren beobachtete rückläufige Trend ist maßgeblich auf die demografische Entwicklung in der für die duale Ausbildung typischen Altersgruppe sowie auf eine höhere Studierneigung bei den Schulabsolventinnen und -absolventen mit Hochschulreife zurückzuführen“, teilte die Statistikbehörde mit. Bemerkbar macht sich diese Entwicklung vor allem bei Ausbildungsbetrieben in den neuen Bundesländern. Hier ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2014 im Jahresvergleich sogar um 1,6 Prozent zurück. In den neuen Bundesländern waren es dagegen insgesamt nur 0,4 Prozent weniger neue Auszubildende als im Jahr 2013.

Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2014 knapp 1,36 Millionen Menschen in einer Berufsausbildung im dualen System. Das waren 2,4 Prozent bzw. 33.300 weniger als im Jahr 2013, wobei die Zahl der Auszubildenden im Westen mit einem Minus von 3,3 Prozent stärker abnahm als im Osten  (- 2,2 %).

Hauswirtschaftliche Ausbildungsberufe mit massivem Rückgang

Ausbildungsstärkste Branchen waren auch im Jahr 2014 erneut der Handel und die Industrie. Hier wurden zusammengenommen insgesamt 312.100 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2013. Die Gesamtzahl der Auszubildenden verringerte sich ebenfalls. Sie lag mit insgesamt 805.400 Personen 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zweitgrößte Ausbildungsbranche war das Handwerk mit insgesamt gut 369.000 Auszubildenden und 137.300 neuen Ausbildungsverträgen. Hier verringerte sich die Zahl der Auszubildenden binnen Jahresfrist sogar um 3,1 Prozent (neue Ausbildungsverträge: - 1,5 %). Dahinter folgten die „Freien Berufen“ mit 41.000 neuen Auszubildenden (+ 0,6 %) und insgesamt rund 109.000 besetzten Ausbildungsstellen (- 0,4 %), die Landwirtschaft mit 13.400 Neuverträgen (+ 0,5 %) und 33.300 Auszubildenden (- 0,8 %) sowie der öffentliche Dienst  mit 12.200 neuen und insgesamt 34.600 Auszubildenden (+ 0,5 bzw. - 0,8 %).

Kleinster Ausbildungszweig war die Hauswirtschaft. Hier ging Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge mit nur mehr 2.400 neu besetzten Ausbildungsstellen binnen Jahresfrist massiv zurück (- 10,3 %). Die Gesamtzahl der Auszubildenden verringerte sich im Jahresvergleich um 9,9 Prozent.

cs/Destatis

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