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News, 30.06.2015
Wunsch nach mehr Arbeit
Millionen Deutsche unterbeschäftigt
Fast drei Millionen Erwerbstätige in Deutschland würden gerne mehr arbeiten und ihre Wochenarbeitszeit erhöhen, zeigt eine statistische Erhebung. Eine Reduzierung ihrer an Wochenarbeitsstunden wünschen sich dagegen erheblich weniger Beschäftigte.
Frauen waren im vergangen Jahr ein wenig häufiger von Unterbeschäftigung betroffen als Männer (Bild: panthermedia.net / Fabrice Michaudeau).
Frauen waren im vergangen Jahr ein wenig häufiger von Unterbeschäftigung betroffen als Männer (Bild: panthermedia.net / Fabrice Michaudeau).

Im Jahr 2014 wünschten sich rund drei Millionen Erwerbstätige in Deutschland im Alter von 15 bis 74 Jahren mehr Arbeit. Weniger zu arbeiten wünschte sich dagegen nur knapp eine Million Erwerbstätige. Das geht aus der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Danach wollen Unterbeschäftigte ihre Wochenarbeitszeit im Schnitt um 11,3 Stunden erhöhen und Überbeschäftigte ihre Zahl an Wochenarbeitsstunden durchschnittlich um 11,1 Stunden reduzieren. Stellt man die Arbeitszeitwünsche der Unter- und Überbeschäftigten einander gegenüber, ergibt sich hieraus dem Statistikamt zufolge unter dem Strich ein sogenanntes ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von insgesamt knapp 22,6 Millionen Arbeitsstunden in der Woche. Das entspricht rein rechnerisch rund 566.000 Vollzeitstellen mit jeweils 40 Wochenarbeitsstunden.

Unterbeschäftigte vor allem in Teilzeit-Jobs

Von den insgesamt 2,9 Millionen unterbeschäftigt Erwerbstätigen übten 1,6 Millionen eine Teilzeit- und 1,3 Millionen eine Vollzeittätigkeit aus. Unterbeschäftigte in Teilzeit wollten ihre Wochenarbeitszeit um durchschnittlich 14,7 Stunden erhöhen, Unterbeschäftigte in Vollzeit um durchschnittlich 7,1 Stunden. Dabei zeigt sich, dass Unterbeschäftigung bei einem Vollzeitjob in erster Linie bei Männern auszumachen ist, während Unterbeschäftigung in einer Teilzeittätigkeit überwiegend Frauen betrifft: in beiden Fällen lagen die Prozentanteile im vergangenen Jahr bei etwa 73 Prozent.

Überbeschäftigt Erwerbstätige sind überwiegend in einer Vollzeitbeschäftigung. So hatten von den insgesamt rund 915.000 Überbeschäftigten in Deutschland im vergangenen Jahr rund 823.000 einen Vollzeit-Job. im Jahr 2014: 823 000 von 915 000), die ihre Wochenarbeitszeit 2014 um durchschnittlich 11,5 Stunden verringern wollten. Erwerbstätige, die bereits eine Teilzeittätigkeit ausübten und dennoch überbeschäftigt waren, würden durchschnittlich eine um 7,6 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit bevorzugen. 

cs/Destatis

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