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News, 17.02.2010
World Economic Survey
Weltwirtschaft zieht weiter an
Das Klima in der Weltwirtschaft hat sich erneut verbessert. Grund hierfür ist vor allem Asien, wo die Konjunktur stark angezogen hat. In den meisten Volkswirtschaften bleibt die aktuelle Lage dennoch weiter unbefriedigend.
Zu Beginn des Jahres hat sich die Erholung des Weltwirtschaftsklimas fortgesetzt. Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung heute mitteilte, hat der Weltwirtschaftsklimaindikator zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder seinen langfristigen Mittelwert überschritten. Danach stieg der der Indikator im ersten Quartal 2010 auf 99,5 Punkte und erreichte damit einen fast doppelt so hohen Wert wie im Vergleichszeitraum 2009 (50,7 Punkte). Das zeigen die Ergebnisse des vom ifo Institut in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer (ICC) durchgeführten World Economic Survey (WES), für den im Januar insgesamt 1.057 Experten aus 94 Ländern befragt wurden.

Geschuldet ist die weitere Erholung des Weltwirtschaftsklimas vor allem dem konjunkturellen Aufschwung in Asien, wo sich die Wirtschaftslage signifikant verbessert hat und der Indikator für das Wirtschaftklima deutlich über dem Durchschnittswert rangiert. In allen anderen großen Wirtschaftsregionen aber bleibt der Indikator weiterhin darunter. Zwar hat sich hier das Wirtschaftsklima ebensfalls erneut verbessert. Jedoch wird die aktuelle Wirtschaftslage außerhalb von Asien von den befragten Experten noch immer überwiegend als unbefriedigend bewertet. So legte der Indikator zur aktuellen Wirtschaftslage zwar zum dritten Mal in Folge auf 67,3 Punkte zu, bleibt aber im Vergleich zu Werten vor der Krise auf verhältnismäßig niedrigem Niveau (Q1/ 2008: 112,1 Punkte).

Für das nächste Halbjahr indes zeigen sich die Wirtschaftsexperten insgesamt noch etwas zuversichtlicher als im Vorquartal. So legte der Indikator zu den weiteren Erwartungen mit einem Anstieg auf 129,3 Punkte zum fünften Mal in Folge zu. „Das spricht für eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft“, so ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Auf die einzelnen Regionen bezogen zeigt sich dabei jedoch ein differenziertes Bild: Während sich die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Wirtschaftsentwicklung in West- und Osteuropa erneut verbesserten, sind die Erwartungen für Asien nicht mehr ganz so optimistisch wie im Vorquartal. Gleiches gilt für Nordamerika: Auch hier sind die Experten nicht mehr ganz so positiv gestimmt wie noch im Herbst 2009.

Einhergehend mit der konjunkturellen Erholung erwarten die befragten Wirtschaftsfachleute im kommenden Halbjahr, dass die Preise weltweit steigen werden. Im Jahresdurchschnitt gehen die Experten davon aus, dass die weltweite Inflationsrate 2010 im Jahresdurchschnitt 2,9 Prozent betragen und damit etwas höher liegen dürfte als im Vorjahr (2009: 2,5%). Dies alles wird auch auf den Kapitalmarkt wirken, demnach die WES-Experten in naher Zukunft sowohl bei den kurzfristigen als auch den langfristigen Zinsen mit einem Anstieg rechnen.

[Quelle: ifo Institut]
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