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Pressemitteilung

Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2011

Während die Stabilität der Finanzmärkte sich gefährdet zeigt und manche eine globale Rezession befürchten, präsentiert sich Deutschlands Mittelstand stabil. Seine Bewertungen der aktuellen Geschäftslage sind noch einmal positiver geworden.
(PM) Neuss, 11.10.2011 - Mittelstand hat viel Kraft und hohen Arbeitskräftebedarf

Der Mittelstand trotzt der aufkommenden Krisenstim-mung. Mit 60,5 Prozent antworteten so viele Befragte wie noch nie auf die Frage nach der aktuellen Ge-schäftslage mit „gut“ oder „sehr gut“. Im vergangenen Herbst hatten sich nur 48,0 Prozent der Unternehmen positiv geäußert. Unzufrieden mit der Geschäftslage sind derzeit lediglich 2,6 Prozent der Mittelständler (Vorjahr: 4,7 Prozent).

Die Umsatzentwicklung ist ein Spiegelbild der guten Stimmungslage im Mittelstand. 40,7 Prozent der Befragten steigerten ihren Umsatz. Der leicht höhere Vorjahreswert von 42,2 Prozent wurde damals von Nachholeffekten und staatlichen Konjunkturmaßnahmen getrieben. Zurückgegangen ist der Anteil der Unternehmen, die über Umsatzeinbußen klagen; von 16,0 Prozent (2010) auf 11,7 Prozent (2011).

Gut ein Drittel der Unternehmen (34,2 Prozent) hat im Verlauf der zurückliegenden sechs Monate die Mitarbeiterzahl erhöht. 7,0 Prozent der Befragten haben Personal abgebaut. Der Beschäftigungsbeitrag des Mittelstandes fiel damit deutlich positiv aus. Personalaufstockungen werden vorwiegend aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor gemeldet.

Für die kommenden Monate haben die mittelständischen Unternehmen weiteren Personalbedarf angekün-digt. Gut ein Fünftel der Befragten (20,6 Prozent) plant, die Mitarbeiterzahl aufzustocken. Das ist ein höherer Wert als im Herbst 2010, als 17,3 Prozent der Befragten zusätzliches Personal suchten. Mit 6,0 Prozent in der Minderheit sind diejenigen Unternehmen, die Stellen streichen wollen (Vorjahr: 6,9 Prozent).

Umsatzerwartungen leicht eingetrübt – Investitions-pläne zeugen von Zuversicht

28,7 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen in den kommenden Monaten. Rückgänge beim Umsatz befürchtet jeder Neunte (11,3 Prozent). Im Vorjahr waren die Mittelständler aber noch optimistischer, als knapp ein Drittel der Befragten (32,7 Prozent) Zuwächse beim Umsatz erwartet hatte und nur jeder Zehnte (10,0 Prozent) mit Rückgängen rechnete.

Knapp die Hälfte der Befragten wird in den kommenden Monaten ein Investitionsvorhaben durchführen (49,1 Prozent; Vorjahr: 47,4 Prozent). Höhere Investitionsbudgets und viele Erweiterungsinvestitionen runden das optimistische Konjunkturbild im Mittelstand ab. Finanzierungsrestriktionen waren für jedes zehnte Unternehmen (10,2 Prozent) der Grund für unterlassene Investitionen (Vorjahr: 15,8 Prozent).

Positive Entwicklungen bei den Erträgen und Forderungen erlauben den Mittelständlern den Aufbau von Kapitalreserven, um gegen eine neuerliche Krise gewappnet zu sein. Mit 28,7 Prozent verfügen so viele Unternehmen wie noch nie über eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent (Vorjahr: 27,1 Prozent). 29,9 Prozent der Unternehmen erreichen derzeit eine Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent (Vorjahr: 31,0 Prozent) und gelten damit als unterkapitalisiert.

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