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Wirtschaftslage Handwerk, Frühjahr 2012

Das Handwerk ist auch zu Beginn 2012 gut aufgestellt, die aktuellen Aussagen zu den Umsätzen, dem Personal und den Investitionen sind noch besser als im Vorjahr. Allerdings sind die Perspektiven nicht mehr ganz so glänzend wie noch zu Beginn 2011.
(PM) München, 15.03.2012 - Hochkonjunktur im deutschen Handwerk – beste Geschäftszahlen der letzten zehn Jahre

Die Stimmungslage im Handwerk ist glänzend. Weit über die Hälfte der befragten Betriebe (60,7 Prozent) bewerten ihre derzeitige Geschäftslage mit den Noten „gut“ oder „sehr gut“ (Vorjahr: 52,3 Prozent). Der Anteil der Handwerksfirmen, die schlechte Noten verteilen, ist von 4,2 auf 2,0 Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Handwerksunternehmen, die rückläufige Umsätze hinnehmen mussten, hat sich um 1,8 Prozentpunkte verringert (2012: 12,4 Prozent; 2011: 14,2 Prozent). Bei mehr als jedem dritten befragten Unternehmen (35,7 Prozent) konnte ein Umsatzplus verbucht werden. Dieser Wert lag im vergangenen Jahr bei 32,0 Prozent.

Die Personalsituation der Handwerker hat vom Aufschwung profitiert. 26,7 Prozent der Betriebe haben ihren Personalstock ausgeweitet. Dagegen meldet nur jedes achte Unternehmen (12,5 Prozent), sich von einem Teil seiner Belegschaft getrennt zu haben. Damit hat sich der Saldo aus Neueinstellungen und Entlassungen um 5,5 Zähler auf plus 14,2 Punkte erhöht (Vorjahr: plus 8,7 Punkte).

Leichte Eintrübung der Erwartungen

Die Umsatzerwartungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert – sie liegen dennoch auf einem hohen Niveau. Der Saldo aus erwarteten Umsatzsteigerungen und -rückgängen beträgt plus 18,2 Punkte (Vorjahr: plus 22,9 Punkte). 2012 rechnen 29,1 Prozent der Handwerker mit steigenden Umsatzzahlen, während 10,9 Prozent ein Umsatzminus erwarten.

Der Personalbedarf wird 2012 stabil bleiben. Wie im Vorjahr beträgt der Saldo aus den positiven und negativen Erwartungen zur Personalentwicklung plus 12,4 Punkte. 18,1 Prozent der Handwerker wollen zusätzliches Personal einstellen. Die Investitionsbereitschaft bleibt mit 53,9 Prozent weiter hoch (Vorjahr: 56,6 Prozent). Fast jeder zweite Betrieb (47,7 Prozent) will Erweiterungsinvestitionen durchführen (2011: 43,6 Prozent).

Die Zahlungsmoral der Kunden hat sich verbessert. Während 2011 49,0 Prozent der Unternehmen das Zahlungsverhalten der Kunden mit „gut“ oder „sehr gut“ bewerteten, sind es dieses Jahr 55,0 Prozent.

2011 wurden im Handwerk 5.630 Firmenzusammenbrüche registriert. Das waren 9,6 Prozent weniger als 2010 (6.230 Fälle). Dennoch hat sich die Eigenkapitalausstattung der Handwerksbetriebe im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert. 38,7 Prozent der Befragten (2011: 37,7 Prozent) gelten als eher schwach kapitalisiert – weisen also eine Eigenkapitalquote auf, die unterhalb der Marke von zehn Prozent (im Verhältnis zur Bilanzsumme) liegt.

Energetische Sanierung ist wichtiges Geschäftsfeld

Die energetische Sanierung ist für das Handwerk ein wichtiges Geschäftsfeld. 27,2 Prozent aller Befragten gaben an, dass der Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen im Jahresverlauf 2011 zugenommen hat. Dagegen konnte bei nur 6,6 Prozent aller Betriebe ein rückläufiger Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen festgestellt werden. Mehr als acht von zehn Unternehmen (83,8 Prozent) bewerten dabei die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen mit „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

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